SG Garitz/Nüdlingen - HC Cadolzburg 22:28 (9:12).
Die Spielleiterin des Bayerischen Handball-Verbandes freute sich ganz besonders, die Meisterehrung in der Schlossberghalle persönlich vornehmen zu dürfen. Schließlich trug Lisa Hopf früher selbst das SG-Trikot. Als die Garitzerin jeder Spielerin eine Urkunde überreichte, war das Stimmungs-Barometer wieder auf akzeptabler Höhe. Ein Tief hatte es in den 60 Minuten zuvor gegeben, an deren Ende die erste Heimniederlage der Saison stand.

Cadolzburg mit mehr Biss

"Die Spielpause und das reduzierte Training haben sich bemerkbar gemacht. Cadolzburg hatte mehr Biss", sagte Trainer Harun Tucovic über den Kontrahenten, der bereits das Hinspiel gewonnen hatte. Und der nun beste Aussichten auf die Vizemeisterschaft samt Aufstiegs-Relegation hat. Kein einziges Mal lagen die Gastgeber in Führung.
Die Gründe dafür waren vielfältiger Natur. Mit Claudia Pfleger, Manuela Schäfer und Carolin Annon fehlten gestandene Spielerinnen. Dazu kam allerhand Pech. Weil Latte und Pfosten zu oft getroffen wurden. Aber auch, weil das Schiedsrichter-Gespann in kniffligen Szenen zu oft die Mittelfranken bevorzugte.

Zu viele Schwächen offenbart

An die eigene Nase fassen musste sich das Heimteam auch. Mangelhaft das Rückzugs-Verhalten. Vor allem in Durchgang eins kamen die Gäste zu vielen Treffern nach Kontern. Trotz einer starken Torfrau Stephanie Piske, die in Halbzeit eins drei Siebenmeter pariert hatte. Spielentscheidend war die Phase nach Wiederanpfiff, als die Spielgemeinschaft zehn Minuten ohne jeden Torerfolg geblieben war und fünf Treffer am Stück zum 9:17 kassierte. "Mitte der zweiten Halbzeit haben wir es besser gemacht. Aber unsere Fehler wurden eben hart bestraft", so Tucovic, der sich nicht allzu sehr grämen wollte. "Die Niederlage werde ich nicht überbewerten. Unter dem Strich hat die Mannschaft in dieser Saison eine super Leistung gezeigt." Ihr finales Saisonspiel bestreiten die SG-Damen am Samstag in Helmbrechts.
Tore für die SG: Sabrina Kleinhenz (6), Lisa Wenzke (6), Franziska Thomas (4), Anna Kleinhenz (2), Anna-Lena Paech (2), Nina Barnickel (1), Julia Albert (1).