Breitengüßbach: Unfall an Badesee - Polizei und Feuerwehr mit neuen Details
Autor: Alexander Milesevic, Daniel Krüger
Breitengüßbach, Dienstag, 30. Juni 2026
Aus einem bekannten Badesee im Kreis Bamberg wurden am Sonntag zwei Schwestern gerettet. Polizei und Feuerwehr äußern sich mit neuen Informationen zu der Beinahe-Tragödie.
Zwei Schwestern sind bei einem Badeunfall in Breitengüßbach (Kreis Bamberg) teils schwer verletzt worden. Die beiden seien am Sonntagvormittag (28. Juni 2026) um kurz vor 11 Uhr am südlichen Zulauf des Mains in dem Baggersee baden gewesen und dabei untergegangen, sagte ein Polizeisprecher zu inFranken.de.
Das hätten Passanten bemerkt und "geistesgegenwärtig reagiert". Demnach hätten sie die 20-jährige Coburgerin und ihre 15 Jahre alte Schwester aus dem Wasser gezogen.
Update vom 29.06.2026: Vorstand schildert Gefahr am Main-Zulauf des Baggersees
Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken gegenüber inFranken.de erklärt, waren "circa 50 Kräfte der Feuerwehren Breitengüßbach, Kemmern und Unteroberndorf, zusätzlich Rettungsdienst und Notarzt" vor Ort. "Es war ein wirklich großer Einsatz", erläutert er am Tag nach dem verheerenden Badeunfall. Die 15-jährige jüngere Schwester befinde sich zwar außer Lebensgefahr, aber weiterhin auf der Intensivstation, so der Polizeisprecher.
Der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Breitengüßbach, Leonhard Wagner, erklärt, dass es am Sonntag - mutmaßlich wegen der Hitze - "sehr voll" am Baggersee gewesen sei. "Das war wahrscheinlich auch der Glücksfall, dass Passanten die Badegäste so schnell bemerkt haben", sagt er im Gespräch mit inFranken.de. Laut einer abschließenden Polizeimitteilung von Montagmittag hatten die Passanten nach der Wasserrettung direkt Erste Hilfe geleistet. Die Feuerwehr Breitengüßbach habe mit den Kollegen aus Unteroberndorf den Sichtschutz gestellt, während die Feuerwehr Kemmern sich um andere Badegäste gekümmert habe, erklärt der Vorstand.
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An der südlichen Main-Zulaufsstelle sei "schon eine Strömung vorhanden", so Wagner. "Wenn man dort mit den Füßen wegrutscht, kann man schnell mal ins tiefere Wasser gezogen werden." Für ihn und seine Kameraden sei es der erste Badesee-Einsatz in diesem Jahr gewesen. Bereits am Freitag (26. Juni 2026) rettete ein Vater seinen fünfjährigen Sohn an einem Badesee im Kreis Kulmbach vor dem Ertrinken.
Erstmeldung vom 28.06.2026: Teenagerin nach Badeunfall zunächst in Lebensgefahr
Laut dem Portal News5 sollen sie dafür ein Stand-up-Paddleboard genutzt haben. Die 15-Jährige wurde mit zu diesem Zeitpunkt als lebensbedrohlich eingestuften Verletzungen, in ein Krankenhaus gebracht. Ihr Zustand sei nun stabil, erklärte der Sprecher. Sie befinde sich nicht mehr in Lebensgefahr.
Ihre ältere Schwester sei leicht verletzt worden und hätte einen Schock erlitten. Auch sie kam in ein Klinikum. Warum die Geschwister in dem Baggersee untergingen und ob sie Nichtschwimmerinnen sind, war zunächst unklar. Die Ermittlungen laufen.