Spielerinnen-Kader: hier Mangel, da Überfluss
Autor: Steffen Standke
LKR Bad Kissingen, Donnerstag, 06. Sept. 2018
Während die zwei Spielgemeinschaften und der SV Langendorf in der neuen Saison aus vollen Kadern schöpfen, fehlen in Hammelburg und Schondra Spielerinnen.
Am 9. September starten die Spiele der Fußball-Frauen wieder - mit zwei großen Änderungen: Der MSV Modlos stellt keine Mannschaft mehr (siehe Extra-Text). Und Albertshausen und Nüdlingen peilen erstmals als Spielgemeinschaft das obere Drittel der Bezirksliga an. Aber auch das Trainerkarussell drehte sich.
Die Kooperation bedeutet sowohl für Bezirksoberliga-Absteiger SV Albertshausen als auch den TSV Nüdlingen einen Neubeginn. Denn beide Vereine hätten knapp keine getrennten Teams für die neue Bezirksliga-Saison zusammenbekommen. Der große Kader mit 25 bis 30 Spielerinnen bedeutet für Coach Benny Mast: Er muss sich keine Personalsorgen machen. Die Federführung für den Spielbetrieb liegt zwar bei Albertshausen; das neue Team verantwortet aber der seit 2014 in Nüdlingen tätige Trainer. "Je die Hälfte der Spiele und Übungseinheiten findet auf den beiden Plätzen statt."
Mast will erst einmal "aus dem Riesenkader eine Mannschaft bilden". Die habe dann Potenzial, in der Bezirksliga oben mitzuspielen. Je nachdem, wie viele Spielerinnen im Laufe der Saison dabeibleiben, kann er sich vorstellen, eine Zweite zu melden - die in der Freizeitliga antritt. Mast hat erkannt, dass die Damen-Jugenden (U15) "im gesamten Landkreis nicht mehr funktionieren". Auch in der neuen SG komme aus dem Nachwuchs wenig nach.
Da in der Freizeitliga ab 14 Jahren angetreten werden darf, würde eine Reserve schon weiterhelfen. Als "Ersatzjugend" quasi. Außerdem könnten dort "Spielerinnen spielen, die sonst nicht so zum Zuge kommen".
Miriam Christof und Pasqualino Cotadamo bilden das neue Trainer-Team des SV 73 Langendorf. Aus insgesamt 42 Spielerinnen können sie locker ein Bezirksliga- und ein Freizeit-Team bilden. Außerdem besitzen sie als ehemalige Verantwortliche der U17 einen guten Draht zum Nachwuchs. Sechs oder sieben aus der Altersklasse könnten die 1. Mannschaft bereichern, schätzt Cotadamo. Die wäre im Schnitt 21 oder 22 Jahren jung. "Unser Erste ist gut aufgestellt. Das Ziel ist, unter die ersten Drei zu kommen."
Spielen würde der Trainer am liebsten von April bis Anfang November, nicht im August - wie in der Freizeitliga üblich. "Das wäre besser, als die vielen Ausfälle im Februar und März ertragen zu müssen.
Davon, dass der MSV Modlos sich abgemeldet hat, profitieren zwei Nachbar-Teams, vor allem die SG Schönderling/Thulba. Denn dorthin wechselten allein vier Modloser Spielerinnen. Das freut Abteilungsleiter Maximilian Muth natürlich. Auch wenn der Spielerinnenmangel kein Problem ist, zumal Schönderling mit Thulba kooperiert. "Wir hätten 23 Spielerinnen einsatzfähig."