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Rannungen geht mit Überzeugung und Willen in die Partie gegen Krum


Autor: Stephan Penquitt

LKR Bad Kissingen, Freitag, 01. Sept. 2017

Der FC 06 Bad Kissingen will gegen Wiesentheid den ersten Dreier. Riedenberg und Thulba treffen sich nach langer Zeit wieder zu einem Derby.
Der TSV Rannungen mit Christian Keller (vorne) konnte in Thulba mit Markus Kaufmann nicht das umsetzen, was die Mannschaft sich vorgenommen hatte. Gegen Krum soll das anders sein. Foto: ssp


Bad Kissingen - TSV/DJK Wiesentheid (Samstag, 15 Uhr)
Für den FC 06 Bad Kissingen (14./1) geht es im Spiel gegen den TSV/DJK Wiesentheid (8./6) zum einen darum, sich als kompaktes Konstrukt darzustellen und dem Gegner nur wenig Freiräume zu geben. Und zum anderen natürlich darum, die vermaledeite Serie ohne eigenen Dreier endlich zu beenden. Der letzte Sieg der Kurstädter datiert vom 12. März diesen Jahres (4:2 beim FSV Krum), der letzte Dreier im heimischen Dr.-Hans-Weiß-Sportpark ist sogar noch deutlich länger her. Es war der 15. Oktober und die Truppe von Thomas Lutz siegte damals mit 5:1 - und zwar gegen eben jene Wiesentheider, die nun am Wochenende abermals in der Kurstadt vorstellig werden. Mannschaftliche Geschlossenheit ist das Zauberwort, das der Lutz-Truppe zuletzt auch in Sömmersdorf (0:1) fehlte. "Es fällt uns weiterhin schwer, gemeinsam Aktionen zu kreieren. Es entstehen im Defensivverbund zu große Lücken und wenn wir nach vorne gehen, tun wir das zu zaghaft. Es sind Chancen vorhanden, aber im Moment können wir es noch nicht erzwingen, dass eine rein geht", weiß Kissingens Trainer um die Problematik. Alleine diese zu lösen fällt angesichts der personellen Probleme mit Ausfällen wie Christian Laus, Vlad Ruja, Ervin Gergely, Philip Greubel oder Anthony Brinkley äußerst schwer. Zumindest bei Brinkley gibt es Hoffnung auf eine Rückkehr in den Kader, dafür verletzte sich Neuzugang Ruslan Zhyvka jüngst und steht auf der Kippe. "Es ist müßig, darüber zu diskutieren, wer fehlt oder nicht. Die Mannschaft, die auf dem Platz steht, muss ihren Mann stehen. Und es ist ja nicht so, dass wir gegen die Gegner ohne Chance sind", gibt sich Lutz kämpferisch. Gegner Wiesentheid verlor nach zwei Auftaktsiegen zuletzt doppelt, gilt aber als spielstark - wenn man sie lässt.

SV Riedenberg - FC Thulba (Samstag, 17 Uhr)
Mit großer Erwartung sehen der SV Riedenberg (7./7) und der FC Thulba (6./7) ihrem Derby entgegen. Riedenbergs Kubo-Mannen schüttelten sich unter der Woche den Frust über die unnötige 1:2-Niederlage in Strahlungen weg. "Wir hatten zahlreiche Chancen, haben sie aber nicht genutzt. Das müssen wir uns ankreiden. Zudem hat durch das Fehlen einiger Führungsspieler dem Spiel am Ende etwas an Struktur gefehlt", haderte Marius Kubo nach der Niederlage, freut sich jetzt aber auf die Aufgabe gegen Thulba: "Es ist super, dass Thulba wieder in der Bezirksliga ist. Für uns ist es DAS Derby und wir hoffen auf viele Zuschauer. Victor macht seine Sache dort sehr gut und hat eine starke Mannschaft. Wir sitzen oft zusammen und fachsimpeln über Fußball." Gegen Thulba hofft Kubo, wieder in die Erfolgsspur zurückzukommen, doch dafür müssen seine Offensivasse ihr Visier besser einstellen als zuletzt in Strahlungen. "Wir wollen uns auch gar nicht so sehr nach dem Gegner richten, sondern versuchen, auf eigenem Platz unser Spiel durchzubringen", lautet der Kubo'sche Matchplan. Auf der anderen Seite rücken Thulbas Frankonen mit stolz geschwellter Brust in Riedenberg an. Ein klarer 4:0-Erfolg im Aufsteiger-Duell gegen Rannungen bekräftigt die Meinung, dass die Kleinhenz-Elf ein Gewinn für die Bezirksliga ist. "Auch für mich ist es ein besonders Spiel, weil ich mich mit Marius oft austausche. Riedenberg hat die Relegation scheinbar gut verkraftet, seine Neuzugänge super integriert und einen starken Saisonstart hingelegt. Es braucht fußballerisch und kämpferisch einen top Tag, um in der Rhön zu bestehen", weiß FC-Spielertrainer Victor Kleinhenz. Thulbas Personalabteilung indes meldet alle Mann an Bord.

TSV Rannungen - FSV Krum (Sonntag, 15 Uhr)
Keine leichte Phase verlebt derzeit der TSV Rannungen (9./6), der mit sechs Zählern aus fünf Spielen zwar keinen ganz schlechten Saisonstart hatte, zuletzt aber bei den 0:4-Niederlagen gegen Unterspiesheim und in Thulba vor arge Probleme gestellt wurde. Die Leichtigkeit geht dem Aufsteiger derzeit ab, was bei der Mehrfachbelastung mit langer Relegation, Pokal und englischen Wochen allerdings auch kaum verwunderlich ist, zumal der Kader der Gücker von überschaubarer Größe ist. "Die Spiele sind schon an die Substanz gegangen. Wir konnten in Thulba einfach nicht das umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten, obwohl wir guter Dinge waren und vorher gut trainiert hatten", sagt TSV-Coach Klaus Seufert. Gegner am Wochenende ist der FSV Krum (12./4). Das Team von Tobias Burger spielte in der vergangenen Runde lange gegen den Abstieg und konnte sich erst am letzten Spieltag final retten. Mit vier Punkten aus vier Spielen ist man derzeit zwei Zähler hinter der Seufert-Elf und verlor zuletzt gegen Titelaspirant Oberschwarzach nur knapp mit 0:1. Zwar haben die Rannunger auch an diesem Wochenende eine dünne Personaldecke, gehen aber trotzdem mit Überzeugung und Wille in diese Partie.