Polizei dementiert nach Spekulationen Bezug zu Bamberger Vermisstenfall
Autor: Ralf Welz, Ellen Schneider
Bamberg, Montag, 05. Januar 2026
Nach der Sichtung eines Hubschraubers in Bamberg stellt eine Polizeisprecherin klar: Es besteht kein Zusammenhang mit der Suche nach dem vermissten Sebastian Schöpplein.
Update vom 05.01.2026: Kein Zusammenhang zwischen Hubschrauber-Sichtung und Vermisstenfall
Im Bereich Bamberg läuft seit rund anderthalb Wochen eine Öffentlichkeitsfahndung nach einem 39-jährigen Mann namens Sebastian Schöpplein. Dieser wird seit dem 25. Dezember 2025 vermisst. Zuletzt wurde er am frühen Morgen des ersten Weihnachtsfeiertags gegen 3 Uhr in der Bamberger Sandstraße gesehen. Die Polizei hat seitdem verschiedene Suchaktionen durchgeführt - einschließlich eines Taucheinsatzes von Spezialkräften im Main-Donau-Kanal. Neue Spuren ergaben sich hierdurch aber nicht.
Am vergangenen Sonntag (4. Januar 2025) kamen nun in einer lokalen Facebook-Gruppe Spekulationen über einen möglichen Sucheinsatz aus der Luft auf. Anlass dafür war die Schilderung einer Bürgerin, die einen Hubschrauber nahe einem Wald im Bamberger Stadtteil Gaustadt gesichtet hatte. Demnach handelte es sich dabei jedoch um einen Helikopter des ADAC. Ein Zusammenhang mit der Fahndung nach dem seit Weihnachten verschwundenen 39-jährigen Bamberger besteht nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberfranken nicht.
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"Normalerweise werden für Vermisstensuchen Polizeihubschrauber benutzt", erklärt eine Sprecherin am Montag (5. Januar 2025) im Gespräch mit inFranken.de. Die Nachforschungen im Fall Sebastian Schöpplein werden indes fortgesetzt - wenn auch mit reduziertem Umfang. "Die Suchmaßnahmen sind sehr umfangreich gewesen", berichtet die Polizeisprecherin mit Blick auf die bisher durchgeführten Schritte. "Sie gehen nun im kleineren Rahmen weiter."
Wer Hinweise zum Verbleib des 39-Jährigen geben kann, kann sich unter der Telefonnummer 0951/9129-210 weiterhin an die Polizeiinspektion Bamberg-Stadt wenden.
Update vom 02.01.2026: Taucheinsatz liefert keine neue Spur - Sebastian Schöpplein bleibt verschwunden
Das Rätsel um den Verbleib von Sebastian Schöpplein bleibt weiterhin ungelöst. Der 39-jährige Bamberger wird seit Weihnachten vermisst. Nachdem er nicht wie gewohnt an seinem Arbeitsplatz in der Sandstraße erschienen war, leitete die Polizei eine öffentliche Fahndung ein. Gerade in der Anfangszeit seien mehrere entsprechende Informationen eingegangen, die möglicherweise Aufschluss über seinen Aufenthaltsort hätten geben können. "Es gab aber keine greifbaren Hinweise", berichtet ein Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken am Freitag (2. Januar 2026) im erneuten Gespräch mit inFranken.de.
Nachdem im Main-Donau-Kanal ein Rucksack entdeckt worden war, der vermutlich dem Vermissten zuzuordnen ist, konzentrierten sich die Suchmaßnahmen am Dienstag (30. Dezember 2025) gezielt auf den Bereich rund um die Bamberger Luitpoldbrücke. Taucher der technischen Einsatzeinheit der Bereitschaftspolizei aus Nürnberg suchten den Fluss ab. Die Maßnahme erstreckte sich nach Polizeiangaben von rund 9 Uhr bis in den Nachmittag hinein.
"Der Taucheinsatz ist ohne Feststellung wieder beendet worden", erklärt der Sprecher des Präsidiums. Demnach kamen keine Anhaltspunkte - etwa weitere Gegenstände - zum Vorschein, die die Ermittlungen hätten voranbringen können. "Es gibt keine konkreten Ansätze, wie es weitergeht", resümiert der Sprecher. Die Kriminalpolizei Bamberg ermittele gleichwohl weiter, auch die Öffentlichkeitsfahndung bleibe bestehen.