Waldbrand bei Oberhaid gelöscht: Acht Einsatzkräfte medizinisch versorgt
Autor: Ralf Welz, Redaktion, Julian Drescher
Oberhaid, Montag, 17. August 2026
Rund 300 Einsatzkräfte kämpften am Freitag bei einem Waldbrand bei Oberhaid (Kreis Bamberg) gegen die Flammen. Die Hitze verlangte den Feuerwehrleuten einiges ab.
Update vom 17.08.2026, 9.36 Uhr: Feuer auf 16.000 Quadratmetern - acht Feuerwehrleute verletzt
Die Kreisbrandinspektion Bamberg teilt jetzt Details zum Waldbrand mit. Am Freitagvormittag (14. August 2026) war zwischen Oberhaid und Sandhof ein Feuer ausgebrochen, das rund 300 Einsatzkräfte über Stunden beschäftigte.
Um 11.46 Uhr ging bei der Integrierten Leitstelle Bamberg die Meldung über eine Rauchsäule in einem Waldgebiet bei Sandhof ein. Elf Minuten später trafen die ersten Kräfte an der Kreisstraße BA 34 ein. Das Feuer breitete sich auf einer Fläche von rund 16.000 Quadratmetern (1,4 Hektar) aus.
300 Einsatzkräfte, 14 Landwirte und neuer Roboter für unwegsames Gelände im Einsatz
Insgesamt waren 79 Einsatzmittel mit rund 300 Einsatzkräften im Einsatz, wie die Kreisbrandinspektion Bamberg mitteilt. Drohnenteams, ein Kleinflugzeug der Luftbeobachtung sowie ein Polizeihubschrauber lieferten wichtige Informationen über das Brandgeschehen. Tatkräftige Unterstützung kam von 14 örtlichen Landwirten sowie einer Spedition, die mit Güllefässern und Tankfahrzeugen zusätzliches Löschwasser transportierten. Die Kreisstraße BA 34 war während des Einsatzes gesperrt.
Erstmals kamen zwei neue Hilfsmittel zum Einsatz: 40 große Kreisregner zur Bewässerung größerer Flächen sowie eine ferngesteuerte Roboter-Plattformraupe zum Verlegen von Schlauchstrecken im unwegsamen Gelände, heißt es in der Mitteilung. Am frühen Abend war das Feuer unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden, anschließend wurde eine Brandwache eingerichtet.
Insgesamt dauerte der Einsatz rund neun Stunden. Acht Einsatzkräfte mussten laut Kreisbrandinspektion medizinisch versorgt werden. Eine Person wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die hohen Temperaturen von rund 28 Grad Celsius hätten den Feuerwehrangehörigen körperlich viel abverlangt.
Kritische Lage: Schnelles Eingreifen verhinderte möglicherweise mehrtägigen Einsatz
Die Ausgangslage war laut Kreisbrandinspektion kritisch: Das Feuer war mitten in einem großen, zusammenhängenden Waldgebiet ausgebrochen. Nur durch das schnelle und wirkungsvolle Eingreifen der Einsatzkräfte sei es gelungen, die Flammen frühzeitig einzugrenzen. Damit habe eine deutlich größere und möglicherweise mehrtägige Einsatzlage verhindert werden können.
Eine wichtige Rolle spielte dabei die enge Zusammenarbeit mit dem zuständigen Förster und weiteren Forstfachleuten. Sie hätten durch gezielte Fällarbeiten eine Rückegasse freigemacht und so die weitere Ausbreitung des Feuers zusätzlich begrenzt. Trotz der technischen Unterstützung blieb ein erheblicher Teil der Arbeit Handarbeit: Feuerwehrleute mussten den Waldboden mit Handwerkzeugen öffnen, um verborgene Glutnester aufzuspüren.