Bamberg: Seenotrettung "unverhandelbar" - Demonstrationszug durch Innenstadt
Autor: Redaktion
Bamberg, Montag, 09. August 2021
In Bamberg ist am Samstag (07.08.2021) ein Demonstrationszug durch die Innenstadt gelaufen. Die Protestierenden forderten ein "europäisches Seenotrettungsprogramm" und kritisierten die Lage von Geflüchteten in Libyen.
Demo in der Innenstadt Bamberg - Protestierende fordern "sichere und legale Fluchtwege": Am Samstag (07.08.2021) hat in der Bamberger Innenstadt eine Demonstration unter dem Motto "Seenotrettung ist unverhandelbar" stattgefunden. Deutschlandweit haben nach Angaben der Veranstaltenden an diesem Tag mehrere Tausend Menschen in 15 Städten bundesweit an der Aktion teilgenommen.
Dazu aufgerufen hatte ein Bündnis aus verschiedenen Nichtregierungsorganisationen und Gruppen der Geflüchtetenhilfe, darunter Amnesty International und Ärzte ohne Grenzen. Die Gruppe in Bamberg begann mit der Demonstration zur Mittagszeit am Vorplatz des Bahnhofs und zog unter anderem über den Heumarkt.
Bei Demo: Seebrücke Bamberg spricht von Vereinnahmungsversuchen durch "Querdenker"
Laut einem Facebook-Post der Organisationsgruppe in Bamberg habe es Versuche von "Coronaleugner*innen" und "Querdenker*innen" gegeben, "unsere Demo für ihre Zwecke" zu "vereinnahmen". Davon wolle man sich jedoch "nicht unterkriegen lassen".
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Die Demonstrierenden forderten auf Plakaten unter anderem, "alle Lager" zu evakuieren und "sichere Fluchtwege" zu schaffen. Alleine in diesem Jahr seien bereits über 1100 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Unter anderem ging es bei dem Aktionstag darum, die Seenotrettungen auf den Booten "Sea-Watch 3" und "Ocean Viking" zu unterstützen.
"Die europäischen Staaten müssen endlich die Festsetzung der zivilen Seenotrettungsschiffe beenden und ein europäisches Seenotrettungsprogramm etablieren", erklärte Mariella Hettich von der Organisation "Seebrücke" in einer bundesweiten Pressemitteilung. Erst am Sonntag wurde es der "Ocean Viking" mit 550 Personen an Bord erlaubt, nach tagelangem Warten im sizilianischen Hafen Trapani anzulegen. Der Landkreis Bamberg hatte sich Ende Juli hinter die Initiative "Seebrücke" gestellt - und sich gegen den Willen der AfD - mit breiter Mehrheit im Kreistag zum "Sicheren Hafen" erklärt. (FT+)
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