Bamberg stellt Beleuchtung von Wahrzeichen ein - folgende Orte bleiben dunkel
Autor: Redaktion
Bamberg, Freitag, 15. Juli 2022
Bamberg zieht Konsequenzen aus der Energiekrise. Die Stadt kündigt "mit sofortiger Wirkung" die Abschaltung der Beleuchtung verschiedener Wahrzeichen an. Eine neue Arbeitsgruppe will auch Maßnahmen für Bürger erarbeiten.
Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke hat eine Arbeitsgruppe "Energiekrise" eingerichtet, teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit. Als erste Sofortmaßnahme wurde die Abschaltung der Beleuchtung an öffentlichen Gebäuden und Bamberger Wahrzeichen organisiert. Auch andere Themen werden vorbereitet.
Mit der Arbeitsgruppe will sich die Stadt Bamberg bestmöglich auf lokale Auswirkungen einer aktuell diskutierten Energiekrise einstellen. "Wir haben in den vergangenen Jahren unsere Hausaufgaben gemacht und uns in der Stadt schon in vielen Bereichen energieeffizient aufgestellt. Jetzt gilt es, weitere sinnvolle Maßnahmen zu ergreifen, damit wir uns optimal auf den Herbst und Winter vorbereiten", betont Starke.
Altenburg, Rathaus, Kettenbrücke - Bamberg fährt Energieverbrauch runter
In einer ersten Sitzung am Freitag (8. Juli 2022) wurden schon Themenfelder identifiziert, mit denen sich die Arbeitsgruppe in den nächsten Wochen und Monaten beschäftigen wird. Energiesparen bei Strom und Gas hat oberste Priorität, deshalb wurde als erste Maßnahme beschlossen, dass die Beleuchtung an zahlreichen Gebäuden, Skulpturen und Brücken mit sofortiger Wirkung abgeschaltet wird.
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Unter anderem werden das Rathaus Maxplatz, das Alte Rathaus sowie die Konzert- und Kongresshalle ab Freitag nicht mehr beleuchtet. Außerdem werden die Effektlichter an der Luitpoldbrücke sowie der Löwenbrücke abgeschaltet. Die Kettenbrücke wird ab der kommenden Woche nicht mehr angeleuchtet.
Nach Absprache mit dem Vorsitzenden des Altenburgvereins, Werner Hipelius, wird auch die Altenburg ab Freitag nicht mehr angestrahlt. Die Erzdiözese Bamberg beteiligt sich ebenfalls an der Aktion: Oberbürgermeister Starke und Domdekan Hubert Schiepek haben vereinbart, dass der Dom ab sofort nicht mehr beleuchtet wird. "Wir setzen damit gemeinsam ein deutliches Zeichen, dass in allen Bereichen Energie gespart werden muss", betont Starke.
Arbeitsgruppe "Energiekrise" soll weitere Maßnahmen für Bürger*innen erarbeiten
Darüber hinaus prüft die Verwaltung deshalb auch die Stärkung von Home-Office-Arbeitsplätzen für die Mitarbeiter*innen der Stadt und eine Absenkung der Temperatur in den Büroräumen im Herbst und Winter.
Die Arbeitsgruppe befasst sich ganz konkret mit verschiedenen Szenarien, die aufgrund möglicher Einschränkungen der Gaslieferungen aus Russland entstehen könnten. Wie werden sich diese Szenarien auf die Stadt Bamberg und ihre Bürger*innen auswirken? Welche Herausforderungen sind in diesem Zusammenhang für die Verwaltung zu erwarten? Welche Schritte können bereits präventiv eingeleitet werden, um die Folgen abzumildern? Welche Sofortmaßnahmen müssen sein?