Nachdem am frühen Sonntagmorgen mehrere Lkw auf dem Gelände der Firma Massak Logistik brannten, ist nun im Internet ein anonymes Bekennerschreiben aufgetaucht. In einem Weblog mit dem Titel "Aus dem Herzen der Festung" wird der Firma Massak, die nach eigenen Angaben 150 von 200 deutschen Justizvollzugsanstalten beliefert, die Ausbeutung von Gefangenen vorgeworfen.

Bekennerschreiben: Weitere Anschläge angedroht

"Um unsere Wut gegen dieses menschenverachtende System auf praktische Weise auszudrücken, zogen wir in der Nacht auf den 12. Mai los. Durch mehrere Brandsätze ließen wir vier Lastwagen und einen Transporter der Firma (...) in Flammen aufgehen", heißt es in dem nicht unterzeichneten Bekennerschreiben. Es wird mit weiteren Anschlägen gegen "alle Firmen, die dieses mörderische System am Laufen halten" gedroht und "Freiheit für alle Gefangenen" gefordert.

Nach Auskunft von Christian Raithel aus der Pressestelle des Polizeipräsidiums Oberfranken ist der Kriminalpolizei das Schreiben bekannt. Derzeit werde untersucht, ob es ernstzunehmen sei und wer dahinterstecke. Bereits am Sonntag war die Kripo von Brandstiftung ausgegangen.

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