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Den Trend bestätigen


Autor: Stephan Penquitt

LKR Bad Kissingen, Freitag, 11. November 2016

Der Spitzenreiter scheint wieder in der Spur: Im Topspiel bei der DJK Dampfach möchte der FC 06 Bad Kissingen seine Ansprüche untermauern.
Im Hinspiel jubelte der FC 06 Bad Kissingen um Andrei Puscas und Erwin Gergely (von links). Nichts zu lachen hatte dagegen Dampfachs Keeper Jason Kürschner (rechts), der bei der 2:5-Niederlage mehrmals den Ball aus dem Netz fischen musste. Foto: Hopf


DJK Dampfach - FC 06 Bad Kissingen (Sonntag, 14 Uhr)
Nach zwei Niederlagen in Folge ist der FC 06 Bad Kissingen (1./34) durch einen 3:1-Auswärtserfolg in Oberschwarzach/Wiebelsberg wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt und reist am Wochenende im Spitzenspiel zur DJK Dampfach (3./29). Die Mannschaft aus dem Haßberge-Kreis musste vor Wochenfrist etwas überraschend Aufsteiger Ramsthal (0:2) klein beigeben und verlor dadurch Rang 2 an Euerbach/Kützberg. Diese Niederlage macht die Mannschaft von Trainer Enrico Wetz nicht minder gefährlich, wie auch Kissingens Coach Thomas Lutz findet: "Ich hatte ja schon gesagt, dass es nicht so überraschend ist, wenn jetzt Spitzenmannschaften gegen kampfstarke Teams Punkte lassen. Wir haben das auch in Oberschwarzach zu Beginn der zweiten Hälfte erlebt, konnten da aber den Hebel umlegen." Lutz sprach die Phase im Spiel seiner Mannschaft an, wo nach guter erster Hälfte und einer 2:0-Führung auch der Oberschwarzacher Anschluss möglich gewesen wäre. Dann stabilisierte sich der Herbstmeister aber schnell wieder und machte den Deckel drauf. "Der Sieg war notwendig, wenn man oben bleiben will. Das Spiel in Dampfach wird wieder ein anderes Match. Wir versuchen, den Punkteabstand zu halten. Die DJK ist in der Bringschuld, wenn sie näher kommen will." Gerade von der Leistung des Gegners im Hinspiel war der 06-Coach trotz des eigenen 5:2-Erfolgs angetan: "Sie haben uns früh angelaufen und hatten hohes Tempo in ihrem Spiel. Das ist ein Pluspunkt von Dampfach und genau das erwarte ich auch jetzt von ihnen." Wieder mit von der Partie sind die zuletzt verletzt pausierenden Routiniers Ervin Gergely und Christian Laus, während Flo Heimerl ja schon in Oberschwarzach mit einem schönen Kopfballtor ein gelungenes Comeback feierte.

TSV Gochsheim - SV Riedenberg (Sonntag, 14 Uhr)
"Wenn man kurz vor dem Ende den Ausgleich macht, kann man über den Punkt froh sein. Es hätte uns im Spiel aber auch gut getan, wenn wir mal in Führung gegangen wären. Die Chancen dazu waren da. Dennoch war es bei widrigen Bedingungen ein guter Fight unserer Mannschaft. Allerdings müssen wir im Hinblick auf das Gochsheim-Spiel sehen, in der Defensive stabiler zu werden", deutet Marius Kubo, Trainer des SV Riedenberg (12./16), vor dem Spiel beim TSV Gochsheim (4./29) auf einen wunden Punkt im Spiel seiner Elf und führt aus: "In der Liga entscheiden Kleinigkeiten, ob du ein Spiel gewinnst oder verlierst. Man kann nicht nach Schweinfurt fahren und sagen: Die stehen hinter uns, da holen wir drei Punkte sicher. Und auf genau die Kleinigkeiten kommt es auch in Gochsheim an, einer Mannschaft, die weiter vorne steht."

Der Aufsteiger aus dem Landkreis Schweinfurt spielt bislang eine sehr überzeugende Runde und mischt munter in der Spitze mit. Wie schon in der Aufstiegssaison sind Nico Kummer (11 Tore), Daniel Meusel (6) und Yannick Sprenger (4) die erfolgreichsten Schützen der Truppe des Trainergespanns Dominik Ruh/Stefan Riegler. Alle drei Offensivkräfte waren auch für sämtliche Tore beim 4:1-Erfolg vergangenes Wochenende in Krum verantwortlich. "Das ist eine sehr agile und spielstarke Truppe. Wir wollen versuchen, ihnen den Schneid abzukaufen. Vielleicht vorn drauf gehen, um sie gar nicht erst ins Passspiel kommen zu lassen. Natürlich ist es für uns da wichtig, eine Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden", hat sich Riedenbergs Coach einen entsprechenden Matchplan zurechtgelegt. Eine tragende Rolle kommt dabei Thomas Vorndran zu. Um den starken Innenverteidiger herum soll eine stabile Abwehreinheit gebildet werden, um Gochshheim fernzuhalten.

TSV Münnerstadt - FC Geesdorf (Sonntag, 14 Uhr)
Es ist der Heimspiel-Rückrundenauftakt für den TSV Münnerstadt (5./28). Dabei empfängt die Mannschaft von Trainer Thomas Dietz den 1. FC Geesdorf (7./20), dem vor Wochenfrist durch die Spielabsage in Strahlungen eine unfreiwillige Pause verordnet wurde. Das letzte Vorrundenspiel der "Nägelsieder" gegen Schlusslicht Gerolzhofen hingegen geriet zur herben Enttäuschung. 0:2 unterlag da der TSV und bot seine mit Abstand schwächste Saisonleistung. "Wir hatten keinen Zugriff auf das Spiel, waren zu wenig laufbereit und konnten kaum Torchancen herausarbeiten.", sprach Dietz von einer ernüchternden Vorstellung seiner Truppe und hob mahnend den Finger: "Wenn wir uns nicht zu hundert Prozent steigern, wird es nicht nur gegen Geesdorf schwierig. Da gewinnt man in der Liga kein Spiel."

Allerdings ist die Personalsituation beim TSV Münnerstadt derzeit auch angespannt wie selten. Simon Snaschels muskuläre Verletzung brach wieder auf und zwingt ihn wohl diesmal zu einer längeren Pause. Niklas Markart und Lukas Schmittzeh mussten gegen Gerolzhofen verletzungsbedingt vom Feld. Hinter beiden steht ein dickes Fragezeichen. "Trotzdem müssen Wille und Einstellung wieder besser werden. Die Siege zuvor waren zwar knapp und vielleicht ein bisschen glücklich, aber diese haben wir uns durch Kampf verdient. Der hat jetzt völlig gefehlt. Nun gilt es, eine Reaktion zu zeigen, damit es wieder in die richtige Richtung geht", hofft Münnerstadts Coach auf ein positives Zeichen seiner Truppe.

Das Hinspiel in Geesdorf konnte Münnerstadt mit 3:2 für sich entscheiden. Dietz: "Zu Saisonstart hatte Geesdorf noch personelle Probleme. Im Verlauf konnten sie sich steigern. Entscheidend ist es, die Weiglein-Brüder sowie Mohamed Remeithi und Spielertrainer Hassan Alremeithi aus der Partie zu nehmen."

FC Strahlungen - SV Ramsthal (Sonntag, 14 Uhr)
Mit dem SV Ramsthal (15./12) ist wieder zu rechnen. Durch den verdienten 2:0-Auswärtserfolg beim Spitzenteam aus Dampfach beträgt der Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz nur noch vier Punkte. Am Wochenende hat die Truppe von Trainer Nico Schell beim schwächelnden FC Strahlungen (10./18) nicht nur die Möglichkeit, Revanche zu nehmen für die 0:3-Hinspielniederlage. Es geht auch darum, weiter Boden gut zu machen. "Das war damals ein sehr schlechtes Spiel von uns. Aber wenn man an die Jahre zuvor denkt, waren es immer knappe, kurzweilige und temporeiche Partien gegen Strahlungen. Doch wir wollen unseren Aufwärtstrend fortsetzen", hofft Schell auf eine ähnliche Auswärtsleistung wie zuletzt in Euerbach und Dampfach.

Während die Ramsthaler Formkurve nach oben zeigt, stagniert die Mannschaft von Thorsten Seufert in letzter Zeit. Zwar konnte der gut gestartete Mitaufsteiger vor drei Wochen gegen Forst mit 2:1 gewinnen, doch zuvor blieb man sechs Mal in Folge sieglos und kassierte danach eine herbe 1:4-Pleite bei Schlusslicht Gerolzhofen. Die Partie vor Wochenfrist gegen Geesdorf fiel der Witterung zum Opfer. Mit dem Spiel der Seinen in Dampfach war Ramsthals Trainer indes konsequenterweise völlig einverstanden: "Das war ein sehr gutes Spiel meiner Jungs. Wir haben in allen Mannschaftsteilen überzeugt. Wenn es einen Kritikpunkt gibt, dann den, dass wir den einen oder anderen Konter noch hätten besser ausspielen können." So kann es weitergehen für den SVR, wenngleich man personell bei Weitem nicht aus dem Vollen schöpfen kann. So fehlen neben den langzeitverletzten Björn Morper, Alexander Ullrich und Tim Danz diesmal auch Daniel Hagemann (Muskelfasserriss) und Matthias Hallhuber (Knie). Hinter Johannes Brand sowie André Büttner steht zudem noch ein Fragezeichen.