Wieder einmal hatte der FC Rottershausen seine Allzweck-Waffe ins Spiel gebracht. "Der hat schon alles außer Tormann gespielt", heißt oft das hohe Lied auf die Flexibilität. "Alles, auch Tormann", muss es bei Jörg Wetterich heißen, der bei den Spirken auch schon die Rolle des Torjägers, Trainers oder Funktionärs hinter den Kulissen gespielt hat. Diesmal stand Rottershausens Mann für alle Fälle also zwischen den Pfosten, weil die Facharbeiter Christian Heydenbluth und Hergen Vollert verletzungsbedingt nicht zum Einsatz kamen. Belohnt wurde der FC-Allrounder nicht, weil sich die DJK Burghausen/Windheim in einem engen Spiel mit 2:1 durchgesetzt hatte.

Das wiederum machte Stephan Penquitt glücklich, der sich in seinem finalen Spiel als DJK-Trainer mit dem Klassenerhalt verabschieden durfte vor seiner Rückkehr zum VfR Sulzthal. Und umgehend ein "Glückwunsch-Telegramm" von Charly Storch erhielt.
Was uns einerseits verrät, dass der aktuelle Meister-Trainer des SV Riedenberg nicht nur auf den Sportplätzen der Region, sondern auch in sozialen Netzwerken unterwegs ist. Aber der Fußball-Fachmann aus der Rhön ist auch ein Geheimnis-Träger. Hüllt sich in Schweigen, was die sportliche Zukunft angeht. Komm Charly, lass es raus...

Reden kann schließlich befreiend wirken. Singen und Feiern sowieso. Einmal alles raus lassen. Nicht an das Morgen denken. So eine Fußball-Relegation bietet da einen geeigneten Anlass. Erst recht, wenn das eigene Team aufgestiegen ist. So, wie der SV Machtilshausen, der sich seinen Traum vom Aufstieg in die Kreisklasse erfüllt hat. Die Schlagzeile war damit beschlossene Sache. Jetzt haben es aber auch die Machtilshäuser Musikanten in den Lokalsport geschafft. "Mit Pauken und Trompeten zog die Musikvereinigung Machtilshausen mit den jubelnden Spielern und Fans des SVM durch die Straßen. Anschließend
wurden die Spieler im Sportheim gefeiert", heißt es in einer Email an die Redaktion. Eine Information, die wir an dieser Stelle gerne weitergeben.

Apropos Information: So aktuell wie möglich wollten wir unsere Leser informieren über die nächsten Relegations-Spiele. Was gar nicht so einfach war. Zumindest bezogen auf die Ansetzungen in den unteren Spielklassen im Fußball-Kreis Rhön. Bloß: Keine Nachricht seitens des Verbandes. Kein Mensch am Telefon. Auch die Nachfragen bei den beteiligten Vereinen brachte keinen Erkenntnisgewinn. "Wir schauen auch schon die ganze Zeit ins BFV-Postfach", sagte ein Funktionär. Weil doch der Verein entsprechend planen muss. Weil doch die Spieler wissen müssen, welchen Termin sie sich freizuhalten haben. Eine kurze Nachricht, bis wann mit den entsprechenden Neuigkeiten zu rechnen sei, hätte schon geholfen. Hätte Zeit und Nerven gespart.