Drei Menschen aus dem Landkreis Bad Kissingen, darunter ein Kleinkind, wurden am Montag bei einem Verkehrsunfall auf der Kreisstraße HAS 6 bei dem Königsberger Stadtteil Holzhausen überwiegend schwer verletzt. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Gegen 12 Uhr war ein 36-jähriger Mann mit seinem VW Passat auf der Straße unterwegs. Rund 300 Meter nach dem Ortsausgang verlor der Fahrer aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über sein Fahrzeug. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei ist eine Fremdbeteiligung auszuschließen. Der Kombi mit einer 34-jährigen Frau auf dem Rücksitz und einem zweieinhalbjährigen Jungen, der ebenfalls hinten in einem Kindersitz saß, schlitterte den Straßengraben entlang. Dabei überfuhr er ein Straßenschild und einen Leitpfosten, ehe er gegen einen Wasserdurchlass prallte. Der VW drehte sich, beschädigte dabei einen Telefonmast aus Holz und blieb schließlich quer im Graben liegen. Während der Fahrer rasch befreit werden konnte, waren die beiden Insassen eingeschlossen.

"Wir mussten die rechte hintere Tür mit dem Spreizer öffnen", sagte Kommandant und Kreisbrandmeister Peter Schüler, der als Einsatzleiter fungierte. Die Feuerwehr war mit 20 Einsatzkräften vor Ort und unterstützte den Rettungsdienst, der mit drei Rettungswagen und dem Rettungshubschrauber Christoph 20 aus Bayreuth alarmiert war. Außerdem stellten die Floriansjünger den Brandschutz sicher, banden ausgelaufene Betriebsstoffe ab und übernahmen der Verkehrsabsicherung. Auch Kreisbrandrat Ralf Dressel machte sich am Einsatzort ein Bild der Lage.

Auf dem Landweg wurden der mittelschwer verletzte Mann und das Kind mit schweren Kopfverletzungen in Krankenhäuser gebracht, die ebenfalls schwer verletzte Frau wurde hingegen mit dem Hubschrauber in das Klinikum Bamberg eingeliefert.

Nach Informationen von Einsatzkräften, war die Familie aus dem Landkreis Bad Kissingen wohl gerade auf dem Weg zu einer Geburtstagsfeier eines Verwandten, als der Unfall geschah. Die Polizeiinspektion Haßfurt hat die Ermittlungen aufgenommen und schätzt den Gesamtsachschaden auf etwa 10.000 Euro. Die Kreisstraße war für zweieinhalb Stunden zwischen Holzhausen und der Einmündung zu Staatsstraße 2275 komplett gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr um.