Druckartikel: Münnerstädter bekommen die Chance, sich zu beweisen

Münnerstädter bekommen die Chance, sich zu beweisen


Autor: Stephan Penquitt

LKR Bad Kissingen, Freitag, 09. März 2018

Thulbas Spielertrainer Victor Kleinhenz brennt gegen Riedenberg auf eine Revanche. Auch der TSV Rannungen hat beim FSV Krum etwas gutzumachen.
1:0 gewann der SV Riedenberg mit Marcel Gebhart (rechts) gegen den FC Thulba mit Kapitän Florian Heim (links) in der Hinrunde. Thulba will jetzt die Revanche.Sebastian Schmitt


FC Thulba - SV Riedenberg (Samstag, 16 Uhr)
Gleich zum Auftakt kommt es im Thulbatal-Stadion zum Landkreis-Derby zwischen dem FC Thulba (2./35) und dem SV Riedenberg (8./24). FC-Spielertrainer Victor Kleinhenz brennt trotz größerer personeller Probleme auf Revanche für die im Hinspiel erlittene 0:1-Auswärtsniederlage, spricht aber auch mit großem Respekt über das Leistungsvermögen des Gegners: "Riedenberg ist eine der Mannschaften in der Bezirksliga, die am schwierigsten auszurechnen ist. Sie können alles abrufen. Sowohl einen gepflegten Spielaufbau, als auch ein schnelles Umschaltspiel und kämpferisch stark sind sie sowieso. Aber wir sind voller Vorfreude und Tatendrang und wollen den erfolgreichen Trend der letzten Monate fortsetzen." Allerdings ist der FC-Kader im Moment ausgedünnt, so fehlen Fabian Düsterwald (Mittelfußbruch) sowie Manuel Hänelt (Leiste) langfristig, während Lorenz Heim und Maximilian Gah (Urlaub) fürs Wochenende ausfallen. Lukas Graser ist im Aufbautraining und auch der Coach selbst plagte sich zuletzt mit Knieproblemen herum. Dafür stehen die in der Vorrunde lange verletzten Maximilian Heinrich, Fabio Reuß und Marcus Hein wieder im Kader. Heiß ist man auch im Riedenberger Lager auf die Partie. "Für mich als Fuschter sind Spiele gegen Thulba immer etwas Besonderes. Das waren schon früher heiße Duelle und ein Derby will man sowieso nie verlieren", freut sich SV-Trainer Marius Kubo auf die Partie gegen Kumpel Kleinhenz. Diesen sieht er als Seele des Frankonen-Spiels: "Ich bin gespannt, wie es sich auswirkt, falls er ausfällt. Er ist Denker und Lenker in seiner Mannschaft." In Kubos eigenem Team fallen zumindest Paul Konopka (Schambeinentzündung) sowie Marcel Schöppach (Nierenerkrankung) langfristig aus. Dennoch hofft Kubo in Thulba auf ein positives Ergebnis: "Wir wollen Gas geben und maximal erfolgreich sein in der Restsaison."

FSV Krum - TSV Rannungen (Sonntag, 15 Uhr)
Optimistisch geht der TSV Rannungen (15./13) in seine Auswärtspartie beim FSV Krum (6./25). In der langen Wintervorbereitung wurden die Weichen gestellt, um den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu realisieren. "Für die Umstände war unsere Vorbereitung ordentlich, die Jungs haben sehr gut mitgearbeitet. Am Sonntag wird sich zeigen, was es gebracht hat. Hier haben wir aus dem Hinspiel noch etwas gutzumachen", erinnert sich Rannungens Coach Klaus Seufert an die bittere 1:5-Heimniederlage gegen Krum. "Wir versuchen einen guten Start hinzubekommen, das ist in unserer Situation ganz wichtig, um unser Ziel Klassenerhalt nicht aus den Augen zu verlieren." Der Einsatz von Spielgestalter Benni Kaufmann (Grippe) ist gefährdet, Dominik Gehrig fehlt berufsbedingt.

Wiesentheid - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 15 Uhr)
Auch im Lager des FC 06 Bad Kissingen (12./18) ist man nach einer turbulenten Vorbereitung froh, dass es nun endlich losgeht. Die Mannschaft von Trainer Mario Wirth reist zum TSV/DJK Wiesentheid (11./19). Im Hinspiel gelang durch das 2:1 der erste Saisonsieg, den der aktuelle 06-Coach nicht live miterleben konnte, da er aus beruflichen Gründen nicht im Kader stand. "Wiesentheid gleicht irgendwie einer Wundertüte. Auf gute Spiele folgen schlechte und andersherum. Für uns ist es ein extrem wichtiges Spiel. Wir wollen und müssen bei einem direkten Konkurrenten punkten, um diesen nicht davonziehen zu lassen. Zudem gilt der Blick nach hinten, denn wir haben nur vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsrang und den würden wir gerne vergrößern." Dabei geht es Wirth nur sekundär um das schöne Spiel, in erster Linie sollen erst einmal Punkte geholt werden - egal wie. Personell kann der 06er-Dompteur nicht ganz aus dem Vollen schöpfen. Keeper Florian Rottenberger ist nach seiner Rückenverletzung im Aufbautraining und wird wieder von Routinier Jörg Schaffelhofer vertreten. Florian Heimerl weilt im Skiurlaub, während Vlad Ruja mit einer Knieverletzung weiter außer Gefecht ist.

TSV Gochsheim - TSV Münnerstadt (Sonntag, 15 Uhr)
Eine hochinteressante Aufgabe steht dem TSV Münnerstadt (3./30) ins Haus, der im Verfolgerduell der Bezirksliga beim TSV Gochsheim (4./28) zu Gast ist. Die Gochsheimer waren es, die der Mannschaft von Neu-Coach Klaus Keller in der Vorrunde die einzige Heimniederlage (1:3) zufügten. Für Keller ist der Gegner alles andere als unbekannt, er machte sich sogar in der Vorbereitung ein Bild von ihm: "Gochsheim ist eine Mannschaft, die am Ende des Tages unter den ersten fünf landen wird. Ich denke, es wird ein Spiel auf Augenhöhe." Seine Jungs sieht er nach intensiver Vorbereitung gut gerüstet. Keller: "Es mussten hier keine Steine umgedreht werden. Mit der Vorbereitung bin ich sehr zufrieden. Durch die sehr guten Bedingungen hier in Münnerstadt mit den drei Plätzen und der Halle konnten wir sehr gut arbeiten. Die Jungs haben mitgezogen, die Fitness ist da." Länger nicht mit von der Partie sein wird Fabian May (Nabel-OP), während sich Niklas Markert bekanntlich auf längerer Auslandsreise befindet. Auch hinter den Einsätzen der Gebrüder Schmittzeh (Grippe) und Lukas Katzenberger (Fersenentzündung) stehen Fragezeichen, was den Mürschter Coach aber nicht sonderlich beunruhigt: "Wir haben einen vernünftig großen Kader mit einer, den Ansprüchen entsprechenden, guten Qualität. Für die fehlenden Akteure rücken jetzt andere ins Team. Also alles gut."