Der fünfjährige Gregor aus Burgwindheim im Landkreis Bamberg kann strahlend lächeln. Doch er kann weder sprechen noch laufen und leidet unter Epilepsie. Eine Hilfsaktion soll jetzt einige Beschwerlichkeiten beseitigen.
- Gregor aus Burgwindheim erlitt während Geburt Sauerstoffmangel
- Nicht essen, trinken, sprechen, laufen: Fünfjähriger braucht intensive Betreuung
- "Gerührt und überwältigt": Familie erfährt Unterstützung von vielen Seiten
Der kleine Gregor lebt seit 2019 mit seiner Familie in Burgwindheim. Die Renous zogen damals von Bamberg hierher und bauten ein barrierefreies Haus aufgrund der Behinderung ihres Sohnes. Wie Mutter Ireen inFranken.de berichtet, werde ein Leben ohne behindertengerechtes Auto immer beschwerlicher. Für die Finanzierung holte sich die Familie vor kurzem Unterstützung und ist "gerührt und überwältigt" von den Reaktionen ihres Umfeldes.
"Körperlich nicht machbar": Familie aus Kreis Bamberg braucht neues Auto wegen ihres kranken Sohnes
Gregor habe während der Geburt einen Sauerstoffmangel erlitten. "Damals waren wir sechs Wochen im Krankenhaus und wussten erst nicht, ob er durchkommt", so seine Mutter, die ursprünglich aus Burgwindheim kommt. Er schaffte es, doch eine schwere mehrfache Behinderung blieb zurück. "Er hat eine starke Spastik und kann dadurch schlecht greifen, er kann nicht sprechen, essen oder trinken und braucht eine Sitz- und Liegehilfe".
Bevor Gregor im September 2022 in eine Betreuung bis 16 Uhr bei der SVE Lebenshilfe Bamberg kam, habe sie sich mit gelegentlicher professioneller Unterstützung zu Hause um Gregor gekümmert. Vor allem die schwer einstellbare Epilepsie sei eine große Herausforderung.
Hin und wieder komme es vor, dass Gregor plötzlich zum Arzt müsse, doch die Familie besitze nur ein Auto. "Wenn mein Mann auf der Arbeit ist, muss er sie in einem Notfall immer unterbrechen und herfahren", schildert die Mutter, die zusätzlich einen dreijährigen gesunden Sohn hat. Auch wenn der Wagen zur Verfügung stehe, ohne behindertengerechte Funktionen sei der Transport für sie körperlich nicht machbar. "Denn er wird natürlich immer größer und schwerer und der behindertengerechte Kindersitz wird bald zu klein." Auch kleine Ausflüge mit Gregor seien nicht möglich, wenn ihr Mann auf der Arbeit sei.
"Gregor will mit" auf Familienkur - Burgwindheimer starten Spendenkampagne
"Zwar gibt es über die Krankenkasse ausziehbare Schienen", erklärt Renou. "Damit kann ich aber nur den Rollstuhl in das Auto fahren. Nach meinen Informationen bezuschusst die Krankenkasse im Normalfall keine behindertengerechten Autos. Der Bezirk unterstützt wohl einen Umbau bis zu 22.000 Euro, aber wir wissen nicht, wie viel es letztlich wird. Ein neues Auto ist für die Zukunft einfach vorteilhafter."
Zudem habe die Krankenkasse den Renous eine Familienkur zugesichert. Wir brauchen für Gregor aber sehr viele Hilfsmittel. In unseren Wagen passt das nicht rein. In einem behindertengerechten Auto sei neben der Rollstuhlrampe auch Platz für einen Therapiestuhl und eine Liegehilfe. "Wir rechnen mit einem Kaufpreis von 40.990 Euro." Die Familie startete am Donnerstag (17. November 2022) eine Spendenkampagne. "Gerade in der heutigen Zeit überlegt man sich das zweimal", sagt die Mutter und denkt an die alltäglichen finanziellen Herausforderungen für alle Menschen.