Der FC 06 Kissingen bleibt geerdet

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Unser Bild zeigt Riedenbergs Patrick Barthelmes (rechts) im Duell gegen Gerolzhofens Daniel Geck. Beim damaligen 4:1-Sieg stimmten Disziplin, Einstellung und Leidenschaft der Mannschaft, die Trainer Rüdiger Klug jetzt auch gegen Wiesentheid fordert. Foto: ssp
Unser Bild zeigt Riedenbergs Patrick Barthelmes (rechts) im Duell gegen Gerolzhofens Daniel Geck. Beim damaligen 4:1-Sieg stimmten Disziplin, Einstellung und Leidenschaft der Mannschaft, die Trainer Rüdiger Klug jetzt auch gegen Wiesentheid fordert. Foto: ssp

Tabellenführer Bad Kissingen gastiert beim Abstiegskandidaten FT Schweinfurt. Riedenbergs Trainer Rüdiger Klug vermisst die Leidenschaft seiner Mannschaft.

FT Schweinfurt - FC 06 Bad Kissingen (Samstag, 16 Uhr)
Es läuft und läuft und läuft derzeit beim FC 06 Bad Kissingen (1./31). Auch der TSV/DJK Wiesentheid war letztlich kein Hindernis und konnte am Ende ungefährdet mit 5:1 in die Schranken gewiesen werden. Vor der Auswärtspartie bei Abstiegskandidat FT Schweinfurt (14./9) führen die Kurstädter mit sechs Punkten Vorsprung auf Dampfach die Tabelle an, und auch in Schweinfurt scheinen die Rollen soweit verteilt. Dennoch behält man in Bad Kissingen beide Beine auf dem Boden, sagt FC-Coach Thomas Lutz: "Wir sind teilweise selbst überrascht, wie gut es läuft. Aber wir können uns noch an die vorherige Bezirksligasaison erinnern: Es geht schnell mal in die andere Richtung. Deshalb gehen wir sehr konzentriert in jedes Spiel und unterschätzen keinen Gegner. Auch nicht die FT Schweinfurt, denn die müssen Punkte holen, egal, gegen wen sie spielen." Die Aufgabe Wiesentheid lösten die Kurstädter mit Bravour und Andrei Puscas konnte sich durch seinen Doppelpack mit 14 erzielten Treffern an die Spitze der Torjägerliste setzen. Lutz sieht im kommenden Gegner eine Mannschaft mit Potential: "Sie scheinen vernünftige Einzelspieler zu haben, sind wohl aber noch keine Einheit. Wir nehmen das Ramsthal-Spiel als Messlatte, denn dort haben wir uns auch sehr schwer getan." Positiv angetan war Kissingens Coach von Youngster Julian Hüfner, der als Antreiber im Mittelfeld gefiel und auch in Schweinfurt von Beginn an auflaufen wird. Für Florian Heimerl (Nasenbeinbruch) rückt Darko Aleksoski ins Team.

SV Riedenberg - TSV/DJK Wiesentheid (Sonntag, 15 Uhr)
Tristesse herrschte nach der 1:2-Niederlage des SV Riedenberg (13./12) in Unterspiesheim. SV-Coach Rüdiger Klug machte die Niederlage an drei Punkten fest: "Zu allererst haben wir kein gutes Spiel gemacht, dann war der Verlauf des Spiels mit den Gegentoren recht unglücklich und zudem hatte der gegnerische Torwart einen sehr guten Tag." Doch auch mit den Leistungen einiger seiner Akteure war Klug nicht einverstanden. Er fordert mehr Disziplin, Einstellung sowie Leidenschaft und richtet vor dem Spiel gegen den TSV/DJK Wiesentheid (11./14) klare Worte an die Mannschaft: "Ein Team gewinnt nur an Qualität, wenn jeder das Optimum aus sich herauskitzelt. Das gilt sowohl für die Spielvorbereitung als auch für das Spiel selbst. Wir müssen mit Widerstandskraft und einer Portion Optimismus eine Verbesserung der Leistung herbeiführen, um wieder erfolgreicher zu werden." Die Gäste aus Wiesentheid erbten zuletzt bei Klassenprimus Bad Kissingen zwar keine Punkte, sammelten aber ob ihrer technisch akzentuierten Spielweise Lob. Trotz des spielerischen Potentials fehlt es der neuformierten Truppe von Trainer Stefan Schöler noch etwas an Konstanz, um weiter vorne in der Tabelle anzugreifen. Die gefährlichsten Schützen der Steigerwälder sind bisher Markus Pfeufer (7 Tore), Florian Eschenbacher und Sven Friedrich (beide 5 Tore), auf die Riedenbergs Defensive natürlich ein Augenmerk richten soll. Klug muss weiter auf Fabian Seuring verzichten, während hinter Dominik Fröhlich und Max Schultheiß ein Fragezeichen steht.

TSV Münnerstadt - TSV Gochsheim (Sonntag, 15 Uhr)
Eine knifflige Aufgabe steht dem TSV Münnerstadt (5./22) bevor, der den TSV Gochsheim (4./23) erwartet. Der Aufsteiger demonstrierte bisher spielerische Klasse und zeigte, dass mit ihm nicht leicht Kirschen essen ist. Mit Nico Kummer, Daniel Meusel und Yannic Sprenger besitzt die Truppe des Trainer-Duos Dominik Ruh/Stefan Riegler mächtig Offensivwucht. Jüngst bezwang das Team aus dem Landkreis Schweinfurt den FC Strahlungen (3:1) und schob sich dadurch an Münnerstadt vorbei auf Rang vier. Dies geschah deshalb, weil die Nägelsieder nach drei Spielen ohne Niederlage gegen den FSV Krum mit 2:4 den Kürzeren zogen. Und das auch nicht zu unrecht, wie TSV-Coach Thomas Dietz konstatierte: "Krum war aggressiv und zweikampfstark. Wir haben uns den Schneid abkaufen lassen und sind immer einem Rückstand hinterher gelaufen." Klar hatten die Mürschter in diesem Spiel auch große Personalprobleme, so fielen neben dem etatmäßigen Sturm-Duo Simon Snaschel/Fabian Göller auch Niklas Markart, Tobias Kröckel und Lukas Katzenberger aus. Zumindest bei Markart hat Dietz die Hoffnung auf Rückkehr. Snaschel machte zwar im Training erste Gehversuche, ein Einsatz ist dennoch fraglich. Unterdessen ist Münnerstadts Coach von der Qualität Gochsheims überzeugt: "Neben Kissingen ist das ein richtig guter Aufsteiger. Sie fahren hierher, um bei uns was zu holen. Wir müssen noch präsenter und aggressiver sein als in Krum, als wir die Gegentore durch viele individuelle Fehler bekommen haben."

SV Euerbach/Kützberg - SV Ramsthal (Sonntag, 15 Uhr)
Ein ganz wichtiges Ausrufezeichen sendete der SV Ramsthal (15./6) mit dem 3:0-Erfolg über die FT Schweinfurt, der man dadurch bis auf drei Punkte näher kommen konnte. Ein ganz anderes Kaliber erwartet die Schell-Schützlinge diesmal mit der Auswärtspartie beim SV Euerbach/Kützberg (3./24). Der Landesligaabsteiger möchte genau da wieder hin und investierte vor der Runde in hochklassige Neuzugänge. Trotz des aktuellen dritten Tabellenplatzes läuft es im bisherigen Saisonverlauf noch nicht so, wie man es sich im Euerbacher Lager vorstellt. So mussten die Jungs von Trainer Carsten Weiß vor Wochenfrist in Geesdorf (0:1) die zweite Saisonniederlage hinnehmen und holten sich dabei gleich vier Platzverweise (dreimal gelb-rot, einmal rot) ab. Zumindest Kevin Frazier fehlt aufgrund seiner Sperre. Trotzdem ist im Euerbacher Kader immer noch so viel Qualität, dass es für die Weindörfler schwierig wird, dort Zählbares mitzunehmen. "Euerbach hat viele gute Einzelspieler, aber sie scheinen derzeit nicht ihre beste Phase zu haben und stehen unter Druck. Das ist vielleicht ganz gut für uns", hofft Schell auf flatternde Nerven beim Gegner. Ob der Ramsthaler Sieg gegen Schweinfurt ein Befreiungsschlag war, bleibt abzuwarten. "Es war auf jeden Fall schön, mal wieder zu gewinnen, aber wir machen uns keinen Druck. Eine gewisse Lockerheit tut uns gut, auch in Hinblick auf die kommenden schweren Aufgaben mit Euerbach, Oberschwarzach und Dampfach", so Schell. Fehlen wird Abwehrorganisator Johannes Brand.