Punkte für den Tabellenletzten Ramsthal?
Autor: Stephan Penquitt
LKR Bad Kissingen, Freitag, 02. Sept. 2016
In Münnerstadt treffen mit dem TSV und dem SV Euerbach/Kützberg zwei spielstarke Mannschaften aufeinander. Riedenberg hat ein Spiel auf Augenhöhe.
TSV Münnerstadt - Euerbach/Kützberg (Sonntag, 15 Uhr)
Ein fußballerischer Leckerbissen könnte die Partie zwischen dem TSV Münnerstadt (4./12) und dem SV Euerbach/Kützberg (6./10) werden. Jedenfalls stehen beide Mannschaften für technisch feinen Fußball und bewegen sich nicht zu Unrecht im vorderen Tabellendrittel. Nicht wenige erwarten Landesligaabsteiger Euerbach am Ende ganz oben auf dem Thron der Bezirksliga, so auch Münnerstadts Trainer Thomas Dietz: "Das ist der Topfavorit der Liga. Von den Namen her, die sie im Kader haben, müssten sie eine Klasse höher spielen. Klar sind wir die Außenseiter." Wie man die Truppe von Ex-Profi Carsten Weiß besiegen kann, zeigte am vergangenen Wochenende Aufsteiger Strahlungen, der den Euerbachern mit ganz frecher Spielweise die erste Saisonniederlage beibrachte.
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"Durch diese Niederlage steht der Gegner vielleicht etwas unter Druck, weil sie ja vorne dabeibleiben möchten", hofft Dietz. Seine Jungs blieben dagegen auf Kurs und setzten sich unter anderem dank eines Dreierpacks von Torjäger Simon Snaschel bei der FT Schweinfurt am Ende klar mit 4:1 durch, obwohl sich der Gegner bei glühender Hitze lange wehrte. "Wir hatten von Mitte der ersten Hälfte bis zur 60. Minute ein bisschen Glück. Durch unseren zweiten Treffer hatten wir dann wieder mehr Zugriff und am Ende mehr Sprit im Tank", sah der TSV-Coach einen letztlich verdienten Sieg seiner Truppe, die auch gegen Euerbach auf die Urlauber Philipp Müller und Ahmet Coprak verzichten und um den angeschlagenen Sebastian Halupczok bangen muss.
DJK Dampfach - SV Riedenberg (Sonntag, 17 Uhr)
Mit der DJK Dampfach (11./7) und dem SV Riedenberg (10./8) treffen am Sonntag zwei Gewinner des letzten Spieltages aufeinander.
Während Dampfach auswärts im Steigerwald den Oberschwarzachern etwas überraschend die erste Saisonniederlage (1:2) beibrachte, sorgte Riedenberg zuhause dafür, dass Gerolzhofen weiter ohne Zähler dasteht. An der Darbietung seiner Jungs konnte sich Rüdiger Klug durchaus erfreuen, wollte das aber nicht überbewerten, da der Gegner keine allzu große Gefahr darstellte: "Was wir uns vorgenommen haben, nämlich mehr Torgefahr zu entwickeln und Gerolzhofen früh unter Druck zu setzen, hat gut funktioniert. Wir hatten gute Balleroberungen und das konstant über das ganze Spiel. Diese Dinge müssen wir jetzt in Dampfach wieder an den Tag legen und zusätzlich höheren läuferischen Aufwand betreiben." Gerne erinnert sich der SV-Trainer an die Begegnung der letzten Saison in den Haßbergen, als die Grün-Weißen eine tadellose Vorstellung ablieferten und mit 3:0 die Oberhand behielten.
"Das war ein sehr gutes Match von uns. Das Spiel jetzt findet wieder auf Augenhöhe statt", so Klug. Personell bedingt wird sich der SV-Kader verändert darstellen. Innenverteidiger Christoph Dorn fehlt urlaubsbedingt ebenso wie der zuletzt zweifache Torschütze Dominik Fröhlich, so dass Thomas Schaab in die Innenverteidigung neben Thomas Vorndran rückt. Weiter fehlen wird zudem James Galloway, während hinter Patrick Barthelmes (Wade) und Fabian Seuring (Knöchel) noch ein dickes Fragezeichen steht. Dafür könnte Nick Schumm (U19) nachrücken.
TSV Forst - SV Ramsthal (Sonntag, 15 Uhr)
Zwar ging der SV Ramsthal (16./0) vor Wochenfrist im Aufsteigerduell gegen Gochsheim (1:3) abermals leer aus, jedoch war SV-Coach Nico Schell zumindest mit der Leistung absolut einverstanden, mit dem Ergebnis logischerweise nicht: "Die grundlegenden Tugenden wie Wille und Einsatzfreude waren da.
Die Defensive war insgesamt stabil und vor allem sind wir 90 Minuten als Mannschaft aufgetreten. Wir hatten die Möglichkeit zum 2:1 und Gochsheim macht mit der eigentlich zweiten Chance fünf Minuten vor Schluss das zweite Tor. Es tut mir leid für die Jungs, die 90 Minuten alles investiert hatten." Nun müssen die Weindörfler einen weiteren Anlauf nehmen, um zählermäßig in der Liga anzukommen. Die Reise führt diesmal zum TSV Forst (8./8), der die Klasse in der vergangenen Saison bekanntermaßen erst über einen stressgeladenen Relegationsmarathon hielt. In die neue Runde startete die Truppe von Trainer Udo Romeis allerdings durchaus ordentlich. Zwei Siege, zwei Remis und nur eine Niederlage (0:1 gegen Gochsheim) sind Beleg dafür, dass Forst diesmal gewillt ist, eine stabilere Saison abzuliefern. Für Ramsthal indes heißt es weiter an sich zu glauben, denn Schell sieht seine Truppe bei weitem nicht chancenlos. Ein Wermutstropfen ist natürlich der Ausfall der Ott-Brüder, die sich für die nächsten drei Spiele in den Urlaub verabschiedet haben, genau wie Neuzugang Marco Weber. Da auch Florian Hahn angeschlagen ist, ist die Auswahl in der Offensive überschaubar.