Weichtungen sieht sich nicht als Favorit

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Voll abgezogen hat Stefan Denner (rechts) von der DJK Weichtungen. Sebastian Härter (links) vom FC Großwenkheim kommt mit seinem Abwehrversuch zu spät. Foto: Archiv

Verletzungen bereiten der DJK Weichtungen im Rennen um den Aufstieg Sorgen. Auch der TSV Stangenroth liebäugelt mit der Kreisklasse. Die DJK-SV Premich muss im Abstiegskampf deutlich zulegen.

Landkreis — Jeweils vier Teams aus dem Landkreis Bad Kissingen müssen sich in den A-Klassen 2 und 3 einer Übermacht von elf Teams aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld stellen. Eine überragende Rolle spielt dabei die DJK Weichtungen, die als Herbstmeister der A-2 in die Rückrunde startet. Nach nur zwei Niederlagen in 15 Spielen ist der Aufstieg in die Kreisklasse ein realistisches Ziel. Neben dem Meister steigen in den A-Klassen auch die Tabellenzweiten direkt auf, der dritte Platz berechtigt zur Teilnahme an der Relegation. Die letzte beiden Mannschaften in der Tabelle steigen direkt ab.

DJK Weichtungen: Mit Verletzungssorgen geht der Tabellenführer in die Rückrunde. Markus Roth und Steffen Draxler fallen mit Kreuzbandrissen länger aus. Dafür ist Carsten Dietz, der ebenfalls einen Kreuzbandriss erlitten hatte, wieder ins Training eingestiegen. Als Neuzugang konnten die Weichtunger Lukas Roth gewinnen. Der Weichtunger war letztes Jahr zum TSV Rannungen in die U19 gewechselt und soll jetzt die 1. Mannschaft verstärken. Abgänge gab es keine und das Training leiten weiterhin Gary Huntoon und sein Co-Trainer Ansgar Iff. Für Abteilungsleiter Siegbert Kilian ist die Kreisklasse das angestrebte Ziel. "Bei der jetzigen Tabellensituation spricht man natürlich über den Aufstieg - aber mit 39 Punkten ist noch niemand aufgestiegen", so Kilian ganz trocken zur Ausgangslage. Im Rennen um die Meisterschaft sieht er den TSV Pfändhausen und den TSV-DJK Wülfershausen als Hauptkonkurrenten.

FC Poppenlauer: Mit dem bisherigen Saisonverlauf ist man beim FC durchaus zufrieden, hatte man sich doch einen Platz im oberen Drittel der Tabelle zum Ziel gesetzt und steht jetzt auf Rang sieben. Das ist für Vorstand Manuel Kamenik angesichts des kleinen Kaders durchaus ok. Falls die junge Mannschaft ihre Formschwankungen in den Griff bekommt, kann man sich durchaus noch nach oben orientieren. Für Kamenik sind Weichtungen und Pfändhausen die Favoriten, aber vier bis fünf Teams können im Kampf um den Relegationsplatz mitmischen. "Wenn's optimal läuft, ist alles möglich. Du musst gegen die, die vor dir stehen, gewinnen", so Kameniks einfache Rechnung. Personell gibt es keine Veränderungen.

TSV Münnerstadt II: Für die 2. Mannschaft ist derzeit alles im grünen Bereich. Der Klassenerhalt ist und bleibt das Ziel, was der TSV mit dem jetzigen Rang elf erreicht hätte. Doch mit 15 Punkten hat man nur zwei Zähler Vorsprung auf den Vorletzten SV Herschfeld, dem die Münnerstädter vor der Saison sogar die Meisterschaft zugetraut hatten. Schlusslicht Trappstadt liegt nur einen Punkt dahinter, sodass der Abstiegskampf eine nervenaufreibende Sache werden dürfte. Zu- und Abgänge gibt es nicht zu vermelden.

FC Großwenkheim: Nicht ganz so schwierig hat man sich in Großwenkheim die Mission Klassenerhalt vorgestellt. Bei 13 Punkten aus 16 Spielen kann man nicht zufrieden sein. Für Vorstand Patrick Schmitt ist es daher wichtig, die Stimmung in der Mannschaft hoch zu halten, um den Abstieg zu vermeiden. Das Potenzial ist in der Mannschaft durchaus vorhanden, es wird nur zu selten abgerufen. "Wenn jeder eine Schippe drauflegt, müsste es aber zu schaffen sein", so Schmitt.

TSV Stangenroth: Mit dem aktuell dritten Tabellenplatz in der A-Klasse 3 liegt man in Stangenroth voll im Rahmen der Erwartungen. Für Abteilungsleiter Manuel Endres bleibt dieser Relegationsplatz das vorrangige Ziel, aber beim TSV hätte man nichts dagegen, wenn der Aufstieg direkt geschafft werden würde. "Gegen die ärgsten Konkurrenten müssen wir gewinnen. Die Spiele gegen Unterweißenbrunn und Bad Bocklet sind vorentscheidend", so Endres, der sich außerdem wünscht, dass seine Mannen aus den vielen Chancen noch mehr Tore machen. Wobei 55 Treffer in 16 Begegnungen wahrlich kein schlechter Schnitt sind. Zugänge haben die Stangenröther keine, aber Thorsten Zahaczewski hat den Verein verlassen und spielt künftig beim TSV Volkers in der A-Klasse 1.

TSV Bad Bocklet: Vor der Saison hatte man in Bocklet den Klassenerhalt als Ziel ausgegeben, sodass Abteilungsleiter Jan Voll mit dem derzeitigen sechsten Tabellenplatz mehr als zufrieden ist. Sorgen bereiten ihm bei dem dünnen Kader die Langzeitverletzten. Michael Holzheimer hat einen Schien- und Wadenbeinbruch erlitten und Steffen Kraus ist nach seinem Leistenbruch auch noch nicht einsatzfähig. Trotzdem will man an den guten Lauf vor der Winterpause, als man in den letzten sechs Spielen ungeschlagen blieb, anknüpfen. "Wir wollen nach Möglichkeit unseren Platz halten", so Voll. Im Kader gab es keine Veränderungen.

TSV Aschach: Etwas schleppend und den Erwartungen hinterherhinkend verlief die bisherige Saison in der A-Klasse 3 aus Sicht des Aschacher Vorsitzenden Reiner Kopp. "Wir stehen defensiv zu schlecht, was sich ja auch in unserem negativen Torverhältnis widerspiegelt", bemängelt Kopp, der aber gleichzeitig betont, dass das nicht nur an der Abwehr liegt. In der Rückrunde wollen die Aschacher, momentan auf Rang acht, besser abschneiden. "Wir müssen gleich positive Ergebnisse erzielen, um mit dem Abstieg nichts zu tun zu haben", so die Vorgabe des Vorsitzenden. "Mehr können wir in dieser Saison nicht erwarten. Nach oben wird nichts passieren", so Kopp. Bereits in der Vorrunde gab es in Aschach einen Trainerwechsel, Camilo Floth wurde von Co-Trainer Arno Dusemond ersetzt.

DJK-SV Premich: Nicht zufrieden kann man in Premich mit dem bisherigen Abschneiden sein, steckt man doch mit lediglich neun Punkten mitten im Abstiegskampf. "Unser Ziel ist es, wieder zur alten Stärke zurückzufinden, um in der Tabelle noch eine paar Plätze gut zu machen", legt Abteilungsleiter Johannes Wehner die Marschrichtung fest. Seit dem 14.November hat Rolf Schmitt das Traineramt von Ingo Siekiera übernommen.