Bamberger Michaelsberg: Erntezeit in Gärten beginnt - Sicherheitsdienst vor Ort
Autor: Redaktion
Bamberg, Freitag, 29. Juli 2022
Die Erntezeit der Gärten auf dem Bamberger Michaelsberg hat begonnen. Um Diebstähle zu verhindern, sei ein Sicherheitsdienst vor Ort, erklärt die Stadt.
In den Gärten am Michaelsberg startet heuer bereits die Obsternte für den „Bamberger Stiftsgarten“. Die Bürgerspitalstiftung Bamberg, die Eigentümerin der Klosteranlage St. Michael und der dazugehörigen Streuobstwiesen, ist gemeinnützig tätig. Die Stiftung benötigt jedes Jahr die gesamte Obsternte aus den historischen Streuobstgärten, um die beliebten Produkte herstellen zu können. Wie die Stadt Bamberg berichtet, werden die Früchte zu Apfelsecco, Apfel- und Birnensaft sowie leckeren Likören und Bränden und seit Neuestem auch zu Gelee verarbeitet.
Die Obstbäume lässt die Bürgerspitalstiftung Bamberg seit Jahren durch Mitarbeiter*innen der Lebenshilfe Bamberg e.V. sorgfältig pflegen, schneiden und nun auch wieder abernten. Damit das Obst für die Brände und Liköre den richtigen Reifegrad hat, müssen die Früchte z.B. Kornelkirschen und Mirabellen auch mal länger am Baum hängen bleiben.
Leider kommt es immer wieder vor, dass Unbefugte diese Bäume, auch in großem Umfang, abernten, die Früchte stehlen und sogar die Bäume massiv beschädigen. Aufgrund der wiederholten Diebstähle und des vermehrten Vandalismus innerhalb der Gartenanlagen, wurde wieder ein Sicherheitsdienst mit der Überwachung der Klosteranlage beauftragt. Obstdiebstahl und Sachbeschädigung sind keine Kavaliersdelikte. Dieses Jahr wird verstärkt in den Erntewochen überwacht und jeder Fall wird seitens der Bürgerspitalstiftung Bamberg zur Anzeige gebracht.
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Info
Die historischen Streuobstwiesen erstrecken sich, beginnend vom Benediktinerweg von der Aufseßstraße kommend, über die barocken Terrassengärten und den Reuthersberg sowie rund um die ehemalige Propstei St. Getreu und den Ottobrunnen. Die Gärten der Klosteranlage sind geschützte Landschaftsbestandteile nach dem Bundesnaturschutzgesetz und bedürfen eines besonderen Schutzes. Das Verlassen der Wege ist deswegen dort nicht erlaubt.
Die Stadt bittet daher die Besucherinnen und Besucher der Klosteranlage mitzuhelfen, die dortigen Pflanzen und Bäume zu schützen und auf den Wegen zu bleiben.