Die "Bamberg" läuft aus
Autor: Redaktion
Bamberg, Mittwoch, 25. Sept. 2019
Ministerin Melanie Huml tauft in Warnemünde das neues Einsatzschiff der Bundespolizei.
"Ich taufe dich auf den Namen ,Bamberg', wünsche dir allzeit gute Fahrt und stets eine Handbreit Wasser unter'm Kiel." Mit diesen Worten hat die bayerische Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml (CSU) das neue Einsatzschiff der Bundespolizei getauft und die Patenschaft dafür übernommen. Als Vertreter der Stadt Bamberg war Dritter Bürgermeister Wolfgang Metzner (SPD) bei der Schiffstaufe in Rostock-Warnemünde dabei.
Das 86 Meter lange Hochseepatrouillenschiff "Bamberg" ist eines von drei neuen hochmodernen und umweltfreundlichen Einsatzschiffen der Bundespolizei. Sie verfügen unter anderem über ein Hubschrauber-Landedeck mit Platz für den größten Hubschrauber der Bundespolizei, zwei Einsatzschnellboote, Staumöglichkeiten für Container mit spezieller Missionsausstattung sowie über besondere Möglichkeiten, Spezialkräfte in den Einsatz zu bringen und zu schützen.
"Wir Bamberger können schon stolz darauf sein, dass bei uns das größte Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei ist und nun auch noch ein hochmodernes Einsatzschiff der Bundespolizei auf den Namen unserer schönen Weltkulturerbestadt getauft wurde", betonte Melanie Huml.
Die Namensgebung sei auch ein Ausdruck der gegenseitigen Wertschätzung. "Wir haben uns damals im Vorfeld der Entscheidung über neue Ausbildungsstätten der Bundespolizei auf allen Ebenen für Bamberg als Standort eingesetzt. Inzwischen liegt die Eröffnung drei Jahre zurück und wir können eine sehr positive Bilanz ziehen", so Huml in der Pressemitteilung ihres Abgeordnetenbüros. Bamberg profitiere von der Ansiedelung der Bundespolizei "und umgekehrt scheinen sich Ausbilder wie Anwärter bei uns wohlzufühlen."
Für Bamberg ein Gewinn
Für Bamberg bedeute die Bundespolizei sowohl ein Gewinn in puncto Sicherheit als auch hinsichtlich der Belebung des Konversionsgeländes, so die Ministerin weiter. Millionenschwere Bauinvestitionen seien in Rekordzeit getätigt worden. Davon könne Bamberg auch noch profitieren, wenn die Bundespolizei wie angekündigt ihr Aus- und Fortbildungszentrum in den kommenden Jahren wieder etwas verkleinere. "Am Beispiel der Lagarde-Kaserne können wir sehen, dass die Konversion einerseits eine großartige Chance für die Stadtentwicklung ist, aber gleichzeitig eine echte Herausforderung darstellt. Wir haben die Möglichkeit erhalten, unsere wunderbare Weltkulturerbestadt Schritt für Schritt zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Das ist großartig und ich bin allen dankbar, die sich mit mir für Bamberg als Bundespolizeistandort eingesetzt haben", so Huml weiter.
Den Mitarbeitern der Bundespolizei - in der Stadt Bamberg, auf dem Einsatzschiff "Bamberg" und darüber hinaus - wünschte die Minsterin bei der Schiffstaufe in Rostock-Warnemünde alles Gute. "Die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten, gehört zu den wichtigsten Aufgaben eines Staates. Deshalb danke ich Ihnen allen sehr herzlich für Ihren Einsatz", betonte Huml.
Botschafter der Stadt
Bürgermeister Wolfgang Metzner sagte: "Die Stadt Bamberg ist stolz darauf, mit dem Bundespolizeiaus- und -fortbildungszentrum die größte Ausbildungseinrichtung in der Region zu beheimaten. Damit bieten wir vielen jungen Menschen eine gute berufliche Perspektive. Das Ende dieser Ausbildung bedeutet allerdings gleichzeitig den Abschied von Bamberg. Die jungen Bundespolizisten schwärmen sozusagen nach ganz Deutschland aus. Wer einmal für kürzere oder längere Zeit in unserer Perle an der Regnitz zu Besuch war, der erzählt gerne davon. Ich denke, so wird es auch sein, wenn Beobachter dieses prächtige Schiff der Bundespolizei entdecken, und sich an Bamberg erinnert fühlen", so Metzner. Und weiter: "Dieses Schiff ist sozusagen ein beeindruckender Botschafter der Stadt aus Stahl!"