Zum 30. Mal Adventsbasar

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Wenn die Mütter in der Franz-von-Prümmer-Schule fleißig basteln, dann schauen auch die Kleinsten aus der schulvorbereitenden Einrichtung oder der Grundschulstufe mal gerne vorbei. Manchmal gibt es sogar ein Plätzchen als kleines Dankeschön. Foto: Scheuring
Wenn die Mütter in der Franz-von-Prümmer-Schule fleißig basteln, dann schauen auch die Kleinsten aus der schulvorbereitenden Einrichtung oder der Grundschulstufe mal gerne vorbei. Manchmal gibt es sogar ein Plätzchen als kleines Dankeschön. Foto: Scheuring

Im Werkraum der Franz-von-Prümmer-Schule liegen Berge von Grünzeug. Zweige von Efeu und Kirschlorbeer neben Kiefer-, Fichte- und Wachholder-Wedeln.

An den Werktischen sitzen keine Schüler sondern Mütter und freiwillige Helferinnen und Helfer. Sie arbeiten emsig an den Kränzen und Gestecken. Eröffnet wird der Advents- und Weihnachtsbazar der Franz-von-Prümmer-Schule wird am Donnerstag, 24. November.

Angefangen hatte es zu Beginn der 80er Jahre mit einer Idee: Einige wenige Mütter wagten einen kleinen Stand auf dem Bad Kissinger Weihnachtsmarkt und bastelten dafür zuhause oder auch in der Schule Weihnachtsschmuck. Aus der Idee wurde eine Erfolgsgeschichte, die immer größere Ausmaße annahm. Im Jahre 1987 gab es den ersten Weihnachtsmarkt direkt in der Schule. Seit dem Umzug in das neue Schulgebäude anno 2009 ist aus dem Markt eine kleine Weihnachtsstadt geworden. Auch die Schüler haben inzwischen ihre eigenen Stände und produzieren Schmuck und Leckereien, um damit die Klassenkasse für den nächsten Schullandheimaufenthalt zu füllen. Seit drei Jahren gibt es auch vorweihnachtliche Auftritte der Klassen zwischen den Ständen. Schüler singen und spielen und erfreuen so die Kundschaft in der Aula der Prümmer-Schule.


Großes Engagement

"Bei uns im Keller gibt es immer was zu lachen", so erzählen die Mütter, "aber am Abend ist man zwar zufrieden, jedoch auch körperlich platt". Auf bis zu 100 Stunden Arbeitseinsatz in den zwei Wochen vor und in der Bazarwoche bringt es der "harte Kern" der Kranzbinderinnen. Auch Eltern und Helfer, die nur zu Kurzeinsätzen vorbei kommen können, sind herzlich willkommen. "Vier oder sogar fünf Kränze pro Tag binden, jeder ein Unikat", so die Spitzenleistung im Schulkeller und dazwischen immer wieder auch lockere Gespräche, bei denen wichtige Informationen über die Situation von Familien mit behinderten Kindern ausgetauscht werden.

Die Einrichtung eines Entspannungsraumes im Keller und der Bau der Spiellandschaft im Schulkindergarten wären ohne die spendablen Eltern nicht möglich gewesen. Das nächste Projekt - ein neues Klettergerüst für den Spielplatz - steht schon auf der Wunschliste sowohl von den Schülern als auch von den Lehrern.


Helfende Mütter gesucht

Dann macht sich doch noch ein wenig Traurigkeit dort inmitten des vorweihnachtlichen Ambientes breit. Die Mütter wissen nicht, wie lange das noch so geht mit ihrem Bazar in der Lebenshilfeschule. "Leider werden wir weniger. Es wäre wirklich schade, wenn der Jubiläumsbazar auch der letzte wäre", so eine der Teilnehmerinnen
Geöffnet ist der 30. Advent- und Weihnachtsbazar in der Franz-von-Prümmer-Schule,

Peter-Heil-Straße 38, am kommenden Donnerstag, 24. November, von 10 bis 19 Uhr und am Freitag, 25. 11., von 10 bis 14 Uhr. red