Tote Familie in Strullendorf: Polizei verkündet Obduktionsergebnis
Autor: Redaktion, Nadine Wüste, Isabel Schaffner
Strullendorf, Donnerstag, 26. Februar 2026
Die tote Familie in Strullendorf hat für bundesweites Aufsehen gesorgt. Jetzt steht das Obduktionsergebnis der vier Leichen fest.
Update vom 26.06.2026, 9.37 Uhr: Polizei meldet sich mit Obduktionsergebnis
Nachdem am Freitagabend, 20. Februar 2026, Polizeibeamte in einem Mehrfamilienhaus in Strullendorf die Leichen einer vierköpfigen Familie entdeckten, fand am Dienstag die Obduktion am Institut für Rechtsmedizin in Erlangen statt. Das teilt das Polizeipräsidium Oberfranken mit.
"Die ersten Ergebnisse der rechtsmedizinischen Untersuchung ergaben, dass die Familienmitglieder mutmaßlich erschossen wurden, als sie schliefen", heißt es in der Mitteilung.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Bamberg und der Staatsanwaltschaft Bamberg "ergaben zudem, dass zuletzt am Montagabend, 16. Februar 2026, soziale Kontakte zu der Familie bestanden", so das Präsidium abschließend.
Update vom 25.02.2026, 17.13 Uhr: Andreas Schwarz will keine Verschärfungen im Waffenrecht
In der 8000-Einwohner-Gemeinde Strullendorf im Kreis Bamberg ist die Erschütterung noch immer riesig: Ein 52 Jahre alter Mann soll seine Frau, die zwei gemeinsamen Kinder und sich selbst erschossen haben. Die vier Leichen wurden am Freitag (20. Februar 2026) vor Ort in einer Wohnung gefunden und geborgen. Eine Obduktion soll offene Fragen klären. Dem SPD-Politiker und Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz geht der Fall nahe.
Er ging in Strullendorf zur Schule und war von 1996 bis 2013 Erster Bürgermeister der Gemeinde. "Es ist menschlich eine Riesen-Tragik, wenn eine gesamte Familie ausgelöscht wird", sagt er im Gespräch mit inFranken.de am Mittwoch (25. Februar 2026) während seiner Sitzungswoche in Berlin. Der mutmaßliche Täter war Sportschütze und Jäger. Auch Schwarz ist Mitglied in zwei Schützenvereinen.
Nachdem er per Whatsapp über den Vorfall informiert worden war, habe er Kontakt mit dem örtlichen Schützenverein aufgenommen. Den Familienvater kenne er nicht bewusst persönlich, berichte der SPDler. Gegenüber inFranken.de warnt Schwarz, nun "alle Jäger und Sportschützen unter Generalverdacht zu stellen". Er ist der Ansicht: "Wenn jemand zu so einer Tat bereit ist, dann bekommt er auch die Waffe, die er dafür braucht. Da muss ich nicht Jäger und nicht Sportschütze sein."
Weitere Verschärfungen im Waffenrecht sollten ihm zufolge aus dem Vorfall nicht resultieren. In Deutschland bestünden bereits viele Auflagen und Bedingungen, um eine Waffe zu besitzen, merkt er an. Derweil sehen sich die Mitschüler der 14- und sechsjährigen getöteten Kinder mit Schock und Trauer konfrontiert. Die Schulen stehen vor der Herausforderung, mit ihnen über das unvorstellbare Ereignis zu sprechen (Plus-Angebot).