Mit purer Absicht hat sich Marc Hartmann den FC Geesdorf nicht angeschaut. Diesmal will sich Marc Hartmann nicht zu sehr am Gegner orientieren, der am Donnerstag ab 18.30 Uhr der Gastgeber ist, ehe am Pfingstmontag in Reichenbach das Rückspiel um 18.30 Uhr angepfiffen wird. "Daheim gegen den FSV Krum habe ich ungewohnt defensiv spielen lassen. Das war vielleicht ein Fehler", blickt Reichenbachs Trainer auf die 0:1-Niederlage zurück, die bekanntlich im Rückspiel korrigiert worden war mit dem Erfolg im Elfmeterschießen.

Mit unverändertem Kader gehen die Teutonen jetzt in die beiden entscheidenden Spiele gegen den FC Geesdorf, den Vizemeister der Schweinfurter Kreisliga-1 und Pokalschreck der vergangenen Jahre, der in der ersten Relegations-Runde den TSV Forst in die Kreisliga geschossen hatte mit zwei überzeugenden Auftritten. "Als Favoriten sehe ich uns trotzdem nicht. Die Chancen stehen 50:50. Daheim waren wir stark, stimmt. Aber in Forst hatte der gegnerische Keeper nicht seinen besten Tag gehabt", sagt der Geesdorfer Abteilungsleiter Leo Weiglein, dessen Söhne Stefan (21 Tore) und Simon (14) Erfolgsgaranten in der Elf von Hassan Rmeithi sind. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Mohamed Rmeithi. Der 21-Tore-Mann und Sohn des Trainers hatte sich gegen Forst eine Zerrung zugezogen. Dran wären die Geesdorfer eigentlich in Sachen Aufstieg, scheiterte man doch im Vorjahr mehr als unglücklich an der Bayernliga-Reserve des TSV Großbardorf in der Verlängerung (3:4).

An der Ernsthaftigkeit seiner Absichten lässt freilich auch Marc Hartmann keine Zweifel aufkommen. "Jetzt wollen wir den letzten Schritt machen. Würde es nicht klappen, wäre ich schon enttäuscht", so der Teutonen-Coach, der beruflich in Pegnitz weilt und direkt von dort in Richtung Wiesentheid fährt. "Wir werden laufen und kämpfen. Wollen unsere Stärken zur Geltung bringen", kündigt Hartmann an, der seinem Team in den vergangenen Tage Regeneration verschrieben hatte mit Sauna- und Schwimmbad-Besuch. "Natürlich nach Rücksprache mit unserer Physiotherapeutin Berit Petersen, die uns in dieser Phase zur Seite steht."