250. Jahre E. T. A. Hoffmann: Stadt mit Ankündigung für Haus in Bamberg
Autor: Julia Gebhardt
Bamberg, Mittwoch, 04. Februar 2026
E.T.A. Hoffmann lebte fünf Jahre in Bamberg und hinterließ viele Spuren in der Stadt. Veranstaltungen, Ausstellungen und Lesungen erinnern zum 250. Geburtstag an den berühmten Künstler der Romantik.
Zu den bekanntesten Persönlichkeiten, die in Bamberg gelebt haben, zählt E.T.A Hoffmann. Am 24. Januar 2026 wäre der Komonist, Zeichner und Schrifsteller 250 Jahre alt geworden. Wer bei einem Stadtrundgang durch Bamberg die Augen offen hält, kann viele Anspielungen auf den Künstler und dessen Werke erkennen: Beispielsweise gibt es in der Altstadt ein Café , dessen Name mutmaßlich nach einer seiner literarischen Figuren benannt ist - dem Kater Murr. Oder das ETA Hoffmann Theater, sowie das ETA Hoffmann Gymnasium.
In der idyllischen fränkischen Stadt suchte Hoffmann nach künstlerischer Freiheit und persönlichem Neuanfang, während er mit den Herausforderungen des Alltags und seinen inneren Dämonen kämpfte. Bamberg wurde zum Schauplatz seiner literarischen und musikalischen Experimente – und prägte den Weg für einige seiner bedeutendsten Geschichten.
Sanierung von E.T.A.-Hoffmann-Haus startet 2026 - für über vier Millionen Euro
Vor allem das schmale Haus am Schillerplatz 26 ist ein authentischer Erinnerungsort: E.T.A. Hoffmann und seine Frau Thekla Michalina, genannt Mischa, lebten hier während der Bamberger Jahre von 1809 bis 1813. Seit Jahrzehnten wurde das Gebäude museal genutzt – betreut von der E.T.A.-Hoffmann-Gesellschaft und zuletzt von der Stadt Bamberg. Nun kommt Bewegung in das historische Gemäuer: Mit frisch bewilligten Fördergeldern werde eine "umfassende Sanierung" sowie eine "konzeptionelle Neuausrichtung des Museums" durchgeführt. Die Pläne hierzu beschlossen Kuratorium und Vorstand der Stiftung bereits Herbst 2022.
Die Investitionen für Sanierung und die Ausstattung des Museums würden sich insgesamt auf 4,3 Millionen Euro belaufen. Der Bund übernehme davon 2,55 Millionen Euro. Anfang Februar 2026 überreichte Sabine Poschmann, die Parlamentarischen Staatssekretärin der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen den entsprechenden Förderscheck an Bambergs Oberbürgermeister Andreas Starke. "Das E.T.A. Hoffmann-Haus ist ein Juwel und ein wichtiger Bestandteil unserer Kulturlandschaft.", hieß es zu diesem Anlass von Starke. Mit der Sanierung würde "in historischen Mauern ein modernes Literaturmuseum von überregionaler Ausstrahlung" geschaffen, so der OB bei der Verleihung.
Weitere Förderungen kommen zudem von der Oberfrankenstiftung, die das Projekt mit 645.000 Euro unterstützt, sowie von der Bayerischen Landesstiftung mit 120.000 Euro. Zusätzlich steuert die Stadt Bamberg 430.000 Euro bei. Dadurch verbleibt für die Stiftung Weltkulturerbe Bamberg, die als Eigentümerin des Gebäudes fungiert, ein Eigenanteil von 555.000 Euro. Für die Ausstattung des Museums sind 900.000 Euro vorgesehen. Sämtliche Fördermittel wurden bis Juni 2029 bewilligt.
Mit dem Geld wolle man "barrierefrei zugängliche, ganzjährig geöffnete Flächen für eine neue Dauerausstellung" sowie "Wechselausstellungen zu Hoffmanns Werk und zur Welt der Romantik" schaffen, heißt es in einer aktuellen Pressemeldung der Stadt Bamberg. "Wir planen ein innovatives, multimediales Museum, in dem man die Komplexität von E.T.A. Hoffmann als Schriftsteller, Komponist, Zeichner und Jurist mit allen Sinnen nachempfinden kann", äußert sich Kurator Martin Habermeyer zu dem Projekt.
Der Bau soll voraussichtlich Mitte oder Ende April 2026 beginnen und etwa 18 Monate in Anspruch nehmen. Die museale Ausstattung kann daher im vierten Quartal 2027 integriert werden. Insgesamt werde mit einer Fertigstellung in knapp zwei Jahren gerechnet, so die Pressestelle der Stadt Bamberg.