Stangenröther Jubiläum: Zum 25. Male auf den Kreuzberg gewallt
Autor: Redaktion
Stangenroth, Donnerstag, 05. Sept. 2019
Seit fast einem Vierteljahrhundert pilgern die Gläubigen der Pfarrei "St. Sebastian" Stangenroth zum Kreuzberg. Einige Wallfahrer wurden dabei für ihre zehnte, 20. beziehungsweise 25. Teilnahme geehrt.
"Beim frühen Morgenlicht erwacht mein Herz und spricht: Gelobt sei Jesus Christus! ...", so klang es auch diesmal, als sich die Fußwallfahrt zum 25. Male von der Pfarrkirche "St. Sebastian" Stangenroth Richtung Kreuzberg in Bewegung setzte.
Traditionell brachen am ersten Sonntag im September wieder 60 Gläubige aus unterschiedlichen Altersgruppen der Pfarrei "St. Sebastian" Stangenroth zur Jubiläums-Wallfahrt auf. Auch in diesem Jahr startete der Wallfahrerzug erneut um 7 Uhr auf die rund 13 Kilometer lange Strecke. Grund dafür ist die "räumliche" Trennung zur diesjährigen zeitgleichen Wallfahrt Arnstein aus Platzgründen in der Wallfahrtskirche, die ihren Gottesdienst bereits um 7.30 Uhr feierten. Als Vorbeter fungierten wieder Meggi Höchemer, Gertrud Wehner und Jürgen Schmitt. Der Lautsprecher wurde von Lorenz Höchemer getragen. Für die Sicherheit und Verkehrsregelung unterwegs sorgte Arthur Mahlmeister von der Freiwilligen Feuerwehr. Das Begleitfahrzeug, das von Erwin Hofer gefahren wurde, wird seit vielen Jahren von Ewald Schmitt unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Musikalisch wurde die Wallfahrt erneut vom Musikverein Stangenroth begleitet. Auf dem Hin- und Rückweg wird die Zeit mit Gebeten, Betrachtungen, Meditationen, Litaneien, Musikstücken und Liedern ausgefüllt.
1#googleAds#100x100Leben und Glauben gestalten
"In sich gehen und Abschalten vom Alltag und täglichen Stress, das ist auch mal notwendig", erklärt Vorbeter Jürgen Schmitt die Beweggründe der Teilnahme der meisten Wallfahrerinnen und Wallfahrer. "Pilgern ist eine alte und heute ganz neu entdeckte Art, Leben und Glauben zu gestalten.
Die Lieder und Gebetstexte sind außerdem auf die gegenwärtigen Sorgen und Probleme der Menschen ausgerichtet und werden von Meggi Höchemer jedes Jahr überarbeitet."
Die Pilgerroute führte auch diesmal wieder über Gefäll nach Waldberg, wo heuer zum achten Mal die Rast im Wallfahrerzentrum stattfand. Nachdem das schwierigste Teilstück, der sogenannte "Kniebreche", geschafft war, setzte sich der Wallfahrerzug auf die letzte Distanz zum Ziel fort.
Um 10.45 Uhr erreichten die Wallfahrer das Klostergelände und wurden von Pater Georg Andlinger mit Weihwasser besprengt und am Freialtar mit weiteren Teilnehmern aus dem Ort, die mit dem Auto gekommen waren, empfangen. Während der Begrüßung gab er den Wallfahrern zu verstehen, dass er sich freue, Pilger aus der "Nachbarschaft" begrüßen zu können, die wieder gemeinschaftlich auf dem Pilgerweg aufgebrochen seien.
Viele Kinder und Jugendliche dabei
Der Geistliche zeigte sich zudem erfreut und gleichzeitig überrascht, einen hohen Anteil vieler Kinder und Jugendlichen in den Reihen der Wallfahrerschar zu sehen. Er lobte deren Engagement und bat den jüngsten Teilnehmer bzw. jüngste Teilnehmerin, nach vorne zu kommen.