Klara Bühl steht noch am Anfang ihrer Profi-Karriere. Der Aufstieg der in Haßfurt geborenen 19-Jährigen im Jahr 2019 war kometenhaft. Nun ändert das Coronavirus vieles. Stoppen kann es Bühl aber nur bedingt. Noch arbeitet sie in Freiburg akribisch an einer erfolgreichen Laufbahn. Doch der nächste Schritt steht bevor.

Bereits jetzt kann Bühl einiges vorweisen. Das vergangene Jahr war vollgepackt mit Höhepunkten. Länderspieldebüt im Februar, DFB-Pokalfinale mit dem SC Freiburg im Mai, Weltmeisterschaft im Juni, Auszeichnung mit der Fritz-Walter-Medaille in Gold als beste U19-Spielerin im September und zum Abschluss der 2:1-Siegtreffer vor 78 000 Zuschauern im legendären Wembley-Stadion gegen England im November.

"Mittlerweile habe ich etwas Zeit gehabt, darüber nachzudenken", sagt Bühl. "Ein Stück weit habe ich es schon realisiert, was da alles passiert ist." Einen Moment hervorzuheben fällt ihr schwer. Doch nach längerem Überlegen nennt sie den Treffer in Wembley, den Sprung in den finalen Kader für die Weltmeisterschaft und - nicht zu vergessen - das Bestehen des Abiturs.

So turbulent das vergangene Jahr verlief, so abrupter wurde Mitte März wegen des Coronavirus der Stecker gezogen. Die Frauen-Bundesliga pausiert. Wann und ob es weitergeht, ist offen. Bühl steht mit dem SC Freiburg auf dem achten Rang.