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Bamberg: Requiem für den verstorbenen Priester Anton Otte - Trauermesse im Dom abgehalten


Autor: Redaktion

Bamberg, Freitag, 07. Januar 2022

Um den kürzlich verstorbenen Priester Anton Otte zu würdigen, wurde im Bamberger Dom am heutigen Freitag (7. Januar) ein Requiem für ihn abgehalten. Otte setzte sich für die Aussöhnung zwischen Deutschen und Tschechen ein.
Requiem für Anton Otte am 7.1.2022 im Bamberger Dom mit Erzbischof Ludwig Schick, Kardinal Dominik Duka und Bischof Tomas Holub.


Mit einem Requiem im Bamberger Dom ist der jahrzehntelange Einsatz des verstorbenen Priesters Anton Otte für die deutsch-tschechische Aussöhnung gewürdigt worden. Die Trauermesse mit Ehrengästen am Freitag zelebrierte Kardinal Dominik Duka aus Prag, die Predigt hielt der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Im Anschluss fand die Beisetzung auf dem Bamberger Friedhof statt. Otte war am 28. Dezember im Alter von 82 Jahren in Scheßlitz gestorben, wie das Erzbischöfliche Ordinariat Bamberg berichtet.

„Anton Otte hat sich sein ganzes Leben für die deutsch-tschechische Versöhnung eingesetzt, und dabei ist ihm Hervorragendes gelungen“, so Erzbischof Schick.

Kardinal Duka, der mit dem Bischof von Pilsen, Tomás Holub  gekommen war, sagte laut Mitteilung zu Beginn des Gottesdienstes: „Monsignore Anton Otte hatte ein großzügiges Herz, das nach Versöhnung suchte und nach der Möglichkeit, anderen zu helfen.“ Er sei nicht aufgefallen durch körperliche Größe oder kräftige Statur, sondern durch die "Größe seines Geistes" und seinen Mut. „Ich bin überzeugt, dass er einen Teil der Geschichte der Versöhnung und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik geschrieben hat“, so der Kardinal von Prag.

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"Anton Otte wurde am 15. August 1939 im schlesischen Weidenau geboren und verließ 1960 mit seiner Familie als Spätaussiedler seine Heimat, nachdem sein Vater dort hingerichtet worden war. 1967 wurde er zum Priester des Erzbistums Bamberg geweiht. Nach der Kaplanszeit in Ebermannstadt war er viele Jahre in der Gefangenenseelsorge unter anderen in den Justizvollzugsanstalten Bayreuth und Nürnberg sowie als Religionslehrer tätig. Bereits 1977 wurde er Geistlicher Beirat der Ackermann-Gemeinde Bamberg, die sich der Aussöhnung zwischen Deutschen, Tschechen und Slowaken widmet. Ab 1991 baute er im Auftrag der Ackermann-Gemeinde in Prag eine deutschsprachige katholische Gemeinde auf. Er wurde unter anderem ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Bayerischen Verdienstorden und zum Ehrendomherrn des Königlichen Kollegiatskapitels Sankt Peter und Paul in Prag ernannt, von 2011 bis 2014 war er Propst des zweitwichtigsten Kanonikerkapitels in Böhmen", so das Erzbistum.