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Bamberger Bierothek gerettet: Neue Betreiber haben große Pläne


Autor: Alexander Milesevic, Ralf Welz

Bamberg, Mittwoch, 09. Sept. 2026

Aufatmen nach der Insolvenz: Die Bamberger Bierothek hat eine Zukunft. Die neuen Betreiber der Bierhandelsplattform haben große Pläne.
Der Laden der Bierothek in Bamberg. Die zuletzt vier Filialen der Bierothek waren von der Insolvenz nicht betroffen.


Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten hat die Bierothek mit Sitz in Bamberg im vergangenen Frühjahr Insolvenz angemeldet. Betroffen war die Bierhandelsplattform des Unternehmens. Nach monatelangen Verhandlungen steht nun fest: Der Onlineshop konnte gerettet werden. Neuer Betreiber der digitalen Plattform ist künftig die Bamberger BCT – Beverage Commerce Technologies GmbH. Das Unternehmen übernimmt den Onlineshop der Bierothek, über den nationale und internationale Bierspezialitäten angeboten werden.

Nach eigenen Angaben erwarb die BCT im Rahmen des Insolvenzverfahrens der Bierothek-Unternehmensgruppe die dafür notwendige Technologie sowie die Markenrechte. Die Plattform soll den europaweiten Onlinehandel mit Getränken erleichtern. Ihr Kern sei die "Excise Duty Platform", teilte BCT mit. Sie soll den Verkauf alkoholischer Getränke über Ländergrenzen hinweg rechtssicher ermöglichen. Hinzu kommen ein weiterer Onlineshop sowie ein Marktplatz, über den Hersteller ihre Produkte einstellen und direkt an Kunden in Europa verkaufen. Welche Biere sich in Franken besonders großer Beliebtheit erfreuen, zeigt indessen unser Leser-Ranking.

Nach Bierothek-Insolvenz: Bamberger Unternehmen übernimmt Onlineshop

BCT will künftig jedoch nicht nur Bier anbieten. Geplant sei auch der Vertrieb von alkoholfreien und anderen alkoholischen Getränken, hieß es. Dafür werde die Schwestermarke "Drinkothek" aufgebaut. Sie soll als eigene Marke in den nächsten Monaten als neue Online-Plattform an den Start gehen. Das Unternehmen führen Christian Klemenz, Stefan Kafara und Leon Struchholz. Die drei arbeiteten bereits in leitenden Positionen der Bierothek-Unternehmensgruppe zusammen, erklärte BCT. Wie Klemenz dem Fränkischen Tag sagte, sollen auch einige der 19 Mitarbeiter übernommen werden (Plus).

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Das Amtsgericht Bamberg hatte am 13. April 2026 die vorläufige Insolvenzverwaltung  für die Bierhandelsplattform der Bierothek angeordnet. Als Grund für die Insolvenz nannte die Geschäftsführung "Liquiditätsschwierigkeiten infolge von Umsatzrückgängen sowie notwendige Anpassungen im Geschäftsmodell".

Die vier stationären Filialen in Bamberg, Nürnberg, München und Stuttgart waren davon jedoch nicht betroffen. Nach Angaben von Christian Klemenz hat die Stuttgarter Filiale ihren Betrieb zuletzt gleichwohl aus internen Gründen eingestellt. Die Räume des ehemaligen Bierothek-Ladens in Fürth wurden  umgestaltet und neu wiederbelebt.

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