5000 gefälschte Anzeigen: Fränkische Ermittler schlagen in "Hackerville" zu
Autor: Redaktion, Agentur dpa
Râmnicu Vâlcea, Donnerstag, 30. Juli 2026
Die Polizei hat zwei mutmaßliche Betrüger in Rumänien festgenommen. Sie sollen Autokäufer um mehr als 660.000 Euro betrogen haben. Auch fränkische Ermittler waren beteiligt.
Mit gefälschten Fahrzeuginseraten im Internet sollen Kriminelle gutgläubige Autokäufer um mehr als 660.000 Euro gebracht haben. Ermittler der Zentralstelle Cybercrime in Bamberg und von der Kriminalinspektion Coburg konnten inzwischen zwei Verdächtige identifizieren, wie sie mitteilten.
Die 40 und 44 Jahre alten Männer wurden demnach in Rumänien, genauer gesagt in Râmnicu Vâlcea, festgenommen und sitzen inzwischen in Deutschland in Untersuchungshaft.
Betrüger erstellten über 5000 gefälschte Anzeigen auf Internetplattformen
Nach den bisherigen Erkenntnissen verschafften sich die Tatverdächtigen seit September 2025 Zugang zu den Onlineplattformen zahlreicher seriöser Autohändler und veröffentlichten dort mehr als 5000 gefälschte Inserate.
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Zudem fälschten sie den Ermittlungen zufolge Rechnungen, damit die Käufer das Geld nicht auf die Konten der Händler, sondern auf andere Konten in Deutschland und Spanien überweisen. Bei Durchsuchungen in Râmnicu Vâlcea fanden die Ermittler Bargeld und Goldmünzen im Wert von etwa 100.000 Euro.
Râmnicu Vâlcea trägt laut den Ermittlern oft den Spitznamen "Hackerville", weil die rumänische Stadt über Jahre hinweg als Zentrum international agierender Cyberkrimineller und insbesondere des Online-Betrugs bekannt wurde.