Bamberg: Brand in Wertstoffhof - Feuerwehr schildert Problematik
Autor: Erik Jasper
Bamberg, Freitag, 18. Sept. 2026
In einem Wertstoffhof im Bamberger Hafen ist am Freitag ein Feuer durch brennende Lithium-Ionen-Akkus ausgebrochen. Der Einsatz von 80 Feuerwehrkräften verhinderte Schlimmeres.
Auf dem Gelände eines Wertstoffhofs in der Rheinstraße im Bamberger Hafengebiet ist am frühen Freitagmorgen (18. September 2026) ein Feuer ausgebrochen. Wie ein Sprecher der örtlichen Feuerwehr vor Ort gegenüber der Nachrichtenagentur News5 berichtete, sahen die alarmierten Einsatzkräfte bei ihrer Ankunft am Brandort Flammen, die in einer Lagerhalle loderten und für eine "dichte Rauchentwicklung" sorgten.
Die Feuerwehr verschaffte sich umgehend Zutritt zu der Halle und begann mit den Löscharbeiten. Die Flammen konnten schnell unter Kontrolle gebracht werden.
Großer Feuerwehreinsatz in Bamberger Wertstoffhof
Wie sich herausstellte, waren Lithium-Ionen-Akkus in Brand geraten. Diese E-Akkus, deren breit gefächertes Anwendungsgebiet von Smartphones über E-Roller bis hin zu Elektrobussen reicht, können ein hohes Maß an Energie speichern - sind aber gleichzeitig berüchtigt für ihre Gefahr als Brandherd: "Das Problem bei Lithium-Ionen-Akkus oder allgemein bei Akkus ist, dass diese sich sehr schwer löschen lassen. Die entzünden sich an der Luft selbstständig. Da gibt es chemische Reaktionen, und löschen lassen die sich in der Regel nur mit sehr, sehr viel Wasser, indem man die Temperatur auch herunterkühlt und keinen weiteren Sauerstoff direkt an die Akkus kommen lässt", erläuterte der Sprecher der Feuerwehr.
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Die hier beschriebene Selbstentzündung war laut einem Sprecher der Polizei auch ursächlich für den Brand im Hafengebiet. Auch im Anschluss mussten die Akkus weiterhin kontrolliert und weitere Altlasten und Materialien aus der Halle überprüft, entfernt und in einen Container umgeladen werden.
Nach Angaben des Sprechers der Feuerwehr waren ungefähr 80 Einsatzkräfte an der Einsatzstelle. Verletzte gab es glücklicherweise nicht.