Druckartikel: Bamberg: Amphibienraum statt Asphaltwüste - Bürgermeister lobt Zusammenarbeit mit Brose

Bamberg: Amphibienraum statt Asphaltwüste - Bürgermeister lobt Zusammenarbeit mit Brose


Autor: Redaktion

Bamberg, Mittwoch, 09. März 2022

"Gemeinsam mit Brose ist uns ein Vorzeigeprojekt gelungen", so Bambergs Oberbürgermeister Starke (SPD) zu den Veränderungen des Geländes an der Breitenau. Denn statt Asphalt bleibe der Lebensraum seltener Amphibien erhalten.


Zwischen dem Sonderlandeplatz Breitenau und dem Gelände der Firma Brose sei in den vergangenen Monaten viel passiert: "Vorhandene Strukturen aus der früheren militärischen Nutzung des Sonderlandeplatzes wurden beseitigt. Stattdessen schlängelt sich jetzt ein über 500 Meter langer Bach durch das Gelände", wie die Stadt Bamberg berichtet. Der Seebach sei zuvor noch in großen Abschnitten in Rohren unter der Erde verborgen gewesen. "Gemeinsam mit Brose ist uns ein Vorzeigeprojekt gelungen", wird OB Starke (SPD) selbstbewusst zitiert.

Die Stadt Bamberg unterstütze die von der Firma Brose verfolgten Ausbau- und Erweiterungsabsichten für den Standort Bamberg durch begleitende Infrastrukturmaßnahmen. Dabei seien aufgrund der einhergehenden Anforderungen an eine leistungsfähige Anbindung an das bestehende Verkehrsnetz "Verbesserungsmaßnahmen im Bereich der Memmelsdorfer Straße und der Zeppelinstraße" erforderlich.

"Im Rahmen dieser Maßnahmen erfolgte auch die Verlegung und Renaturierung des bislang noch in großen Abschnitten verrohrten Seebaches. Durch die damit verbundene Schaffung eines offenen Bachlaufes zwischen Firmengrundstück und Sonderlandeplatz wird insgesamt eine erhebliche Verbesserung und naturschutzfachliche Aufwertung der Situation erreicht", heißt es zur Erklärung. 

Die Maßnahme sei im Auftrag der Bamberger Service Betriebe (BSB), Abteilung Entwässerung, geplant und vom Klima- und Umweltamt der Stadt Bamberg begleitet worden. "Neben dem Schutz des wertvollen Sandmagerrasens geht es hier auch um die Erhaltung des Lebensraumes seltener Amphibien oder auch des inzwischen bedrohten Neunstachligen Stichlings", so die Stadt. 

Video:




Im Rahmen der Umsetzung seien die dort stehenden alten Gebäude abgerissen und die versiegelten Shelter- und Verkehrsflächen entfernt worden. "Insgesamt wurde dabei eine (ohne die Gebäude) Fläche von rund 7.800 Quadratmetern entsiegelt und nach den Vorgaben des Bodenschutz-, Wasser- und Naturschutzrechtes versickerungsfähig gestaltet", heißt es.