• Corona-Regeln in Bayerns Fitnessstudios: 2G plus bleibt - Testpflicht für Geboosterte fällt weiterhin weg
  • Erleichterter Zugang für dreimal Geimpfte - für alle anderen gilt weiterhin 2G plus
  • McFIT, clever fit, INJOY und Mrs.Sporty: Fitnessstudio-Ketten äußerten sich im Dezember zur Kabinettsentscheidung

In den bayerischen Fitnessstudios gibt es auch weiterhin keine Testpflicht für dreimal Geimpfte mehr. Mitglieder, die bereits ihre Auffrischungsdosis (Booster-Impfung) erhalten haben, müssen nicht nachweisen, dass sie negativ auf Covid-19 getestet worden sind. Für zweimal Geimpfte und Genesene gilt nach wie vor die sogenannte 2G-plus-Regel: Sie benötigen neben ihrem Impf- beziehungsweise Genesungsnachweis zusätzlich einen aktuellen negativen Corona-Schnelltest. Daran hat sich auch nach der jüngsten Kabinettssitzung am Dienstag (8. Februar 2022) nichts geändert. Die großen Fitnessstudio-Ketten McFIT, clever fit, INJOY und Mrs.Sporty haben mit Zustimmung auf den Beschluss des bayerischen Kabinetts vom Dienstag (14. Dezember 2021) reagiert. 

Fitnessstudios in Bayern: Geboosterte Mitglieder von 2G-plus-Testpflicht befreit

Am Dienstag (8. Februar 2022) hat Bayern erneut Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen beschlossen. Für Fitnessstudios im Freistaat ändert sich jedoch nichts. Die 2G-plus-Regel bleibt - nur Geboosterte sind weiterhin von der zusätzlichen Testpflicht ausgenommen. 

"Wer nach seiner vollständigen Immunisierung eine weitere Auffrischimpfung erhalten hat ('Booster'), hat auch ohne einen ergänzenden Test Zugang zu Bereichen, die nach 2G plus zugangsbeschränkt sind", heißt es in dem Kabinettsbericht vom 14. Dezember 2022 - damals wurde die Regelung beschlossen.

Sofern die Auffrischimpfung mindestens 15 Tage zurückliegt, ersetzt sie demnach sowohl einen Schnell- als auch einen PCR-Test.

McFIT spricht im Dezember von Erleichterung: "Hilfreich für jeden Studiobetreiber"

Europas Fitnessstudio-Marktführer McFIT spricht in Hinblick auf die Zugangslockerung für Geboosterte von einer "Erleichterung". "Ein Wegfall der 2G-plus Regel für Mitglieder mit Booster-Impfung würde bedeuten, dass diese mit einem geringeren Aufwand in unseren Studios trainieren könnten, da kein extra Test benötigt wird", teilt Unternehmenssprecher Pierre Geisensetter inFranken.de mit. 

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Unabhängig von der jüngsten Corona-Entscheidung habe die Gesundheit der Mitglieder und des Studiopersonals jederzeit höchste Priorität. "Wir werden weiterhin unsere Schutz- und Hygienemaßnahmen aktiv anpassen, um jederzeit die maximal mögliche Sicherheit bieten zu können", kündigt der McFIT-Sprecher an. Nur so lasse sich die Pandemie ohne eine erneute Studioschließung bewältigen. 

Insbesondere für die Inhaber der Fitnessstudios sei die Lockerung für dreifach Geimpfte eine gute Nachricht. "Eine Erleichterung in diese Richtung ist hilfreich für jeden Studiobetreiber, da die Branche in Summe mit vermehrten Kündigungen und den damit verbundenen wirtschaftlichen Einbußen kämpft", hält Geisensetter fest. "Die Herausforderung der Kommunikation unterschiedlicher Regelungen und Maßnahmen nehmen wir für unsere Mitglieder gerne in Kauf."

clever fit fordert Zugangslockerung für sämtliche Geimpfte

Die Fitnessstudio-Kette clever fit begrüßt den beschlossenen Wegfall der Testpflicht für Dreifach-Geimpfte ebenfalls. "In anderen Bundesländern gibt es diese Regelungen ja bereits", teilt PR- und Pressemanagerin Christiane Enzelberger inFranken.de am Dienstag (14. Dezember 2021) mit. Sowohl für die Mitglieder als auch die Studios stelle es eine Erleichterung dar, wenn nicht noch zusätzlich ein aktueller Test vorgelegt werden müsse. "Das würden wir uns übrigens für alle Geimpften wünschen", betont die clever-fit-Sprecherin. Enzelberger verweist in diesem Zusammenhang auf eine entsprechende Social-Media-Kampagne der Studio-Kette, die das "Plus" infrage stelle. 

Auf Kundenseite herrsche bisweilen Verwirrung und Unverständnis in Bezug auf Corona-Verordnungen. "Aber mittlerweile ist den meisten klar, dass nicht wir diese Regeln machen", berichtet die Pressemanagerin. "In den vergangenen fast zwei Jahren haben wir gelernt, mit täglich neuen Herausforderungen umgehen zu müssen. Wir versuchen, uns trotzdem auf unsere Kernaufgabe zu konzentrieren: Menschen dabei zu helfen, fit und gesund zu werden oder zu bleiben."

Das Nachsehen haben aktuell indes die ungeimpften Fitnessstudio-Mitglieder. Für sie gilt seit Wochen ein Zutrittsverbot. Enzelberger betont diesbezüglich: "Kündigungen aufgrund des eigenen Impfstatus und den damit verbundenen Zutrittsbeschränkungen sind nicht rechtsgültig." Das Unternehmen empfehle seinen Studiobetreibern allerdings, die Mitgliedschaften der Betroffenen für den entsprechenden Zeitraum ruhen zu lassen, erklärt die clever-fit-Sprecherin. 

INJOY berichtet von "vermehrten Kündigungen" ungeimpfter Mitglieder

Auch aufseiten der INJOY-Fitnessstudios stößt die geplante Corona-Lockerung für dreifach Geimpfte auf positive Resonanz. "Dies ist für unsere Verbundpartner natürlich von Vorteil und wir wären froh, wenn so entschieden werden würde", teilt Thorsten Kielmann inFranken.de im Vorfeld der Kabinettsentscheidung mit. Als Consulting Manager der ACISO Fitness & Health GmbH ist er für die INJOY-Studios zuständig. 

"Das erleichtert einigen unseren Mitgliedern den Zutritt und ist dementsprechend für uns positiv", erklärt Kielmann. Mit gravierenden Problemen durch die Umstellung rechnet der INJOY-Sprecher nicht. "Es wird sicher auch zu ein wenig Verwirrung führen, da nicht immer alle Mitmenschen die Infos zeitnah bekommen oder sich auch nicht alle so intensiv mit diesem Thema beschäftigen." Eine deutschlandweite einheitliche Regelung sei deshalb wünschenswert. "Wir hoffen, dass es in allen Bundesländern deckungsgleich gehandhabt wird, damit es in den Regionen nicht zu größeren Verwirrungen kommt." 

Negative Reaktionen gebe es gelegentlich von ungeimpften Mitgliedern, die gegenwärtig überhaupt nicht in ihr Studio dürfen. "Einige sind sicher sauer, doch weniger auf uns als auf die politischen Entscheider", berichtet Kielmann. "Einige wollen kündigen, andere warten noch ab, wie es weitergeht." In den einzelnen INJOY-Fitnessstudios habe es von Ungeimpften bereits "vermehrte Kündigungen" gegeben - "allerdings noch keine riesige Welle." Die müsse gleichwohl befürchtet werden, wenn es zu einer Impfpflicht komme, teilt der INJOY-Sprecher mit.    

Mrs.Sporty: "Lockerung der 2G-plus-Regel bedeutet Wegfall zusätzlicher Hürde"

Die Frauen-Fitnessstudio-Kette Mrs.Sporty hat ebenso mit Wohlwollen auf die Kabinettsentscheidung vom Dienstag reagiert. "Da die persönliche Betreuung das Herzstück des Mrs.Sporty-Konzepts ist, begrüßen wir natürlich jede Lockerung, die es unseren Mitgliedern erleichtert, das Trainingsangebot im Club zu nutzen", erläutert Kerstin Kolata, Fitnessexpertin und Head of Product Development bei Mrs.Sporty. Zwar sei der Großteil der geimpften und genesenen Frauen bereit, einen zusätzlichen Test vorzuweisen, "aber die Lockerung der 2G-plus-Regel bedeutet natürlich auch den Wegfall einer zusätzlichen Hürde, die die Mitglieder nehmen müssen, um vor Ort trainieren zu können." 

Den Überblick darüber zu behalten, welche Regelungen wo und wann gelten, sei indessen "gar nicht so leicht", gibt Kolata zu bedenken. Um auch ungeimpften Mitgliedern das Training zu ermöglichen, setzt Mrs.Sporty auf eine Online-Trainingsplattform sowie Beratung und Trainergespräche per Telefon oder Videokonferenz. "Das alles ersetzt natürlich nicht die besondere Atmosphäre im Club, die viele Mitglieder besonders schätzen", betont Kolata. "Daher hoffen wir, dass die Pandemie-Lage es bald wieder zulässt, alle Mitglieder im Club begrüßen zu können."

Negative Resonanz vonseiten ungeimpfter Kundinnen gebe es vergleichsweise selten. "Da die Clubinhaber*innen in engem Austausch mit den Mitgliedern stehen, haben die allermeisten Verständnis dafür, dass wir die Regelungen entsprechend der behördlichen Vorgaben umsetzen", erklärt die Mrs.Sporty-Fitnessexpertin. "Dass wir den Frauen mit dem Online-Training und der Betreuung per Telefon, WhatsApp und Videokonferenz Trainingsalternativen bieten, trägt mit Sicherheit dazu bei, dass wir nach wie vor kaum negative Reaktionen erhalten haben."

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