Größter Einsatz war eine Vermisstensuche, zu der neben der Wehr auch das Rote Kreuz, die Bergwacht, eine Rettungshundestaffel und
die Polizei gerufen worden waren.
Dies war der Bilanz von Kommandant Roland Voll zu entnehmen. Hinzu kamen drei Verkehrsabsicherungen, zu denen auch der Faschings- und der Martinszug zählte. Zwei Mal waren Bäume zu entfernen, die die Straße blockierten, und schließlich wurde ein Wespennest entfernt.
In Summe wurden für die Einsätze 148 Stunden aufgewendet.
15 Mal trafen sich die Gefäller Feuerwehrler, um den Umgang mit Geräten und Material zu üben. So wurden zum Beispiel die Zisterne geleert und geprüft, eine Wasserförderung über lange Schlauchstrecken auf dem Sportplatz aufgebaut, und auch an der überörtlichen Übung des Marktes nahmen die Gefäller teil. Auf die Übungen im Jahr 2015 entfielen 135 Stunden, womit sich die insgesamt geleistete Zeit auf 283 Stunden summierte.
Die neue digitale Funktechnik ist seit dem 1. Januar 2016 im Landkreis aktiv und bietet neben rauschärmerem Funkverkehr zum Beispiel die Möglichkeit, Funkgruppen zu bilden sowie das Absetzen eines Notsignals. Obwohl die neuen Funkgeräte bereits eingetroffen und verbaut sind, verbleiben die analogen Geräte noch für den Notfall in den Fahrzeugen.
Ein letzter Kommentar des Kommandanten galt noch der Übernahme des Einsatzfahrzeuges der Oehrberger Feuerwehr im Jahr zuvor. Das Auto, das zwar neuer als das Vorgängerfahrzeug ist, sei dennoch mit fast 30 Jahren "Diensttzeit" nicht mehr ganz zeitgemäß. Vor allem die Motorisierung stelle ein Manko dar, das aktuell ein schnelles Eintreffen am Einsatzort verhindere. Auch die Entnahme der Atemschutzgeräte sei nicht nur bei der Wehr sondern in der gesamten Ortschaft auf Unverständnis gestoßen.


Sechs junge Neueinsteiger

Es folgte der Bericht des Jugendwartes. Im Vorjahr hatte die Feuerwehr Gefäll einen Jugendlichen zu verzeichnen, der im Laufe des Jahres jedoch austrat.
Die gute Nachricht: Dafür konnten sechs neue Jugendliche für den Feuerwehrdienst gewonnen werden. Sofort wurde mit der Ausbildung der Anwärter begonnen. Als Ziel setzten sich die Jugendwarte Roland Voll und Sebastian Voll für 2016 unter anderem die Teilnahme am Zeltlager auf Schloss Saaleck.
Vorsitzender Marko Wehner ging auf die vielen Aktivitäten des Vereins ein. Unter anderem erwähnte er den im Jahr zuvor erworbenen Ausschankwagen, der zur Gefäller "Wurstspritze" umgebaut und im Mai 2015 eingeweiht wurde. Beim Dorffest aller örtlichen Vereine nahm auch die Feuerwehr teil. Der Gewinn von über 1000 Euro soll in einen Ausflug der Gefäller Kinder in einen Freizeitpark fließen. Auch am Ferienprogramm beteiligte sich die Wehr. Der Vorsitzende bedankte sich bei allen Helfern, ohne deren freiwilligen Einsatz all die Aktivitäten nicht denkbar wären.
Zweiter Bürgermeister Daniel Wehner bedankte sich für die Bereitschaft der Feuerwehr und würdigte die geleistete Arbeit. Besondere Anerkennung ließ er den Feuerwehrlern noch für den Aufbau der "Wurstspritze" zukommen. Die Grußworte von Kreisbrandinspektor Marco Brust gingen vor allem an die Jugendlichen. Er überbrachte die Grüße der gesamten Feuerwehrführung und wünschte der Gefäller Führung eine glückliche Hand.
KBM Klaus Preisendörfer stellte sich zunächst vor und ging dann auf seine Schwerpunkte ein. So habe er sich die Gewinnung neuer Mitglieder und die Jugendwerbung auf die Fahne geschrieben.


Ehrungen

Anschließend wurden folgende Wehrmänner geehrt: Für zehn Jahre aktive Dienstzeit Florian Eickhoff, für 25 Jahre aktive Dienstzeit Michael Wehner und für 50 Jahre Hartwig Voll, Manfred Wehner und Siegbert Schäfer.
Auch heuer wird die Feuerwehr wieder das Heckenfest am 4. und 5. Juni ausrichten, außerdem wird die Teilnahme an einer Leistungsprüfung angestrebt. Abschließend überbrachte Hartwig Voll den Dank der Kirchengemeinde für die Verkehrsabsicherung der Prozessionen und des Martinszuges. red