"Zu Schuljahresbeginn haben wir noch darauf gehofft, dass das Corona-Virus die Schulgemeinschaft nicht zwingen würde, vertraute und sichere Wege zu verlassen und uns vorgesehene Wege wieder versperrt", sagte Schulleiter Detlef Haas vor kurzem zu den Schülerinnen und Schülern. Und so wurde ein Schulentwicklungsteam "Nachhaltigkeit" gegründet.

Jede Klasse suchte sich ein Klimaschutz- oder Nachhaltigkeitsthema aus und arbeitete daran mit dem Ziel, auf einem nachhaltigen Weihnachtsmarkt die Ergebnisse zu präsentieren; einmal am Stand der Klasse und einmal auf einer Aktionsbühne.

Die Schüler der Klasse machten sich zu Experten für ihr jeweiliges Thema, zum Beispiel dem Thema Plastikmüllvermeidung oder regionale Produkte. "Die Pandemie hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Klassen konnten somit nur intern ihr erworbenes Wissen an die Mitschüler weitergeben", bedauert Lehrerin Annette Michel.

Trotz Corona wurden weitere Projekte zur inneren Schulentwicklung angestoßen. So widmete sich die Schule dem Thema Werte-Erziehung. Auch hier erarbeitete ein Team unter der Leitung von Lehrerin Lisa Pfennig ein Projekt, um die Schulgemeinschaft zu stärken - durch das gezielte Arbeiten an Werten, die das Zusammenleben der Schülerinnen und Schüler an der Schule positiv beeinflussen sollen. "Wir sehen, dass das Gemeinsame wegen Kontaktbeschränkungen auf der Strecke bleibt. Umso wichtiger ist es, die Bedeutung, das Wesen und die Regeln für eine funktionierende Gemeinschaft unseren Schülern zu vermitteln", so die Teamleiterin.

Schulleiter Detlef Haas betont, dass die Entwicklung sozialer, interaktiver und kommunikativer Kompetenzen eine herausragende Bedeutung in einer Gesellschaft hat, in der immer mehr die Grundlagen eines sozialen Miteinanders verloren gingen. Dies habe zuletzt auch die Corona-Krise deutlich gezeigt. Zur Einschätzung, ob die Schulgemeinschaft den "Wert des Monats" gut umsetzt, stehen jetzt in beiden Schulhäusern Kunststoffröhren, in die die Schüler Bälle werfen dürfen.

Das dritte große Anliegen in diesem Schuljahr ist die Leseförderung. In enger Zusammenarbeit mit der Bücherei in Aschach wurde in den Schulhäusern je eine Schülerbücherei eingerichtet, die unter anderem mit wechselndem Lesestoff ausgestattet sind. So wandern Bücherkisten zwischen der Bücherei und der Schule hin und her. Um zum Lesen zu motivieren, nimmt die Schule zudem am Projekt "erlesene Büchertürme" teil. Darüber hinaus konnte man in den Schülerbüchereien, zum Beispiel durch die Anschaffung von Lesetipis, eine angenehme Atmosphäre schaffen, die zur Lesemotivation betragen soll. "Unser gemeinsames Ziel ist es, die Grundschulkinder für das Lesen zu begeistern", so die Lesebeauftragte Daniela Hillenbrand.