Bamberg eröffnet Tag des offenen Denkmals 2026 bundesweit
Autor: Redaktion
Bamberg, Montag, 19. Januar 2026
Die zentrale Eröffnungsfeier des Tags des offenen Denkmals findet 2026 in Bamberg statt. Die UNESCO-Welterbestadt lädt im September zu einem vielfältigen Programm ein.
Die bundesweit zentrale Eröffnungsfeier des Tags des offenen Denkmals findet in diesem Jahr am 13. September auf dem Maximiliansplatz in Bamberg statt. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) gibt als bundesweite Koordinatorin des größten Kulturevents Deutschlands die Entscheidung beim Pressetermin im Bamberger Brückenrathaus bekannt. Geras Oberbürgermeister Kurt Dannenberg überreicht den Staffelstab aus Gera, Eröffnungsstadt 2025, persönlich an Andreas Starke, den Oberbürgermeister der fränkischen UNESCO-Welterbestadt.
Damit wird die Eröffnung des Tags des offenen Denkmals erstmals seit zehn Jahren wieder in Bayern gefeiert. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz bringt zahlreiche Angebote für Denkmalfreunde mit, darunter einen interaktiven Markt der Möglichkeiten mit Akteuren der Denkmalpflege sowie ein vielseitiges Bühnenprogramm mit hochkarätigen Gästen.
Charakteristisch für die Eröffnungsstadt des bundesweiten Events sind auch die sogenannten Schaubaustellen der DSD, bei denen Besucherinnen und Besucher aktiven Denkmalschutz an ausgewählten Förderobjekten der Stiftung erleben dürfen. Punktuelle Förderungen solcher Maßnahmen durch die DSD im Rahmen der Eröffnung sind als Kompliment für das öffentliche und private Engagement der Einwohnerinnen und Einwohner zu verstehen.
Ikonische Denkmale wie der Bamberger Dom, das Brückenrathaus oder die Alte Hofhaltung stehen exemplarisch für die Vielfalt erhaltenswerter Bauwerke in Bamberg. Die Bamberger Altstadt wurde 1993 aufgrund ihrer außergewöhnlichen historischen Stadtlandschaft auf die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen und zählt zu den größten Flächendenkmalen Deutschlands. Das über 1.000-jährige Bamberg ist ein hervorragend erhaltenes Beispiel für eine auf frühmittelalterlicher Grundstruktur entwickelte mitteleuropäische Stadt.
Am Tag des offenen Denkmals erhalten Interessierte die einzigartige Möglichkeit, sonst nicht zugängliche Orte und Altbekanntes mit neuem Blick zu entdecken. Unter dem bundesweiten Motto "NetzWERKE: Denkmale und Infrastruktur" werden auch in Bamberg viele Denkmale ihre Pforten öffnen und Initiativen ihre Arbeit vorstellen. Als Gastgeber der bundesweiten Eröffnung des Tags des offenen Denkmals ist Bamberg ein positives Beispiel aktiver Denkmalpflege: Mit der 2003 gegründeten Stiftung Weltkulturerbe Bamberg unterstützt die Stadt private Eigentümer und Kulturprojekte nachhaltig.
Wissenschaftliche Exzellenz bietet seit 2012 der eigenständige Lehrstuhl für Denkmalpflege an der Universität Bamberg, ergänzt durch das Kompetenzzentrum für Denkmalwissenschaften und Denkmalpflege (KDWT). "Mit unserer reichen Denkmallandschaft, der hohen Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie der langjährigen Erfahrung in der Vermittlung von Baukultur bietet Bamberg ideale Voraussetzungen für die bundesweite Eröffnungsveranstaltung. Wir sind stolz, hier Gastgeber sein zu dürfen, und freuen uns auf viele Besucherinnen und Besucher am 13. September 2026", betont Oberbürgermeister Andreas Starke.
Ein besonderer Höhepunkt für dieses Jahr: Gleich zwei Denkmäler europäischen Ranges – die ehemalige Abteikirche St. Michael und das Schloss Geyerswörth – werden nach umfassenden Generalsanierungen wiedereröffnet. Die Abteikirche und andere Bereiche der ehemaligen Klosteranlage werden am Tag des offenen Denkmals präsentiert. Für das geplante Stadtprogramm werden weitere Denkmalengagierte gesucht. Wer im Besitz eines Denkmals ist oder sich in Bamberg oder Umgebung für Denkmale engagiert, ist aufgerufen, sich am diesjährigen Tag des offenen Denkmals zu beteiligen und die entsprechenden Bauten einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Anmeldung erfolgt über den Service-Bereich der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.