FC Fuchsstadt - TSV Lengfeld 5:1 (2:0). Tore: 1:0, 2:0 Christoph Schmidt (9., 39.), 2:1 Raphael Fuß (46.), 3:1, 4:1 Yanik Pragmann (50., 60.), 5:1 Markus Mjalov (80., Foulelfmeter). Gelb-Rot: Daniel Plagens (53., Lengfeld).

Für Martin Halbig war es wohl so etwas wie der perfekte Samstag. Schließlich hatten seine Jungs den erhofften Pflichtsieg eingefahren, durften dabei sogar einige Körner sparen vor dem Montagskick in Lichtenfels, weil die Begegnung schon nach einer Stunde entschieden war. Obendrauf durfte der FC-Coach guten Gewissens sein Wechsel-Kontingent ausschöpfen. Und ganz im Gegensatz zu vielen anderen Sportplätzen litten die Protagonisten nicht unter heftigen Regenfällen. Erst eine Viertelstunde nach dem Abpfiff schüttete es aus Kübeln.

Das Bild vom begossenen Pudel liegt da nahe, und als solche durften sich die Lengfelder nach den 90 Minuten durchaus fühlen. Denn die Gäste wurden etwas unter Wert geschlagen. Die erste Chance bot sich jedenfalls den Lengfeldern in Person von Adrian Istrefi, als FC-Keeper Andreas Kohlhepp zupackte. Aggressive Fuchsstädter führten zur Pause verdient mit 2:0, weil Christoph Schmidt zweimal perfekt von Yanik Pragmann in Szene gesetzt worden war. Weitere Treffer für die offensiv ausgerichtete Heimelf verpassten Pragmann, Dominik Halbig und Abwehr-Chef Sebastian Bartel mit zwei Kopfbällen nach Standards.

Vom Anstoß der zweiten Halbzeit weg gelang dem Gegner vor den 230 Fans auf dem Kohlenberg der Anschlusstreffer durch Raphael Fuß. "Da haben wir total gepennt", monierte Halbig, der aber keinen erhöhten Pulsschlag mehr bekommen sollte, weil sich Gäste-Akteur Daniel Plagens durch einen überflüssigen Schubser erst eine Zeitstrafe, dann mit Gemotze die Ampelkarte einhandelte. Davor und danach hatte Yanik Pragmann ebenfalls einen Doppelpack geschnürt, ehe Markus Mjalov, zuvor selbst gefoult worden, per Strafstoß den letzten Treffer der Partie erzielte. Mit dem 1:5 waren die Lengfelder tatsächlich noch gut bedient, weil die FCler weitere Hochkaräter teils leichtfertig liegen ließen.

"Wir wollten Lengfeld sofort unter Druck setzen und zu Fehlern zwingen, das ist uns eigentlich ganz gut gelungen. Nach vorne war der Gegner aber gefährlich mit seinen guten Einzelspielern, um sich durch eine Dummheit selbst zu schwächen", bilanzierte Martin Halbig.

Fuchsstadt: Kohlhepp - Seit (67. Frank), Bartel, Emmer, Neder (61. Schmitt) - S. Schmidt, Pfeuffer, Pragmann (77. Petrunin), Halbig, D. Schmidt (61. Raab) - C. Schmidt (67. Mjalov)

FC Lichtenfels - FC Fuchsstadt 1:0 (0:0). Tor: 1:0 Tobias Zollnhofer (54.).

Am 14. Spieltag hat es nun auch die "Füchse" erwischt. Die erste Saisonniederlage bezeichnete ihr Coach Martin Halbig als unverdient und ärgerlich, "denn dem Spielverlauf nach wäre eine Punkteteilung in Ordnung gegangen". Beide Mannschaften boten den 250 Zuschauern eine kampfbetonte Vorstellung, wobei sich Torgelegenheiten wegen zweier starker Defensivreihen nur selten ergaben. Die Gastgeber, die sich langsam den Ruf eines "Angstgegners" für die Kohlenberger erarbeiten, brachten vor dem Seitenwechsel ihre Heimstärke nicht zum Tragen, wussten aber die gefährlichen Konter des Gastes rechtzeitig im Keim zu ersticken.

Dem spielentscheidenden Treffer ging ein Ballverlust der Halbig-Schützlinge voraus. Den folgenden Konter unterbanden sie durch ein Foul und den fälligen Freistoß verwertete Tobias Zollnhofer, der die Kugel über die Mauer hinweg in den Winkel schlenzte. "Wir haben uns danach sofort um den Ausgleich bemüht, besaßen durch Yanik Pragmann, der das Leder am langen Eck vorbei setzte, und Dominik Halbig die Möglichkeit zum 1:1", informierte der Martin Halbig, der haderte, dass der Referee, obwohl gut postiert, ein Foul an Christoph Schmidt im Strafraum nicht ahndete. "In so einem Spiel brauchst du halt auch das notwendige Quäntchen Glück", auf dieses und auf eine weitere gute Leistung seiner Mannen hofft er am Sonnabend beim "Klassiker" gegen die FT Schweinfurt.

Fuchsstadt: Kohlhepp - Neder, S. Bartel, Pfeuffer, Ch. Schmidt - Seit, S. Schmidt, D. Schmidt (75. Schmitt)- Halbig, Mjalov, Pragmann.