Die nächste Hauptversammlung des TSV Nüdlingen ist bereits für den 29. Oktober angesetzt. Wichtigster Tagesordnungspunkt wird die Neuwahl des Vorstands sein, denn das war bei der Hauptversammlung diesmal am im Vereinsheim nicht möglich. Keiner der Anwesenden erklärte sich bereit, das offenbar arbeitsintensive Amt des "Vorsitzender Wirtschaft" zu übernehmen.

Deshalb brach der Wahlleiter, Bürgermeister Harald Hofmann (CSU) den weiteren Wahlvorgang ab. Frank Wilm, im Vorstand zuständig für Management und Marketing, konnte im Sportheim des TSV 37 Mitglieder und Gäste begrüßen. Unter ihnen waren auch Bürgermeister Harald Hofmann sowie Rainer Lochmüller, der Kreisvorsitzende und Klaus Eisenmann, der Kreis-Ehrenamtsbeauftragte des BFV (bayerischer Fußball-Verband). Er betonte, dass die Corona-Pandemie den Verein vor neue Herausforderungen gestellt habe. Feiern, Feste, Turniere, Wettbewerbe hätten nicht stattfinden können, "das hat uns stark eingeschränkt". Aber er betonte ausdrücklich "für uns steht die Gesundheit der Sportler und Gäste an erster Stelle". Wilm klagte jedoch "ich hätte von dem einen oder anderen Mitglied etwas mehr Verständnis erwartet".

374 Mitglieder

Schriftführer Christian Hein zählte auf, dass der Verein 374 Mitglieder hat, von denen 87 unter 18 Jahren sind. Erfreulich ist, dass die meisten dem Verein die Treue gehalten haben. Die Zahl ist seit Beginn der Corona-Pandemie um gerade neun Mitglieder gesunken.

Die Leiterinnen und Leiter der einzelnen Abteilungen des Vereins berichteten von Erfolgen ebenso wie von Misserfolgen und einhellig von Problemen durch die Corona-Pandemie. So berichtete Christina Greb für die Damen, dass die Mannschaft 13 Punktspiele absolvierte, dann wurde die Saison abgebrochen und die Mannschaft wurde Vizemeister. Durch Urlaube und Verletzungen gibt es zurzeit immer wieder Wechsel in den Vorbereitungen. "Uns steht eine schwere Saison bevor", sagte sie und hofft, "dass wir auf einen guten Mittelplatz kommen".

Vergebliche Suche

Frank Wilm sagte, dass schon kurz nach der letzten Hauptversammlung Vorbereitungen getroffen wurden, um neue Vorstandsmitglieder zu finden, vor allem für den Posten "Vorsitzender Wirtschaft", der für den Verein sehr wichtig sei. Doch sei die Suche vergeblich gewesen. Er schilderte die Konsequenzen, wenn kein neuer Vorsitzender gefunden wird: "Das bedeutet das Aus für den Verein". In seiner Eigenschaft als Wahlleiter fragte Harald Hofmann, ob jemand bereit sei, das Amt zu übernehmen, doch meldete sich auch jetzt niemand.

"Zwei weitere Versammlungen, um einen Vorstand zu finden, das wäre das letzte, was dem Verein passieren sollte", kommentierte Hofmann und "der Verein ist zurzeit auf einem guten Weg. Ich drücke euch die Daumen. Der Verein hat so viel Potenzial. Eine Auflösung wäre eine Katastrophe".