In Münnerstadt wird es entscheidend sein, ob Kissingen oder der TSV sein Spiel besser durchziehen kann. Ramsthal will in Unterspiesheim Revanche nehmen.
TSV Münnerstadt - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 14 Uhr)
Kurz vor der Winterpause heißt es nochmal "Derby-Time" beim TSV Münnerstadt (5./29). Dort empfängt der Tabellenfünfte den unangefochtenen Spitzenreiter FC 06 Bad Kissingen (1./37). Das Hinspiel gewannen die 06er in einem engen Match knapp mit 1:0. "Wir hatten da viele Torchancen, daher wäre ein Unentschieden damals für uns wohl das gerechtere Ergebnis gewesen", sah TSV-Trainer Thomas Dietz seine Jungs absolut auf Augenhöhe mit dem starken Aufsteiger, dem er den nötigen Respekt zollt: "Sie haben einen richtig guten Kader und stehen zurecht da oben. Die Offensive mit Puscas, Brinkley und den Rujas ist brutal. Die müssen wir so weit es geht aus dem Spiel nehmen, um erfolgreich zu sein."
Münnerstadt mit genug Qualität?
Und erfolgreich sein wollen die Dietz-Schützlinge, die nach der enttäuschenden Heimniederlage gegen Schlusslicht Gerolzhofen zuletzt gegen starke Geesdorfer (2:2) eine gute Reaktion zeigten. "Trotz unseres personellen Engpasses und des guten Gegners ist ein Heimsieg unser Ziel", so Thomas Dietz, der mit Simon Snaschel, Niklas Markart, Philipp Müller, Lukas Katzenberger und dem rotgesperrten Denny Mangold wohl auf eine ganze Reihe von Akteuren verzichten muss. "Das ist wieder eine Chance für die, die hintenan stehen und die haben es auch gegen Geesdorf schon gut gemacht", glaubt Dietz noch an genug Qualität in seinem Kader, um Bad Kissingen die Stirn bieten zu können. Der Spitzenreiter weiß indes um die Schwere der Aufgabe in Münnerstadt: "Der TSV ist eine spielstarke Mannschaft, die uns im Hinspiel schon Probleme bereitet hat. Das wird eine interessante Partie", freut sich 06-Coach Thomas Lutz auf das Derby. Seine Jungs steckten die zwei Niederlagen gegen Schweinfurt und Euerbach gut weg und siegten auswärts in Oberschwarzach (3:1) und Dampfach (5:1) zweimal souverän. "Wir sind gut gefestigt, die Jungs trainieren noch immer stark, deshalb würden wir die zwei Spiele vor der Winterpause gerne auch noch durchziehen. In Münnerstadt wird es entscheidend sein, wer sein Spiel besser durchbringen kann. Beide Teams bevorzugen den Ballbesitz, eigene Ballsicherheit ist ein großes Thema. Ich glaube nicht, dass Münnerstadt jetzt mit hohen Bällen agiert", haben für Lutz beide Mannschaften eine sehr ähnliche Spielweise. Im Sturm setzt Kissingens Übungsleiter diesmal neben Top-Torschütze Andrei Puscas auf Rares Ruja. Auch Ervin Gergely wird, wie der stark trainierende Lukas Müller, mit an Bord sein.
TSV Forst - SV Riedenberg (Sonntag, 14 Uhr)
Drei Spiele, fünf Punkte, keine Niederlage. Die Bilanz von Rückkehrer Marius Kubo als Nachfolger von Rüdiger Klug auf dem Trainerposten beim SV Riedenberg (12./17) kann sich sehen lassen. In den beiden noch ausstehenden Spielen am Sonntag beim TSV Forst (11./19) und eine Woche später in Euerbach gilt es für Riedenbergs Grün-Weiße weiter fleißig Zähler zu sammeln. Gerade das Spiel in Forst ist für Kubo von großer Bedeutung: "Das ist ein ganz wichtiges Match. Wenn wir dort gewinnen, können wir den TSV in der Tabelle überholen, und das ist das Ziel für's Wochenende." Auch den Matchplan hat sich Riedenbergs neuer, alter Coach zurechtgelegt. "Wir müssen aus einer kompakten Defensive agieren, denn vorne sind wir immer für ein Tor gut." Vor allem einer tat sich in den vergangenen drei Begegnungen hervor. James "Jimmy" Galloway traf da jeweils und befindet sich derzeit in sehr guter Verfassung. Auch beim 1:1 in Gochsheim markierte er die 1:0-Führung: "Das war dort insgesamt eine gute Defensivleistung gegen einen spielstarken Gegner. Darauf können wir aufbauen", konnte Kubo mit dem Zähler leben und freute sich über die gute Leistung von "Aushilfsverteidiger" Philipp Dorn. Nicht so gut läuft es derweil in Forst. Die Romeis-Elf kassierte zuletzt drei Niederlagen in Serie und rutschte in der Tabelle näher an die Abstiegszone.
SV-DJK Unterspiesheim - SV Ramsthal (Sonntag, 14 Uhr)
Nach der ungewollten Pflichtspielpause am vergangenen Wochenende reist der SV Ramsthal (15./12) diesmal in den Landkreis Schweinfurt zum SV-DJK Unterspiesheim (10./20). Nach dem 3:1-Hinspielsieg grüßten die Unterspiesheimer mit zehn Punkten aus vier Spielen als Tabellenführer, doch die folgenden Wochen verliefen für die Seger-Mannen alles andere als einfach. Es kamen zwar nochmals zehn Zähler hinzu, allerdings in zwölf Partien. Dadurch ist die Mannschaft mittlerweile nahe an die Abstiegszone herangerückt. Anders die Romsler, die nach Verletzungssorgen und Anlaufschwierigkeiten in der Liga angekommen sind und in letzter Zeit stetig punkteten. Nicht aber im vergangenen Spiel, denn das ging in Strahlungen auf dem unter Wasser stehenden B-Platz mit 0:2 verloren. Was SV-Trainer Nico Schell immer noch die Zornesröte ins Gesicht treibt: "Das war kein Fußball-Spiel, das war eine Katastrophe. Ein Witz, dieses Spiel anzupfeifen." Zu allem Übel verletzte sich dort auch Goalgetter Sascha Ott am Sprunggelenk und steht für das Unterspiesheim-Spiel auf der Kippe. Dem Vernehmen nach soll der Verband mit Hinweis auf Heimrechttausch die Strahlunger "gebeten" haben, das Spiel stattfinden zu lassen. Ungeachtet dessen hofft die Schell-Elf darauf, in Unterspiesheim Revanche nehmen zu können. "Im Hinspiel haben sie ihre Chancen besser genutzt und dadurch verdient gewonnen. Alle drei Tore fielen über außen, insbesondere über Johannes Nunn. Das müssen wir diesmal besser verteidigen", sagt Schell. Ramsthals Coach möchte in den verbleibenden beiden Partien zumindest noch drei weitere Zähler ergattern: "Dann hätten wir 15 Punkte und wären einigermaßen in Schlagdistanz zu den Nichtabstiegsrängen." Erfreulich für den Aufsteiger ist, dass Antreiber und Kapitän Björn Morper nach seiner Schulterverletzung am zweiten Spieltag in Riedenberg wieder im Training ist und für das Unterspiesheim-Spiel in den Kader rückt, aus dem Marco Weber wegen zweier angebrochener Rippen fällt.