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Auraer Kicker schnaufen ganz tief durch


Autor: Redaktion

LKR Bad Kissingen, Sonntag, 01. Mai 2016

Der FC Untererthal hat die Aufstiegs-Relegation sicher. Der FC Hammelburg vergeigt gegen Reiterswiesen einen 2:0-Vorsprung.
Multi-Talent: Eigentlich spielt Aldin Dzafic im Hammelburger Zweitliga-Volleyballteam. Aber auch mit dem Fußball weiß der FCler umzugehen. Links: Reiterswiesens Keeper Jan Wetekam. Foto: ssp


DJK Schondra - FC Untererthal 1:3 (0:2). Tore: 0:1 Andreas Weigand (6.), 0:2 Lukas Tartler (28.), 1:2 Florian Heller (61.), 1:3 Lukas Tartler (93.),
Zumindest die Aufstiegs-Relegation haben die Untererthaler in der Tasche, die aufgrund des gewonnenen direkten Vergleichs nicht mehr einzuholen sind von den Schondraern. Den Dreier verdiente sich die Viktoria dank einer starken ersten Hälfte mit dem frühen Tor von Andreas Weigand und und dem 2:0 durch Lukas Tartler. Weitere FC-Chancen hatten Lukas und Matthias Tartler sowie Sven Röthlein vergeben. Mit der Einwechslung von Florian Heller, der per Kopf verkürzte, wurde Schondras Spiel erheblich besser. Den Ausgleich verpasste Timo Schneider. Kurios der Treffer zum Endstand. Beim Freistoß für Untererthal hatte DJK-Keeper Michael Müller den Ball persönlich auf den Ausführpunkt gelegt, Lukas Tartler schaltete schnell und schoss den Ball ins verwaiste Tor.

FC Hammelburg - TSV Reiterswiesen 2:2 (1:0). Tore: 1:0 Marian Wiesler (31.), 2:0 Aldin Dzafic (49.), 2:1 Tobias Vogel (80.), 2:2 Lukas Müller (90.). Gelb-Rot: Fabian Lieb (70., Hammelburg).
Nach einer unbefriedigenden Saison ist der FC Hammelburg unverhofft in den beschwerlichen Abstiegskampf getrudelt. Das Selbstvertrauen ist angeknackst bei den Saalestädtern, die in der Vorrunde noch einen ganz deutlichen Sieg gegen Reiterswiesen eingefahren hatten. Dabei lief es zunächst nicht schlecht für die Platzherren, die Stürmer Mike Ludewig als Libero zur Verstärkung der Defensive aufgeboten hatten. Marian Wiesler brachte den FC nach einer tollen Einzelleistung in Führung. Auch Aldin Dzafic, eigentlich Volleyballer, ließ die Reiterswiesener Hintermannschaft alt aussehen und baute den Vorsprung aus. Doch mit der Hammelburger Unterzahl kippte die längst gewonnen geglaubte Partie urplötzlich. Mit dem Schlusspfiff hämmerte Lukas Müller das Leder in den Winkel des FC-Kastens und damit direkt ins Herz der zahlreichen Hammelburger Fans, die den vielen FC-Hochkarätern nachtrauerten.

FC Westheim - SV Obererthal 5:0 (0:0). Tore: 1:0, 2:0 Yanik Pragmann (53., 64.), 3:0 Vincent Wilm (75.), 4:0 Fabian Martin (79.), 5:0 Fabian Beck (86.).
Das Duell Blau-Weiß gegen Rot-Weiß ist auch ein Kräftemessen der hochtalentierten Spielmacher. Yanik Pragmann (Westheim) und David Böhm (Obererthal) sind für ihre Teams so unverzichtbar wie Wasser bei der Wüstenexpedition. Dass bei beiden Mannschaften zumindest ergebnistechnisch in dieser Saison gelegentlich Sand im Getriebe war, liegt wohl auch daran, dass bei aller offensiven Euphorie manchmal der Rückwärtsgang schlicht vergessen wird. "Heute hat mein Team im zweiten Durchgang ein ganz tolles Match abgeliefert", berichtete Westheims Coach Oliver Scholz. "Bis zur Pause war Obererthal ebenbürtig und hat für ein faires Spiel auf ganz hohem Niveau gesorgt. In der zweiten Halbzeit war die Abwehr der Gäste mit unseren schnellen Stürmern überfordert. Wir haben alle Tore klasse herausspielen können." Allerdings hatten beide Teams mit extremen Windverhältnissen zu kämpfen. "Auch wir haben lange gebraucht, um die Flugbahnen irgendwie einschätzen zu können. Wenn wir in dieser Saison häufiger so gespielt hätten, würden wir ganz sicher deutlich besser in der Tabelle stehen."

FSV Schönderling - SpVgg Wartmannsroth 0:0. Gelb-Rot: Manuel Wießner (90., Wartmannsroth).
Nur einmal tauchten die Wartmannsröther im ersten Durchgang gefährlich vor dem Schönderlinger Kasten auf. Die FSVler sorgten ihrerseits durch Felix Dorn für reichlich Torgefahr, der gleich vier Kopfballchancen zu verzeichnen hatte. Nach dem Seitentausch verlief das Geschehen weiterhin vorrangig in Richtung Gäste-Gehäuse. Gute Gelegenheiten boten sich für die Schönderlinger Markus Heil, Sven Meyer und Markus Dorn. Die Spielvereinigung hingegen rührte Beton an und ergatterte am Ende einen Zähler. "Das ist ärgerlich. Jetzt müssen am Donnerstag gegen Oberthulba dringend drei Punkte her", sagte FSV-Informant Manuel Wießner über die Nullnummer, die den Vorsprung auf den Abstiegsrelegationsplatz auf vier Zähler schmelzen lässt.

SV Aura - DJK Kothen 4:0 (0:0). Tore: 1:0 Mirko Hälbig (52., Foulelfmeter), 2:0 Daniel Hagemann (60.), 3:0 Dominik Graser (69.), 4:0 Christof Sauer (87.).
Big-Points im Abstiegskampf sammelte der SV Aura nach dem deutlichen Erfolg vor heimischer Kulisse. Die SVler dominierten das Geschehen von Beginn an, es fehlte jedoch zunächst an der nötigen Durchschlagskraft. Erst nach dem Kabinengang erlöste Mirko Hälbig seine Farben nach Foul an Sascha Graser vom Kreidepunkt aus. Ein Zuspiel aus dem Mittelfeld nutzte kurze Zeit später Daniel Hagemann zum 2:0. Nachdem DJK-Keeper Tristan Keidel das Spielgerät nach einer Standardsituation fallen gelassen hatte, staubte Auras Dominik Graser ab. Christof Sauer besiegelte kurz vor dem Abpfiff das Schicksal der Kothener, die über die gesamten 90 Minuten ohne zwingende Chance blieben. Mit dem Dreier festigen die Auraer den Relegationsrang und rücken wieder etwas näher ans rettende Ufer heran.

BSC Lauter - SC Diebach 3:4 (1:2). Tore: 0:1 Markus Schernich (1.), 1:1 Simon Kessler (4.), 1:2, 1:3 Patrick Schmähling (12., Foulelfmeter, 55.), 1:4 Mark Kurek (64.), 2:4 Julian Kühnlein (81.), 3:4 Nicolas Wehner (89.).
Keine Vorlaufzeit benötigten die Akteure in Lauter, wo Diebachs Markus Schernich bereits in der ersten Spielminute jubeln durfte. Die BSCler erwiesen sich aber ebenfalls als treffsicher und legten drei Zeigerumdrehungen in Person von Simon Kessler nach. Per Foulelfmeter stellte SCler Patrick Schmähling den alten Abstand wieder her. "Den Elfer hätte ich auch gepfiffen", erläuterte Lauters Abteilungsleiter André Lang. Nach zwanzig Minuten kamen die Lauterer besser ins Spiel. Oliver Kleinhenz, Daniel Metz und Anu-In Bamrumnok hatten den Ausgleich auf dem Schlappen. Nach dem Seitenwechsel agierten die Diebacher aus einer kompakten Defensive heraus und operierten mit vielen langen Bällen. Dieses Mittel führte zum Erfolg, als Schmähling und Mark Kurek nach weiten Pässen den Vorsprung der Gäste ausbauten. Zwar verkürzte Julian Kühnlein nach Ablage von Steffen Metz, und Nicolas Wehner gelang per Weitschuss sogar der Anschlusstreffer, doch Zählbares sprang nicht mehr heraus für die Einheimischen, die sich nun wohl endgültig aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet haben.

VfR Sulzthal - TSV Oberthulba 3:1 (0:0). Tore: 1:0 Philipp Hesselbach (61.), 2:0 Maximilian Kirschner (70.), 2:1 Markus Markert (82.), 3:1 Philipp Hesselbach (89.).
"So einfach, wie es das Ergebnis ausdrückt, war es nicht", berichtete VfR-Coach Stephan Penquitt von einem Spiel, in dem sich die Gäste sehr engagieret zeigten und dem Favoriten durch aggressives Pressing eine Stunde lang das Leben schwer machten. Der Spitzenreiter konnte sein gewohntes Kombinationsspiel nicht aufziehen, die vielen Zweikämpfe im Mittelfeld verhinderten beidseits größere Möglichkeiten. Den Bann brach erst Philipp Hesselbach, der nach Vorlage von Maximilian Kirschner den Ball über die Torlinie drückte. Die TSVler mussten notgedrungen ihre Defensivtaktik aufgeben, erarbeiteten sich allerdings nur zwei Möglichkeiten, von denen eine durch einen Weitschuss von Markus Markert verwertet wurde. Zu diesem Zeitpunkt lagen die Rot-Weißen allerdings schon mit 0:2 zurück, denn Kirschner hatte nach Steilpass von Timo Andruschek aus acht Meter eingenetzt. Mit dem zweiten Hesselbach-Treffer klopft der VfR mehr denn je an der Kreisliga-Tür.