TSV Münnerstadt: Ende einer Durststrecke?
Autor: Stephan Penquitt
LKR Bad Kissingen, Freitag, 08. Sept. 2017
Münnerstadt ist seit vier Spielen ohne Sieg. Um das zu ändern, muss der TSV das Abwehrbollwerk von Sömmersdorf knacken. Thulba erwartet die DJK Dampfach.
SV Sömmersdorf - TSV Münnerstadt (Samstag, 16 Uhr)
Nach vier Spielen ohne Sieg hofft der TSV Münnerstadt (13./5) auf ein Ende der Durststrecke im Gastspiel beim SV Sömmersdorf (12./5). Der Aufsteiger aus dem Landkreis Schweinfurt schlägt sich bisher recht wacker und hat in vier Spielen erst vier Gegentore kassiert. Allerdings konnte die Truppe von Spielertrainer Daniel May die Kugel auch erst dreimal im gegnerischen Gehäuse unterbringen und blieb im letzten Spiel in Geesdorf (0:1) ohne eigenen Torerfolg. Für die Münnerstädter Mannschaft von Trainer Thomas Dietz heißt es also zu versuchen, dieses Abwehrbollwerk erfolgreich zu knacken und selbst Gegentreffer zu vermeiden, die jüngst in gehäufter Form auftraten. Zuletzt ging man sogar zweimal leer aus, verlor in Geesdorf (1:5) und zuhause gegen Gochsheim (1:3). Dietz beobachtete den SV Sömmersdorf gegen Riedenberg und sah dort eine kampfstarke May-Elf, die durchaus noch den Schwung des Aufstiegs intus hat. "Wir müssen gegen sie unsere Zweikämpfe gewinnen und vor allem vorne das Tor treffen. Es gilt alles für den Sieg tun." Leider fällt Lucas Fleischmann weiter mit Verletzung aus, dafür kehrt Fabian May in den Kader zurück. Dietz: "Wir werden in Sömmersdorf eine schlagkräftige Truppe stellen, die heiß darauf sein wird, das Spiel für sich zu entscheiden."
FC Thulba - DJK Dampfach (Samstag, 16.30 Uhr)
"Mund abwischen - weitermachen" heißt es für den FC Thulba (8./7) nach der zweiten Saisonniederlage beim 0:1 in Riedenberg. Im Heimspiel gegen die DJK Dampfach (5./8) besteht für die Elf von Spielertrainer Viktor Kleinhenz eine neue Möglichkeit, weitere Zähler auf's Punktekonto zu schaffen. Mit den Dampfachern gastiert eine erfahrene und etablierte Bezirksligamannschaft im Thulbatal, die in der vergangenen Saison lange an Platz Zwei schnuppern durfte. Nach gutem Saisonstart mit zwei Siegen und zwei Remis ging die Mannschaft von Trainer Enrico Wetz am vergangenen Spieltag erstmals leer aus. 2:3 hieß es am Ende auf eigenem Platz gegen den FC Strahlungen, zudem verlor man Torwart Jason Kürschner durch eine rote Karte. Dass es dennoch keine leichte Aufgabe für den Aufsteiger wird, dessen ist sich Kleinhenz bewusst: "Wir brauchen kämpferisch einen sehr guten Tag. Dampfach gilt als sehr aggressiv und ist mit spielstarken Leuten wie Paul Tudor, Stefan Greb oder Patrick Winter besetzt." Zudem fordert Thulbas Spielertrainer von seiner Elf vor des Gegners Tor mehr Einfallsreichtum: "Wir müssen dort kreativer sowie zielstrebiger sein und uns einfach mehr Torchancen herausspielen. Zudem sollten uns im Spielaufbau keine so leichten Passfehler passieren." Im Kader steht hinter den angeschlagenen Fabio Reuß, Manuel Hänelt und Lorenz Heim ein Fragezeichen. Dafür könnte der Ex-Diebacher Marcus Hein nach überstandener Verletzung erstmals in den Kader rutschen.
FSV Krum - SV Riedenberg (Sonntag, 15 Uhr)
Drittes Heimspiel, dritter Sieg für den SV Riedenberg (4./10). So kann es gerne weiter gehen für die Truppe von Trainer Marius Kubo, die nun zum FSV Krum (7./7) reist. "Das ist schon ein gutes Gefühl, doch jetzt wollen wir auch mal auswärts gewinnen, da sind wir noch ohne Dreier", denkt Riedenbergs Coach schon einen Schritt weiter und erinnert sich ungern an den vergangenen Auswärtsauftritt beim kommenden Gegner: "Das war unser letztes Auswärtsspiel der vergangenen Saison. Da haben wir nur 1:1 gespielt obwohl mehr drinnen gewesen wäre. Die zwei liegengelassenen Punkte hätten uns möglicherweise die Relegation erspart. Dennoch fahren wir jetzt mit breiter Brust nach Krum." Können die Rhöner auch, denn beim 1:0 im Derby gegen den spielstarken Aufsteiger aus Thulba agierte man gegen den Ball erneut stark und ließ dem Gegner wenig Raum und Torchancen. Gegner FSV Krum machte durch den 5:1-Kantersieg in Rannungen einen Sprung in der Tabelle auf Rang Sieben und wäre am Ende der Saison mit Nichtabstiegsrang Zwölf sehr zufrieden. "Sie haben wohl einen sehr kleinen Kader, aber 14 gute Fußballer", so Kubo.
TSV Knetzgau - TSV Rannungen (Sonntag, 15 Uhr)
Aufsteigerduell beim TSV Knetzgau (16./2), der den TSV Rannungen (11./6) zu Gast hat. Der Meister der Schweinfurter Kreisklasse 2 der vergangenen Saison tut sich eine Etage höher noch recht schwer und ziert nach fünf Spieltagen ohne Sieg das Tabellenende. Am vergangenen Wochenende ließ das Team von Spielertrainer Matthias Strätz jedoch aufhorchen und kam bei Titelaspirant Oberschwarzach zu einem 3:3. Dabei lagen die Haßberge-Kicker nach 22 Minuten fast aussichtslos mit 0:3 zurück, konnten diesen Rückstand aber innerhalb von zehn Minuten egalisieren. Auf der anderen Seite verlief der jüngste Heimauftritt Rannungens ergebnistechnisch erneut wenig glücklich. 1:5 hieß es am Ende gegen den FSV Krum, obwohl man durchaus eigene Momente im Spiel hatte. TSV-Coach Klaus Seufert verfällt für die kommenden Aufgaben aber nicht in Hektik: "Wir werden ruhig weiterarbeiten, auch wenn es nach drei hohen Niederlagen natürlich schwerer fällt. Aber wir wollen in Knetzgau den Bock umstoßen und mit einem guten Ergebnis nach Hause kommen. Die Mannschaft ist absolut gewillt, ein positives Signal zu setzen und das ist unsere Aufgabe für Sonntag." Da sollte sich auch die Personalsituation der "Gücker" wieder etwas entspannt haben. Jedenfalls kehren Benny Kaufmann, Patrick Leurer und Fabian Erhard wieder in den Kreis der Mannschaft zurück.
FC Strahlungen - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 16 Uhr)
Es war gegen Wiesentheid zwar nicht alles Gold was glänzte, aber am Ende hatte der FC 06 Bad Kissingen (15./4) den ersten Punktspieldreier nach langer Zeit unter Dach und Fach gebracht (2:1). Am Wochenende gastieren die Mannen von Trainer Thomas Lutz beim alten Rivalen FC Strahlungen (10./6), mit dem sie im Jahr 2015 gemeinsam in die Bezirksliga aufgestiegen waren. "Das Spiel hat Derbycharakter. Beide Teams liegen dabei wie ein offenes Buch voreinander. Jeder weiß um die Stärken und Schwächen des anderen. Strahlungen ist bekannt für seine Kampfkraft und Laufstärke. Das müssen wir aufgreifen und erneut als Mannschaft auftreten", fordert Thomas Lutz den Teamgeist, der gegen Wiesentheid zum Tragen kam. Gegner Strahlungen konnte vor Wochenfrist den Schwung aus dem ersten Saisonsieg mitnehmen und bezwang nach Riedenberg (2:1) auch Dampfach (3:2) - und das sogar auswärts. "Die Strahlunger Offensive kann, wenn man sie lässt, gehörig Druck ausüben. Tim Krais und Benedikt Bötsch gehen viele Wege und sind nur schwer auszurechnen", weiß Trainer Thomas Lutz.