Saison-Aus für Fröhlich und Seuring
Autor: Stephan Penquitt
LKR Bad Kissingen, Freitag, 03. März 2017
Verletzungspech in Riedenberg. Der FC 06 Bad Kissingen sieht sich gut gerüstet. Die Ramsthaler spielen nach dem Derbysieg mit Rückenwind.
FC 06 Bad Kissingen - Unterspiesheim (Samstag, 15 Uhr)
Schickt sich der FC 06 Bad Kissingen (1./40) auch nach der Winterpause an, der Bezirksliga den eigenen Stempel aufzudrücken? Geht man nach den Expertenmeinungen, haben die 06er allemal das Potential dazu, sich im Sommer die Krone aufzusetzen. Der Weg dorthin ist zwar noch lang, doch personell nachgerüstet hat man sich dafür schon. Mit Patrick Stöth und Florian Thurn kamen vom Landesligaaufsteiger FC Fuchsstadt zwei erfahrene Kicker von hoher Qualität, während mit Jonas Schmitt (FC 05 Schweinfurt) und Pascal Zehe (TSV Großbardorf) zwei weitere Neue der Kategorie "vielversprechende Youngsters" den Kader verbessern. FC-Coach Thomas Lutz hat vor dem Re-Start gegen den SV-DJK Unterspiesheim (10./22) ein Luxusproblem, da der Kader komplett ist. Mit der Vorbereitung zeigte sich Kissingens Coach absolut einverstanden, wenngleich es bei den Tests manchmal Abstimmungsprobleme gab. "Das ist aber normal, dass sich mit ein paar Neuen noch nicht gleich alles einspielt. Dennoch hoffe ich, dass dies uns zum Auftakt nicht im Weg steht", wünscht sich Lutz einen reibungslosen Auftakt möglichst mit einem Dreier, nicht ohne vor dem Gegner zu warnen: "Sie praktizieren ein gutes Umschaltspiel, haben gerade in der Offensive schnelle Leute, was sie unberechenbar macht. Wir müssen da aufpassen nicht ins offene Messer zu laufen. Gerade wenn Unterspiesheim auswärts noch mehr aus der Tiefe kommt."
SV Riedenberg - Oberschwarzach (Sonntag, 15 Uhr)
Mit dem SV-DJK Oberschwarzach (6./27) gibt ein äußerst unangenehmer und kantiger Gegner seine Visitenkarte beim SV Riedenberg (12./17) ab. "Die Vorbereitung lief insgesamt zufriedenstellend. Zwar haben wir erst eine Woche ohne Schnee trainieren können, doch die Jungs haben gut mitgezogen und sind heiß darauf, dass es nun losgeht. Wir sind jedenfalls gerüstet", blickt SV-Trainer Marius Kubo optimistisch auf die Partie. Spieler wie Maxi Spahn oder Patrick Barthelmes spielten sich in der Vorbereitungsphase in den Vordergrund und sollen die langfristigen Ausfälle von Fabian Seuring und Dominik Fröhlich, für die verletzungsbedingt die Saison beendet ist, kompensieren. Das der letztjährige Tabellendritte aus dem Steigerwald eine durchaus knifflige Aufgabe werden kann, ist Kubo bewusst: "Oberschwarzach ist schwer zu bespielen, kein optimaler Startgegner. Aber wir sind in der Bringschuld, weil wir in der Vorrunde zu viele Punkte liegengelassen haben. Zudem möchte ich an die vorletzte Saison erinnern, als wir sie mit 3:2 besiegten und dann eine Serie gestartet haben." In seiner ersten Periode als Riedenbergs Coach holten die Grün-Weißen mit dem Dreier in Oberschwarzach fünf Siege in Folge und legten damit den Grundstein für den hervorragenden siebten Rang im Endklassement. Das Hinspiel endete 1:1.
SV Ramsthal - FSV Krum (Sonntag, 15 Uhr)
Einen erfolgreichen Start nach der Winterpause legte der SV Ramsthal (14./16) mit dem 2:1-Derbysieg über Münnerstadt hin und könnte mit einem weiteren Heimerfolg gegen den Tabellennachbarn FSV Krum (15./16) die Abstiegsränge verlassen. "Wir wollen gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt in der Erfolgsspur bleiben. Es ist jedem bewusst, dass dies ein Sechs-Punkte-Spiel ist und wir werden alles daran setzen, die Punkte bei uns zu behalten", hofft SV-Coach Nico Schell, dass der völlig verdiente Derbyerfolg weiter Selbstvertrauen freigesetzt hat. Da verdauten die Romsler die schnelle Münnerstädter Führung erstaunlich gut und kauften dem Gegner nach ausgeglichener erster Hälfte in Durchgang zwei den Schneid vollends ab. Das Hinspiel beim kommenden Gegner Krum entwickelte sich zu einer einseitigen Angelegenheit. Die Hausherren spielten damals groß auf und ließen den Weindörflern beim 4:2 nicht den Hauch einer Chance. "Sie waren dort sehr stark, während wir einen rabenschwarzen Tag erwischten. Das Ergebnis war für uns schmeichelhaft. Deswegen wundert es mich schon ein wenig, dass der FSV nur 16 Punkte auf dem Konto hat", hat Ramsthals Coach einen spielstarken, kompakten Gegner in Erinnerung. Für das Rückspiel, welches auf dem Sportgelände des SV Wirmsthal ausgetragen wird, steht Daniel Hagemann verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, dafür aber der zuletzt kurzfristig ausgefallene Enrico Ott.
Wiesentheid - TSV Münnerstadt (Sonntag, 15 Uhr)
Nach dem Fehlstart beim SV Ramsthal möchte der TSV Münnerstadt (5./29) beim TSV/DJK Wiesentheid (7./27), möglichst schnell wieder in die Spur kommen. "Alles was im Fußball dazugehört, Laufbereitschaft sowie Zweikämpfe führen und gewinnen, das haben wir in Ramsthal vermissen lassen. Und dies muss nun in Wiesentheid wieder bei jedem sichtbar sein", fordert TSV-Coach Thomas Dietz einen couragierten Auftritt seiner Jungs. Wohlwissend, dass bei dem einen oder anderen einfach noch ein paar Prozent fehlen, auch weil sich die Grippewelle hartnäckig hält. "Aber das darf nicht als Ausrede für das Ramsthal-Spiel herhalten", erklärt Dietz. Nicht einfach wird es für die Nägelsieder in Wiesentheid werden. Die Mannschaft von Trainer Stefan Schöler legte einen erfolgreichen Start hin und bezwang die DJK Dampfach mit 4:2. Mit dabei ist auch Winterneuzugang Daniel Holzmann vom Bayernligisten Würzburger FV. "Das ist eine junge Mannschaft mit viel Schwung. Doch wir müssen da Zählbares mitnehmen, da wir uns aus den letzten vier Spielen nur einen Zähler ergattern konnten", sieht Dietz seine Mürschter in der Pflicht und wäre mit einem ähnlichen Ausgang wie im Hinspiel, als Simon Snaschel den Seinen in der Schlussminute mit dem 1:0 den Dreier bescherte, wohl sehr zufrieden.