Bamberg: "Mitte.Bamberg.2025" gestartet - über 60 Bürger brachten ihre Ideen ein
Autor: Redaktion
Bamberg, Freitag, 31. März 2023
Das Projekt "Mitte.Bamberg.2025" ist gestartet. Über 60 Bamberger Bürger brachten ihre Ideen zur Aufwertung der Innenstadt ein.
Die Transformation der Innenstädte ist in vollem Gange: Digitalisierung, verändertes Konsumverhalten und Klimawandel stellen große Herausforderungen dar. „Unser Ziel ist es, dass sich die Bamberger Innenstadt zu einem attraktiven Lebens- und Erlebnisraum für alle entwickelt“, sagt Oberbürgermeister Andreas Starke. Wie die Stadt Bamberg berichtet, ist dazu ihre Wirtschaftsförderung aktiv geworden und hat sich mit dem Projekt „Mitte.Bamberg.2025“ für das Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ (ZIZ) beworben. „Uns ist es gelungen, Fördermittel in Höhe von knapp einer halben Million Euro nach Bamberg zu holen“, betont Wirtschaftsreferent Dr. Stefan Goller. Davon stehen insgesamt 150.000 Euro im so genannten Innenstadtfonds für 2023 und 2024 zu Verfügung, um die Ideen von Bürgerinnen und Bürgern zur Aufwertung der Bamberger Innenstadt finanziell zu unterstützen. Starke betonte in seiner Rede, dass „es wichtig ist, die Akteure zu berücksichtigen, um das Programm effizient zu nutzen.
„Das Projekt ,Mitte.Bamberg.2025‘ ist eine große Chance für Bambergs Innenstadt“ , erklärt OB Starke. Der jetzt erfolgte Start des Innenstadtfonds mit gut 60 Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden und Eigentümer*innen im Spiegelsaal der Harmonie markiert einen wichtigen Baustein des Projekts: Der Fonds bietet der Stadtgesellschaft die Möglichkeit, sich aktiv mit konkreten Maßnahmen einzubringen. Für jede Maßnahme stehen maximal 10.000 Euro zur Verfügung. Beispiele für „Mitmachmaßnahmen“ sind: Leerstände für Pop-Up-Konzepte nutzen oder die Stärkung von kleinen individuellen Veranstaltungen und Märkten in der Innenstadt.
„Innenstadtentwicklung ist eine Gemeinschaftsaufgabe, uns ist es wichtig, alle Akteurinnen und Akteure von Anfang an mit ins Boot zu nehmen“, betont Wirtschaftsreferent Dr. Goller. Bereits das Konzeptpapier „Mitte.Bamberg.2025 – Ansätze für eine zukunftsfähige Innenstadtentwicklung“ wurde auf Grundlage von vielen Gesprächen mit Innenstadtakteur*innen und vorhandenen Konzeptionen erarbeitet. Das im Auftrag der Stadt Bamberg von der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung mbH (GMA) erstellte Papier dient als Basis des Projekts. Es enthält einen vielfältigen Maßnahmenkatalog, der sich neben den „Mitmachmaßnahmen“ aus dem Innenstadtfonds auch aus „städtischen Hausaufgaben“ zusammensetzt, die die Schaffung von nicht-kommerziellen Aufenthaltsräumen und digitalen Infotafeln umfasst.
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Ziele des Projekts im Blick
Die „Mitmachmaßnahmen“ aus dem Innenstadtfonds müssen zu mindestens einem Ziel von Bamberg.Mitte.2025 passen: Das heißt, sie sollen eine vielfältige und qualitative Frequenz erreichen, Besucher*innen für die Innenstadt anlocken, den Einzelhandel als Attraktivitätsfaktor sichern, konsumfreie und erlebnisorientierte Räume schaffen, ein lebendiges Stadtbild kommunizieren oder die Identifikation mit der Innenstadt stärken. Baulich-investive Maßnahmen können dabei nicht finanziert werden.
Die Antragsfrist für den Innenstadtfonds 2023 läuft vom 30. März 2023 bis zum 1. Mai 2023. Im April und Mai werden die Maßnahmen geprüft. Welche Maßnahmen umgesetzt werden sollen, entscheidet im Mai ein lokales Gremium. Dieses besteht aus verschiedenen Akteur*innen der Innenstadt und Vertreter*innen des Stadtrates Bamberg. Die Maßnahmen selbst müssen dann bis zum Ende des Jahres 2023 umgesetzt sein.
Dialog Innenstadt elementarer Baustein
Ein weiterer zentraler Baustein von „Mitte.Bamberg.2025“ ist der „Dialog Innenstadt“, der als „Vernetzungdrehscheibe“ wirken soll. Verwaltung, Politik sowie Händler*innen, Gastronom*innen, Bürgervereine, etc. sollen stets über die Ideen informiert sein und auf Augenhöhe miteinander kommunizieren. „So können Transparenz und bessere Koordinierung aller Belange der Innenstadt geschaffen werden“, betont Ruth Vollmar, Leiterin der Wirtschaftsförderung.