"Stilbruch" Bamberg erfreut über Corona-Lockerungen: Nachdem in Bayern bereits ab Mittwoch (09. Februar 2022) die Sperrstunde fällt, steht der Inhaber der Gaststätte "Stilbruch", Stefan Meyer-Brandis, dem Vorhaben positiv gegenüber: "Ich freue mich, dass ich nicht mehr abhängig bin", sagt er im Gespräch mit inFranken.de

Mit Abhängigkeit meint der Gastronom, dass er ohne Hilfen aktuell eigentlich nicht überleben könne. "Bis 10 Uhr kann ich den Betrieb nicht wirtschaftlich aufstellen, das ist zu wenig Zeit." Er habe die gleichen Kosten, könne aber nicht ausreichend Umsatz generieren. Mit dem Ende der Sperrstunde für die Gastronomie in Bayern versetze ihn das in die Lage, endlich wieder selbstständig wirtschaften zu können - "endlich wieder selbstständig überleben zu können. Das ist ein schönes Gefühl."

Gaststätte Stilbruch in Bamberg: Betreiber befürwortet weiterhin 2G-Regel 

Während Söder neben Lockerungen bei körpernahen Dienstleistungen und Sportveranstaltungen auch die Aufhebung der Sperrstunde in der Gastronomie angekündigt hat, soll die 2G-Regelung in der Gastronomie vorerst weiterhin bestehen bleiben. "Das ist ok", sagt Meyer-Brandis. "Wir befinden uns in einer Pandemie-Situation, mit der man umgehen muss. Es wird sowieso schon schwierig - man ist ja weiterhin dafür verantwortlich, dass die Leute Abstand halten und Maske tragen." 

Umsatzeinbußen durch die 2G-Regel befürchtet der Gastronom nicht direkt: "Es ist ja ein Naturgesetz im Moment: Natürlich kommen mehr Leute ohne Pandemie als mit, das ist klar. Aber ich kann mit der 2G-Regel überleben, wenn alle anderen auch 2G haben." Er könne mehr verdienen, gäbe es sie nicht - "aber ich kann mit der Regelung gut leben", sagt der Stilbruch-Inhaber. 

Die Reaktionen zu den geplanten Lockerungen und dem Wegfallen der Sperrstunde seien auch bei der Kundschaft sehr gut ausgefallen: "Ich gehe davon aus, dass das alle begrüßen - bis jetzt waren die Reaktionen durchweg positiv. 'Endlich fällt das weg', 'Endlich darf man wieder länger' - so sieht die Stimmung derzeit aus." Doch nicht nur die Gäste, auch der Gastronom des Stilbruchs in Bamberg freut sich über die Aussichten für die nächste Zeit.