Bamberg: Biotonnen deutlich seltener falsch befüllt - Stadt zieht nächste Bilanz
Autor: Redaktion
Bamberg, Mittwoch, 09. Februar 2022
Mitte November führte die Stadt Bamberg eine Biotonnenkontrolle ein. Nun zeige sich, dass diese Maßnahme offenbar wirkt, denn die Qualität des Biomülls habe sich verbessert.
Die Mitte November 2021 durch die Bamberger Service Betriebe - Abteilung Entsorgung - begonnene Initiative für eine bessere Qualität der erfassten Bioabfälle zeigt offenbar erste Erfolge: In der zweiten Woche nach Start der Maßnahme habe sich die Zahl der falsch befüllten Biotonnen deutlich verringert. In der ersten Woche seien pro Leerungstag noch rund 6,2 Prozent der rund 3000 Biomülltonnen, die im Schnitt pro Tag geleert werden, stehengeblieben, in der der zweiten Woche seien es dann nur noch 4,9 Prozent gewesen. "Dieser Wert verbesserte sich in den Januarwochen kontinuierlich: Wurden am 15.11.2021 von 3600 Biomülltonnen noch 200 beanstandet, so waren es auf derselben Abfahrtstour am 10.01.22 nur noch 125", wie die Stadt Bamberg mitteilt.
Auch vom Betreiber der Kompostanlage gebe es erste positive Rückmeldungen. Die Qualität des angelieferten Biomülls habe sich erheblich verbessert, wodurch mit einer wesentlich besseren Qualität des daraus hergestellten Kompostes zu rechnen sei.
"Der erste Erfahrungsbericht, zeigt, dass wir mit der Maßnahme, nur die Biomülltonnen zu leeren, die keine Schadstoffe enthalten, einen richtigen Weg beschritten haben", so Bürgermeister und Klimareferent Jonas Glüsenkamp (Grüne) in seinem Bericht im Mobilitätssenat am gestrigen Dienstag. Zwar gebe es immer noch "Ausreißer", aber dies seien in erster Linie Biomülltonnen aus Mehrparteienhäusern. "Hier werden wir nachjustieren und die Anwohner nochmals mittels Informationsmaterial in deutscher in Fremdsprachen zur ordnungsmäßigen Sammlung von Biomüll informieren", so Glüsenkamp weiter.
Biotonnen, welche offensichtlich mit Störstoffen verunreinigt sind, werden seit November 2021 bei der Sammlung stehen gelassen. Die betroffenen Liegenschaftseigentümer finden eine rot-weiße Infokarte auf ihrer nicht entleerten Biotonne. Sie haben dann die Möglichkeit, den Müll nachzusortieren und die Biomülltonnen in der darauffolgenden Woche zur Leerung bereitzustellen. Oder sie können eine kostenpflichtige Sonderleerung als Restmüll beantragen.
Das darf in die Biotonne
Küchenabfälle:
· Obst- und Gemüseabfälle (auch Schalen von Zitrusfrüchten)
· Speisereste aus Haushalten