Würzburg war in dieser Saison ein gutes Pflaster für den TSV Großbardorf.
Würzburger FV - TSV Großbardorf 0:1 (0:0). Tor: 0:1 Markus Kirchner (72.).
Bes. Vorkommnis: Adrian Istrefi (Würzburg) scheitert mit Handelfmeter an Marcel Wehr (76.).
Die Schützlinge von Trainer Dominik Schönhöfer holten aus den beiden Gastspielen in der unterfränkischen Bezirkshauptstadt die Höchstpunktzahl: Erst vor wenigen Wochen ein 2:1-Erfolg bei der zweiten Mannschaft der Würzburger Kickers und nun ein 1:0-Sieg beim Würzburger Fußballverein.
Deshalb herrschte nach dem Abpfiff des guten Schiedsrichters Patrick Hanslbauer allerbeste Stimmung in den Reihen der Grabfeld-Gallier. Das Team um Mannschaftskapitän Maximilian Zang bot vor allem kämpferisch eine sehr gute Partie und verdiente sich deshalb die drei Punkte. Dieser Ansicht waren auch die glücklichen TSV-Kicker.
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"Im Endeffekt war unser Dreier verdient, da wir mehr Fußball gespielt haben, während die Würzburger die Bälle nur vorgedroschen haben", sagte Mittelfeldspieler Dominik Zehe. Besonders wichtig war ihm auch, dass die Großbardorfer diesmal kein Gegentor kassiert hatten.
Geheimnis des Elfmeterkillers
Garant dafür, dass zum ersten Mal im siebten Saisonspiel die Null stand, war Schlussmann Marcel Wehr. Seine größte Tat vollbrachte er in der 76. Minute, als er einen Handelfmeter von Adrian Istrefi hielt. "Ich habe mir keine Ecke vorgenommen, sondern nur den Schützen angeschaut und ihm in die Augen geschaut. Dann bin ich lange stehen geblieben und habe mich dann für die zum Glück richtige Ecke entschieden", schilderte Wehr seine spielentscheidende Glanztat.
Dass der Schiedsrichter überhaupt auf Handelfmeter entschieden hatte, war für den Verursacher Marcel Hölderle nicht in Ordnung. "Ich bin ganz klar von einem Würzburger gestoßen worden, habe das Gleichgewicht verloren und bin deshalb mit der Hand auf den Ball gefallen. Zum Glück hat Marcel gehalten", erklärte der Innenverteidiger, der in der Defensive zusammen mit Maximilian Zang und Johannes Kanz ganze Arbeit geleistet hatte. Aber es gab in den TSV-Reihen neben Keeper Wehr noch einen zweiten Helden: Markus Kirchner, der mit seinem ersten Saisontreffer den Dreier sicherte.
In den ersten 45 Minuten hatten zunächst die Hausherren zwei Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Diese vergaben Björn Schönwiesner, der selbst den Abschluss hätte suchen müssen, anstatt quer zu spielen, und Pascal Stahl, der aus sechs Metern das Tor nicht traf.
Nach der Pause hatten beide Mannschaften eine Möglichkeit, bevor Markus Kirchner der entscheidende Treffer gelang. Den aus dem 1:0 resultierenden Vorsprung brachten die Gäste ziemlich sicher über die Runden, obwohl der Gastgeber noch einmal alles versuchte.
Großbardorf: Wehr - Zang, Orf, Hölderle, Kanz - Kirchner - Rugovaj, Zehe, Breunig (63. Reith) - Stahl (55. Rieß), Schönwiesner (83. Seufert).