Thulba und Familie sind Timm Mangers Heimat
Autor: Stephan Penquitt
Thulba, Donnerstag, 04. April 2019
Timm Manger hat für den FC Thulba fast 600 Spiele absolviert und knapp 300 Tore geschossen. Doch neben Fußball gibt es etwas anderes, was ihm wichtig ist.
T imm Manger ist ein Thulbaer Urgestein. Bis zum Ende der Saison fungiert der verheiratete, zweifache Familienvater noch als Spielertrainer bei der (SG) FC Thulba II/DJK Frankenbrunn. Im Interview sinniert der 38-Jährige über Fußball und warum es ihn doch noch einmal zu einem anderen Verein zieht.
Servus Timm, Du hast in der vergangenen Saison im Winter das Amt des Spielertrainers bei der (SG) FC Thulba II/DJK Frankenbrunn übernommen. Stand es auf dem Plan, ins Trainer-Metier einzusteigen?
Timm Manger: Geplant war der Einstieg als Trainer bei unserer 2. Mannschaft im Sommer 2018. Da sich der FC Thulba jedoch leider in der Winterpause vom damaligen Trainer Peter Mammitzsch trennte, bat mich Dietmar Werner, dass Amt sofort zu übernehmen. Ich war etwas überrascht, aber im Heimatverein die zweite Mannschaft zu übernehmen, war als Einstieg für mich einfacher, da ich Spieler und Umfeld gut kenne.Man kann Dich ohne Wenn und Aber als eine "Frankonen-Legende" bezeichnen. Du hast alleine für die erste Mannschaft des FC Thulba stolze 595 Spiele bestritten und unfassbare 291 Tore erzielt. Also im Prinzip in jedem zweiten Match getroffen. Wolltest Du nie mal woanders kicken?
Kürzlich wurde bekannt, dass Du diesen Weg als Trainer bestreitest und kommende Saison bei der DJK Schondra auf der Kommandobrücke stehst. Wie kam es dazu?
Dein Pendant bei der ersten Mannschaft, Victor Kleinhenz, meinte flunkernd, er hofft Du hättest bei seinen Trainingseinheiten gut aufgepasst, um sie bei Deiner künftigen Trainerstation anwenden zu können. Vicky ist ein aufgewecktes Kerlchen oder? Wie läuft die Zusammenarbeit in Thulba und Frankenbrunn zwischen erster und zweiter Mannschaft?
Man ist ja auch immer ein Stück weit vom Personal des Bezirksligakaders abhängig. Ja den einen oder anderen Spruch musste ich mir schon anhören..., aber das passt schon. Wir haben im Trainerteam - Vicky, Joachim "Rudi" Muth und ich - ein super Verhältnis untereinander. Auch die Verbindung zwischen Thulba und Frankenbrunn läuft meines Erachtens nach sehr gut. Beide Vereine profitieren voneinander. Die Zusammenarbeit zwischen 1. und 2. Mannschaft ist daher sehr eng, da wir gemeinsam trainieren. Auch stehen regelmäßig Spieler der 2. Mannschaft im Kader der Ersten und umgekehrt. Aufgrund von Verletzungsmiseren in beiden Mannschaften war der Austausch in der Vorrunde jedoch auf ein Minimum reduziert. Dadurch, dass Spieler der 1. Mannschaft 15 Tage nicht im Startaufgebot gestanden haben dürfen, um in der Zweiten Mannschaft spielberechtigt zu sein, erschwert die Unterstützung von oben. Aber wir wollen uns nicht beschweren, es könnte schlechter sein...(grinst) Abschließend zum Vicky noch ein, zwei Worte. Neben André Betz, ist er der Trainer, von dem ich am meisten gelernt habe. Sei es vom Taktischen, als auch vom Menschlichen. Die Zusammenarbeit macht mir viel Spaß. Ich kann viel von ihm lernen, auch wenn er fast zehn Jahre jünger ist.Kommen wir zum aktuellen Spielgeschehen. Vergangenes Wochenende habt ihr in Römershag 3:3 gespielt. Da habt ihr nach einer knappen Stunde 3:0 geführt, ehe Römershags Spielertrainer James Galloway einen Hattrick markierte. Was war da los?
Wie es im Fußball halt so läuft: Man führt 3:0 und fühlt sich als sicherer Sieger, fährt Konzentration und Engagement zurück und kassiert den Anschlusstreffer. Dadurch kam bei uns die Verunsicherung und Römershag fand zurück ins Spiel. Dass wir kurz vor Schluss noch den Ausgleich kassieren, war bitter, aber nicht unverdient. Gerade bei Standards hat es das ein oder andere Mal gebrannt. Ich denke, das Unentschieden war gerecht. Bei den schwierigen Platzverhältnissen wurde teilweise richtig guter Fußball geboten.Es schaut nach einer bequemen Restrunde aus, da nach vorne und hinten nichts passieren kann. Wie bewertest Du die bisherige Saison?