Riedenbergs Jetzt-erst-recht-Mentalität
Autor: Stephan Penquitt
LKR Bad Kissingen, Freitag, 03. Mai 2019
Der SVR will an die gute Leistung in Wiebelsberg anknüpfen und schaut auch gespannt auf das Derby in Thulba. Rüdiger Klug sagt Servus beim FC 06
FC 06 Bad Kissingen - SV-DJK Unterspiesheim (Samstag 18.15 Uhr) Im Heimspiel gegen den SV-DJK Unterspiesheim (10./33) gibt Trainer Rüdiger Klug für den FC 06 Bad Kissingen (6./42) seine Abschiedsvorstellung auf der 06-Bank. Die letzten beiden Partien übernehmen Christian Heilmann sowie Christian Laus. Grund hierfür ist ein Bundeswehreinsatz Klugs, der seit längerem feststeht. "Dies war der Vorstandschaft im Winter bereits bekannt und das Projekt Klassenerhalt ist außerdem erfüllt. Die Arbeit mit den Jungs hat mir sehr viel Freude bereitet, so dass natürlich auch Wehmut dabei ist", erläutert Bad Kissingens Coach, der bei den jüngsten Unentschieden in Gochsheim (2:2) und gegen Rödelmaier (1:1) ganz unterschiedliche Partien gesehen hat. "Das Spiel in Gochsheim war eines der dynamischsten Spiele, denen ich in letzter Zeit beiwohnen durfte. Wir haben dort ein ganz hervorragendes Spiel abgeliefert und auf Augenhöhe agiert. Dadurch haben wir uns den Zähler redlich verdient. Das Match gegen Rödelmaier war dagegen anfangs von Unkonzentriertheiten unsererseits geprägt, die der Gegner zum Führungstreffer nutzte. In Hälfte zwei war es komplett anders. Wir hatten da einige Hochkaräter. Letztlich muss man auch mal mit einem Zähler zufrieden sein." Jetzt kommt mit dem SV-DJK Unterspiesheim ein Kontrahent, der es im Nachholspiel gegen Münnerstadt (1:2) verpasste, dem Klassenerhalt ein großes Stück näher zu kommen. Klug: "Aufgrund der Niederlage stehen sie unter größerem Druck. Zudem ist Unterspiesheim eine Mannschaft, gegen die es immer unangenehm ist zu spielen. Wir werden wieder hochkonzentriert an die Aufgabe herantreten, denn wir wollen uns in jedem Spiel die Möglichkeit schaffen, uns zu optimieren."
FC Thulba - TSV Münnerstadt (Sonntag, 15 Uhr) Derbyzeit im Thulbatal-Stadion, wo der FC Thulba (8./36) den TSV Münnerstadt (12./31) empfängt. Die personell arg geplagten Frankonen gehen mit der Empfehlung eines 1:1-Auswärtszählers bei der FT Schweinfurt in die Partie, womit der Meister seine Feier um einen Tag verschieben musste. Entsprechend zufrieden war Spielertrainer Victor Kleinhenz: "Man muss wirklich sagen, dass wir richtig gut verteidigt und dem Gegner nur wenige Torchancen ermöglicht haben. Dass bei unserer Personalsituation bei Ballbesitz die spielerischen Elemente fehlten, war zu erwarten. Aber für den Kampf und die geschlossene Mannschaftsleistung haben wir uns spät mit einem Punkt belohnt." Für den Heimauftritt gegen Münnerstadt sieht der Coach die vordringlichste Aufgabe darin, die gute Leistung der Vorwoche zu konservieren: "Für uns als Fußballer ist es eine Königsdisziplin, einen starken Auftritt zu bestätigen. Ich freue mich drauf. Münnerstadt hat am Mittwoch gewonnen und will die positive Stimmung mit ins Spiel gegen uns bringen, damit man den Klassenerhalt so schnell wie möglich realisieren kann. Außerdem haben sie bekanntlich gute Kicker in ihren Reihen."
Konstant unkonstant
Sein Gegenüber Klaus Keller moniert die fehlende Beständigkeit seines Teams: Bei uns ist die einzige Konstante die Unkonstanz. Allerdings erschließt es mir sich nicht so wirklich, warum dies so ist, auch wenn wir natürlich eine junge Mannschaft haben." Die gewann unter der Woche das so wichtige Spiel in Unterspiesheim mit 2:1 und setzte nach der zuvor erlittenen 1:4-Heimniederlage gegen Dampfach wieder ein positives Zeichen. Keller: "Da hatten wir eine sehr gute Mentalität und zeigten eine starke Leistung. Auch die frühen Ausfälle von Hansi Schmitt und Niklas Markart haben wir weggesteckt. Ich weiß, was die Jungs können, nur rufen sie es nicht immer ab. In den letzten drei Begegnungen muss das Pendel in die positive Richtung ausschlagen. Es werden noch ein, vielleicht auch zwei Siege notwendig sein. Momentan haben wir es in der eigenen Hand." Für Gegner Thulba findet der TSV-Trainer lobende Worte: "Für mich ist das eines der stärksten Teams der Liga, manchmal haben sie ein Ergebnisproblem. Wir kennen ihre Spielweise und versuchen Lösungen zu finden. Aber egal, ob Derby oder nicht, es zählt in den letzten Spielen, dass die Jungs Herz haben und nicht, wie schön der Fußball ist, den wir spielen." Nicht mit von der Partie sein kann der rotgesperrte Ahmet Coprak. Hinter den angeschlagenen Hansi Schmitt und Niklas Markart steht ein dickes Fragezeichen.
SV Riedenberg - SV-DJK Oberschwarzach (Sonntag, 15 Uhr) Das mit dem SV Riedenberg (14./25) noch zu rechnen ist, bewiesen die Schützlinge von Interimscoach Benedikt Carton am vergangenen Wochenende beim 3:1-Erfolg in Oberschwarzach/Wiebelsberg., Damit der Traum vom Klassenerhalt weiterleben kann, soll auch das Heimspiel gegen den FSV Krum (16./22) gewonnen werden. "Zwar war der Sieg von Münnerstadt unter der Woche in Unterspiesheim für uns logischerweise nicht so toll, doch wir lassen uns nicht beirren und wollen weiter den letzten Strohhalm greifen", sagt Benedikt Carton, der stolz auf den Auftritt seiner Truppe in Wiebelsberg war. "Von der Einstellung, Einsatz und Aggressivität war das sehr stark. Wir waren sehr aktiv, hatten viele Ballgewinne und konnten uns immer wieder gut in Position bringen." Auch die gelb-rote Karte gegen Lukas Hergenröther war kein Knackpunkt. Carton: "Da haben wir eine "Jetzt-erst-recht"-Mentalität an den Tag gelegt und nochmal mehr rausgehauen. So muss man im Abstiegskampf agieren und das wird auch in den nächsten drei Spielen so notwendig sein." Gegner Krum hat bei acht Zählern Rückstand auf den Relegationsplatz allenfalls noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt. Riedenberg kann dafür sorgen, dass man dort in der nächsten Saison nur noch Kreisliga spielt. Carton: "Wir wollen und müssen das Spiel gewinnen und das müssen wir durch unsere Einstellung und Laufbereitschaft zeigen. Krum hat individuell starke Spieler, da gilt es für uns im Kollektiv dagegenzuhalten und zu zeigen, wer hier Herr im Haus ist." Im Vergleich zur Partie in Wiebelsberg kehrt Christoph Dorn wieder in den Kader zurück. penk