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Bamberg: Tourismusdirektor beklagt bei Bilanz die Lage - "haben sehr zu kämpfen"


Autor: Redaktion

Bamberg, Freitag, 11. Februar 2022

In Bamberg lagen die Übernachtungszahlen 2019 in Stadt und Landkreis deutlich unter dem Vorkrisenniveau. Tourismusdirektor Heger betont, dass viele Partner "nach wie vor sehr zu kämpfen haben".
In Bamberg liegt die Zahl der Stadtführungen noch immer bei unter einem Drittel der früheren Werte.


Aktuell gilt der Städtetourismus weiterhin als der große Verlierer in Coronazeiten, erklärt die Stadt Bamberg.

Nun liegen für Bamberg die Zahlen für das Jahr 2021 vor. Eine leichte Erholung können sowohl Bamberg als auch das Bamberger Land vermelden:

  • Stadt Bamberg: +4,7 Prozent bei 462.099 Übernachtungen
  • Landkreis Bamberg: +5,7 Prozent bei 276.649 Übernachtungen

Damit blieben sowohl Stadt als auch Landkreis Bamberg 37 beziehungsweise 33 Prozent hinter dem letzten Vor-Corona-Jahr 2019 zurück.

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Trotz leichter Zuwächse im Jahr 2021 seien die Verluste gegenüber 2019 in allen Geschäftszweigen des BAMBERG Tourismus & Kongress Service (TKS) nach wie vor "dramatisch", wie dieser nun in seinem Jahresbericht 2021 veröffentlicht hat.

Stadtführungen zum Beispiel lägen weiterhin unter einem Drittel des 2019er Wertes, der entsprechende Umsatz liege noch niedriger. Die diversen Schutzmaßnahmen und die verringerte Gruppengröße bestimmten letztlich die Nachfrage und drückten auf die Gewinnmarge, heißt es. Das Gruppensegment insgesamt liege auch im Jahre 2021 weiterhin bei nur einem Fünftel des Umsatzvolumens von 2019.

Tourismusdirektor Michael Heger: "Die Online-Buchbarkeit, immer wieder angepasste Angebote - je nach gültiger Corona-Regelung - und eine großzügige Kulanz bei anfallenden Stornierungswünschen der nach wie vor von großer Unsicherheit geprägten Kundschaft waren 2021 die wesentlichen Faktoren für das touristische Geschehen."

Die eigentliche Saison sei im Jahr 2021 durch den kompletten Lockdown bis Mitte Mai und den abrupten Abbruch der Nachfrage ab Mitte Oktober extrem kurz gewesen. "Viele unserer Partner haben dadurch nach wie vor sehr zu kämpfen, diese Verluste zu verkraften."

Aktuell wirft der Tourismus Service den Blick aber nach vorne und sei vorsichtig optimistisch. Tourismusreferentin Ulrike Siebenhaar: "Wenn die Kultur dieses Jahr wieder uneingeschränkt aufmachen kann, feiern wir heuer nicht nur das ETA-Hoffmann Jubiläum mit vielen Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerten und Stadtführungen, sondern können auch mit unseren Museen, dem Kunstangebot und vielen kulturellen Veranstaltungen wieder punkten und gezielt ein kulturaffines Publikum ansprechen."