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FC 06 überzeugt als Team


Autor: Stephan Penquitt

LKR Bad Kissingen, Freitag, 16. März 2018

Nach der ersten Heimspiel-Niederlage seit fast eineinhalb Jahren trifft Thulba auf die abstiegsbedrohte DJK Dampfach.
Dagegen halten: Martin Herbig (TSV Rannungen, vorne) muss seine Zweikampf-Qualitäten gegen Knetzgau unter Beweis stellen, Lukas Fleischmann (TSV Münnerstadt) will eine gute Leistung im Spiel gegen Sömmersdorf abrufen.Hopf


FC 06 Bad Kissingen - FC Strahlungen (Samstag, 15 Uhr)
Optimal aus der Winterpause kam der FC 06 Bad Kissingen (11./21) mit dem wichtigen 4:0-Auswärtserfolg in Wiesentheid, mit dem der Gegner in der Tabelle überholt wurde. Und das, obwohl FC-Coach Mario Wirth aufgrund kurzfristiger Ausfälle von Patrick Stöth, Andrzej Puscas, Ervin Gergely und Lukas Müller gehörig improvisieren musste. "Wir konnten die Ausfälle durch eine starke, mannschaftlich sehr geschlossene Leistung kompensieren. Jeder war für den anderen da und hat geholfen, so wie wir das vor dem Spiel besprochen hatten. Dabei haben wir noch schöne Tore erzielt und hinten nicht viel auf's Tor bekommen", sagte Wirth. Jetzt wollen die 06er den Auswärtssieg auf eigenem Platz im Dr.-Hans-Weiß-Sportpark vergolden. Da reist der FC Strahlungen (9./24) mit Ex-06-Spieler Thorsten Seufert als Coach an. Kissingens Übungsleiter hofft wieder auf mehr Alternativen auf der Bank, auch wenn Youngster wie Daniel Götz (Wirth: "Bei ihm sieht man die gute fußballerische Ausbildung in Schweinfurt") ihre Aufgaben mit Bravour meisterten und auch U19-Akteur Frank Schmitt ein paar Einsatzminuten erhielt.

DJK Dampfach - FC Thulba (Samstag, 15 Uhr)
"Wir hatten ein gutes Gefühl gehabt, deswegen wollten wir unbedingt spielen, aber leider hatte das Spiel mit Fußball nur wenig zu tun", erläuterte Victor Kleinhenz zerknirscht nach dem Derby seines FC Thulba (2./35) gegen Riedenberg, das mit 0:1 in die Binsen ging. Es war die erste Pflichtspielniederlage bei einem Heimspiel der Frankonen seit dem 1:2 gegen Rannungen vom 3. September 2016, damals noch in der Kreisliga. Jetzt muss die Kleinhenz-Elf zur abstiegsbedrohten DJK Dampfach (13./14) reisen. "Um zu punkten, müssen wir in allen Bereichen wieder ans Limit gehen. Fußballerisch, kämpferisch und auch mental. Aber das war schon in der Vorrunde so. Riedenberg war da letzte Woche vielleicht insgesamt einen Tick cleverer", sagt Kleinhenz. Zwar läuft es in Dampfach in dieser Runde alles andere als rund, doch will die DJK auch in der kommenden Saison, wenn Ex-Schnüdel Steffen Rögele dort seinen Dienst als Trainer antritt und Enrico Wetz ablöst, in der Bezirksliga kicken. Entsprechend motiviert werden die Dampfacher in die Partie gegen Thulba gehen. "Sie haben mit Patrick Winter und Tim Wagner zwei Vollblutstürmer, die immer für Tore gut sind", warnt Thulbas Spielertrainer, attestierte seiner Truppe aber eine richtig gute Trainingswoche. Fabio Reuß fehlt neben den zuletzt nicht Einsatzbereiten aus beruflichen Gründen. Dafür erhofft sich Kleinhenz mit dem Startelf-Comeback von Marcus Hein den notwendigen Funken Genialität in der Offensive, der zuletzt gegen Riedenberg fehlte.

TSV Rannungen - TSV Knetzgau (Sonntag, 15 Uhr)
Kellerduell beim TSV Rannungen (14./13). Die Mannschaft von Trainer Klaus Seufert empfängt im Aufsteiger-Duell den TSV Knetzgau (13./14), der einen Zähler besser dasteht als die "Gücker". "Ein absolutes Sechs-Punkte-Spiel. Ich habe meiner Mannschaft bereits am Sonntag nach dem Spiel gesagt, dass es gegen Knetzgau zählt und wir da wieder zurückkommen müssen", legte Klaus Seufert das Augenmerk direkt im Anschluss nach der unnötigen 0:1-Niederlage in Krum auf das anstehende Match. Klar war die Enttäuschung groß im Rannunger Lager. Man hatte auf Augenhöhe agiert und alles gegeben, um am Ende mit leeren Händen dazustehen. "Durch die rote Karte war es schwierig, alles das umzusetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Aber wir haben auch in Unterzahl richtig dagegengehalten, eine ordentliche Leistung abgeliefert und uns zumindest einen Zähler verdient gehabt", war Rannungens Coach mit der Leistung seiner Truppe durchaus einverstanden. Gegen Knetzgau sollen nun die Zähler her, die man jüngst verpasst hat, und im Lager der Gücker ist man da durchaus optimistisch. Seufert: "Wir hatten unter der Woche wieder richtig gute Trainingseinheiten. Die Leute sind heiß und wollen alles für einen Sieg tun. Wir wollen uns auch gar nicht so sehr am Gegner orientieren, sondern vielmehr versuchen, unser Spiel durchzubringen, dann bin ich von einem Erfolg zu hundert Prozent überzeugt." Außer dem rotgesperrten Lukas Englert tritt der TSV komplett an.

SV Riedenberg - FSV Krum (Sonntag, 15 Uhr)
"Ich bin stolz auf die Leistung der Mannschaft, die sie abgerufen hat. Nach acht Wochen Vorbereitung unter extremen Bedingungen waren die Jungs heiß", freute sich Marius Kubo diebisch über den 1:0-Auswärtserfolg seines SV Riedenberg (8./27) beim Derby in Thulba und möchte gegen den FSV Krum (6./28) nun auf eigenem Platz erfolgreich sein. "Wir wollen und müssen unsere Punkte daheim holen und sollten an die in Thulba gezeigte Leistung anknüpfen. Denn glaubt man den Wetterprognosen, werden die Platzverhältnisse wieder schwierig und die Spiele rein über den Kampf entschieden", sieht Kubo ein ähnlich kniffliges Match auf seine Jungs zukommen wie bei den Frankonen, als Kampf im Vordergrund stand und Riedenberg diesen annahm. Der FSV Krum konnte am vergangenen Wochenende ebenfalls einen 1:0-Sieg feiern. Der gelang über Kellerkind Rannungen, hing aber trotz langer Überzahl am seidenen Faden, wie Trainer Tobias Burger anmerkte. Die drei Punkte wurden trotzdem eingefahren, so dass der FSV mit 28 Punkten hervorragend dasteht. Diesmal muss Krums Coach allerdings auf den zuletzt starken Florian Degen verzichten, der eine Rotsperre absitzt. Riedenbergs Coach Marius Kubo erinnert sich nur ungern an das Hinspiel, wo man eine bittere 0:1-Niederlage kassierte. Weiter fehlen wird ihm Offensivmann Marcel Gebhart, dessen Rückenbeschwerden einen Einsatz unmöglich machen.

TSV Münnerstadt - SV Sömmersdorf (Sonntag, 15 Uhr)
Nicht auf die leichte Schulter nehmen sollte der TSV Münnerstadt (3./31) das Heimspiel gegen Schlusslicht SV Sömmersdorf (15./12). Zu eng ist die Leistungsdichte in der Bezirksliga, mahnt TSV-Coach Klaus Keller: "Auf Tabellenstände gebe ich grundsätzlich nichts. Jedes Spiel geht bei Null los. Sömmersdorf ist eine Bezirksligamannschaft, die vor Wochenfrist auch gegen Spitzenreiter Geesdorf (0:2) nicht hoffnungslos unterlegen war. Und wenn wir so spielen wie in der ersten Hälfte in Gochsheim, verlieren wir jedes Bezirksligaspiel. Damit kann ich nicht einverstanden sein." Dort lagen die "Nägelsieder" nach 45 Minuten in Unterzahl mit 0:2 hinten. In der Pause zeigte der erfahrene Coach seinem Team zwei Möglichkeiten auf. Entweder aufgeben und eine Packung bekommen oder kämpfen und auf eine Wende im Spiel hoffen. "So war es dann auch. Man hatte den Eindruck, Gochsheim spielt ein bisschen Larifari und wir kamen immer besser in die Zweikämpfe. So entwickelte sich in den letzten 20 Minuten noch ein richtig geiles Bezirksligaspiel. Dieser glückliche Punkt ist gut für die Moral und den haben wir gerne mitgenommen." Gegen Sömmersdorf hofft Keller auf eine Annäherung zur Normalform, auch wenn im Team einige Akteure angeschlagen sind.