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Bamberg: Beratungsstelle und neuer offener Raum - "Immer Hin" soll zu "Haus der Jugend" werden


Autor: Redaktion

Bamberg, Donnerstag, 27. April 2023

Der Bamberger Jugendkulturtreff "Immer Hin" soll zu einem "Haus der Jugend" mit einer Berufsberatungsstelle und einem neuen offenen Raum für Jugendarbeit werden.


Wie das Erzbischöfliche Ordinariat Bamberg mitteilt, soll der Jugendkulturtreff "Immer Hin" in der Bamberger Dr.-von-Schmitt-Straße zu einem „Haus der Jugend“ werden. Der Betrieb des Offenen Jugendtreffs in Trägerschaft des Jugendamts der Erzdiözese Bamberg wird zum 31. Juli 2023 eingestellt. Als Grund dafür nennt Diözesanjugendpfarrer Gerd-Richard Neumeier die in den vergangenen Jahren stark gesunkenen Besucherzahlen und die zugleich entstandenen hohen finanziellen Defizite.

Neumeier betont, dass es sich nicht um die Schließung einer Einrichtung handelt, sondern eine Umwidmung. In dem Gebäude soll künftig die Beratungsstelle Dynamo eine Anlaufstelle für junge Menschen zur Berufsorientierung sein. Sie wird sich damit unter einem Dach mit der Fachstelle für katholische Kinder- und Jugendarbeit befinden. Es besteht zudem die Bereitschaft, die bisherige Kleinkunstbühne im Bereich des Jugendcafés auch künftig für kulturelle Veranstaltungen sowie für offene Veranstaltungen und Projekte der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Damit soll auch ein neuer offener Raum für zukunftsorientierte Jugendarbeit ermöglicht werden.

Das "Immer Hin" wurde bereits vor der Corona-Pandemie immer weniger von Jugendlichen besucht. Dadurch entstanden hohe finanzielle Defizite, die in den vergangenen Jahren vom Erzbistum ausgeglichen werden mussten. Aus diesen Gründen hat sich die Ordinariatskonferenz, das höchste Entscheidungsgremium im Erzbistum, gegen einen Weiterbetrieb als Jugendkulturtreff entschieden.

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Die Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Beschluss der Bistumsleitung aus dem Jahr 2021, bei sinkenden Katholikenzahlen mit weniger Personal und rückläufigen Kirchensteuereinnahmen die Handlungsfähigkeit der Kirche zu erhalten. Mit der Reduzierung des Haushalts um 20 Millionen Euro bis zum Jahr 2025 soll die pastorale Arbeit für die Zukunft gesichert werden. Dazu wird auch ein Gebäudekonzept für alle Dienstsitze, Versammlungsflächen und Kindertagesstätten erstellt. So sollen auch Gebäude und Büroflächen effektiver genutzt werden.