Druckartikel: Ronny Mangold lässt es ruhig angehen

Ronny Mangold lässt es ruhig angehen


Autor: Redaktion

Großbardorf, Freitag, 29. Sept. 2017

Der junge Großbardorfer Innenverteidiger hat sich in der Bayernliga rasch zurechtgefunden.
Ronny Mangold (rechts) muss nun die kommenden Wochen auf die Unterstützung von Marcel Hölderle verzichten. Foto: Anand Anders


TSV Großbardorf - Don Bosco Bamberg (Samstag, 16 Uhr)
Mit viel Lob für seine ausgezeichnete Leistung beim 1:0-Sieg im Derby in Aubstadt wurde der Bayernligist TSV Großbardorf überschüttet. Diesen Lobeshymnen schließt sich auch Trainer Dominik Schönhöfer an. "Die Jungs haben es in Aubstadt toll gemacht und dem Gegner kaum Räume gegeben. Der Sieg war am Ende sicher verdient und darauf müssen wir für die kommenden Spiele aufbauen", blickt Schönhöfer zurück. Auch Andreas Lampert von der sportlichen Leitung freut sich: "Am Ende hatten wir beim Grabfeld-Rivalen ein ganz starkes Spiel abgeliefert und völlig verdient die drei Punkte mitgenommen."


Wurf ins kalte Wasser

Einen starken Auftritt hatte in Aubstadt in der Innenverteidigung Ronny Mangold, der dort zusammen erst mit Marcel Hölderle und nach dessen Verletzung mit Maximilian Zang sehr gut harmonierte. "Da haben wir alles abgerufen, was wir konnten." Der 19-Jährige, den sein Coach eigentlich noch nicht so früh ins kalte Wasser werfen wollte, entpuppte sich als ein Spieler, der laut Schönhöfer "schon beachtlich in der Bayernliga schwimmt. Ronny ist ein ruhiger Spieler und ein ebenso ruhiger Mensch, der stets eifrig bei der Sache ist."

Der so gelobte Aufrücker aus dem eigenen Nachwuchs machte sein erstes Bayernligaspiel beim Sieg der Grabfelder in Ammerthal und hinterließ dort gleich einen guten Eindruck, obwohl er durch einen Todesfall in der Familie psychisch angeschlagen war. "Ich war deshalb sehr überrascht, aber auch erfreut, dass unser Trainer mir dennoch das Vertrauen schenkte."

Nun will er gegen Bamberg wieder beweisen, dass er durchaus auf Dauer seinen Mann in der Innenverteidigung stehen kann. "Wir dürfen aber auf keinen Fall den Fehler machen, uns auf dem Dreier im Derby auszuruhen. Wir müssen als Team nun den nächsten Schritt gehen, von der ersten Minute an Vollgas geben und hoch konzentriert in die Partie gehen. Wenn die Einstellung wieder passt, sollten die drei Punkte im Grabfeld bleiben." Sein Trainer warnt allerdings eindringlich vor den Oberfranken. "Mit Bamberg erwartet uns ein vor allem auswärts sehr starker Gegner, der uns wieder alles abverlangen wird. Deren Trainer Mario Bail besitzt eine gute Mannschaft, die sich in letzter Zeit ins Mittelfeld vorgearbeitet hat." Bester Beweis für die Stärke der Gäste ist die Tatsache, dass sie in ihren vergangenen fünf Spielen drei Dreier jeweils ohne ein einziges Gegentor bei insgesamt zwölf eigenen Treffern einfahren konnten.


Hölderle fehlt länger

"Da müssen wir schon an unsere Aubstadt-Leistung anknüpfen und auf keinen Fall nachlassen. Ich bin aber wie immer optimistisch, dass meine Jungs, die in Aubstadt mächtig Selbstvertrauen getankt haben, es schaffen werden, die Punkte in Großbardorf zu belassen", gibt sich Schönhöfer zuversichtlich. "Wir müssen aber sehen, wie wir die personellen Probleme in der Defensive kompensieren, denn mit Marcel Hölderle, der frühzeitig nach dem Sturz auf einen Rasensprenger mit einer tiefen Risswunde am Knie den Platz verlassen musste, fehlt uns nun der nächste etatmäßige Innenverteidiger noch einige Zeit und das ausgerechnet in der anstehenden englischen Woche."